Robyn - Body Talk Pt. 2

23061085Bei Robyn erfüllt sich mit diesem Part zwei gerade die abenteuerliche Idee, dem Prinzip Album einen Arschtritt zu verpassen und über sechs Monate stattdessen drei EPs rauszugeben. Dabei verfestigt sich erst mal der Eindruck, dass die schwedische Pop-Chefin hier einfach nur drei Longplayer tröpfchenweise rausrückt. Zweimal neun und diesmal acht Songs rotieren – insgesamt also 26! „Pt. 2“ etabliert in jedem Fall den im Gesamt-Titel angelegten Dance-Aspekt von Robyns sehnsüchtig-bittersüßem Pop-Entwurf. Die trademarkige Melodieseligkeit wird gehalten – trotz aller artifiziellen Sounds aus den verhornten Fingern Klas Ahlunds. Herausragend sicher das Featuring mit Snoop Dogg, in dessen Text es um irgendwas mit „Fuck“ geht – bestimmt irgendwie geil, mal mit einem Logopäden zusammen entschlüsseln. Überdauerkraft findet sich zudem bei „Love Kills“. Sowie die Erkenntnis: Aus diesen drei Halbjahrs-EPs hätte man sogar sechs für zwei Jahre stricken können. Alles irre, aber eben auch irre gut.

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“Body Talk Pt. 2″ erscheint am 10. September bei Ministry Of Sound/Edel.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Erklär mir: Philipp Poisel

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Philipp Poisel sieht wirklich nicht aus wie der kommende Singer/Songwriter-Superstar oder der nächste Popdarling für die „Wetten, dass …?“-Couch. Viel eher wirkt er wie ein sehr seltsames Kind. Ein sehr seltsames Kind, das einen mit seiner Musik unweigerlich zu berühren imstande ist – und dabei zu aller Verwirrung sogar bereits 26 Jahre alt ist.

„Meine Freunde hatten mich vor dem Melt! Festival gewarnt, das sei nur so ein Electro-Ding, die würden mich da doch von der Bühne werfen, wenn ich nicht aufpasse.“ Jetzt, nach der Show, hat Philipp aus Stuttgart gut reden. Das Worst-Case-Szenario auf der Hauptbühne blieb aus. Natürlich. Denn Philipp Poisel wirkt zwar wie ein Schüler, den man vor den Klassen-Bullys beschützen möchte, aber eigentlich sollte man sich von ihm an die Hand nehmen lassen. Seine Songs machen das unmittelbar klar, ach, seine Songs machen dich unmittelbar klar.
Eine markante nuschelige Stimme, die immer auch mit paar Schrägheiten spielt, dazu eine Band, die aber kaum mehr Raum einnimmt als die alles begleitende Gitarre. Aus dieser einfachen Formel holte Poisel schon seit seinem Debüt 2008 („Wo fängt dein Himmel an?“) mehr raus als so viele andere.

Im Zentrum der neuen Platte steht ein Song über eine Krebsdiagnose, die ihn ereilte und sich erst nach quälend langer Zeit und Untersuchungen als falsch rausstellte. Und so singt er: „Ich hab furchtbar Angst vorm Tod / … / Auch wenn das Leben manchmal traurig ist / Bin ich froh, froh, dabei zu sein.“ Nimmt man Glaubwürdigkeit, Originalität und Emotionen als Maßstab für Kunst, ist das System Poisel eine Offenbarung.

So offenbarend, dass man auch Angst haben muss. Immerhin wurde Poisel entdeckt von Herbert Grönemeyer, auf dessen Label er damit auch landete, immerhin gibt ihm seine Mutter Ratschläge, er solle ruhig mal bisschen fetzigere Musik spielen, immerhin zitiert das Platteninfo das Magazin Petra. Will sagen: Poisel ist so gut und universell, den wird es nicht „indie-only“ geben – mit „Bis nach Toulouse“ ist der Weg zu jener „Wetten, dass …?“-Couch schon geebnet. Dagegen kann man nichts tun. Außer vielleicht: es selbst den drögsten Format-Radiohörern und ungeilsten Mühlsteinen gönnen, dass sie bald schon Fan von Poisel sein werden. Man muss auch teilen können.

“Bis nach Toulouse” von Philipp Poisel ist bereits bei Grönland/Rough Trade erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Superpitcher & Matthew Dear: Techno kämpft für dich

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Matthew Dear und Superpitcher geben Techno seit jeher ein glamouröses Gesicht. Sebastian Ingenhoff begab sich anlässlich der neuen Werke zu den beiden in die Black City und auf den Kilimanjaro.

Nicht erst seit dem Siegeszug von Paul Kalkbrenners „Berlin Calling“-Soundtrack existieren Schnittstellen zwischen Popsong und Technotrack – man denke nur an die Inszenierungen von Acts wie Booka Shade oder Trentemøller –, doch zuletzt häuften sie sich wieder. Im Regelfall haben die kalkulierten Hits aber nur eine geringe Halbwertszeit in der Plattentasche und auf den Tanzflächen. Kalkbrenners „Sky And Sand“ ernsthaft als Musikwunsch hervorgebracht dürfte beim DJ nur mehr für genervtes Augenrollen sorgen, das es mit zehn schwulen Friseuren aufnehmen kann, um einen alten Max-Goldt-Kalauer aus dem Gedächtnis zu zitieren.
Die zwei Künstler, um die es hier gehen soll, arbeiten sich nicht nur seit Jahren schon am Verhältnis Song zu Track ab, sie haben auch die für Techno lange bestimmende Grenze der Unsichtbarkeit aufs Aktivste hinter sich gelassen. Sowohl der New Yorker Dear als auch der Kölner Superpitcher bringen sich als Person expressiv ein, ihre Musik wurde über die Jahre an ihr Erscheinungsbild und ihre Performanz gekoppelt.

Aksel Schaufler, wie Superpitcher richtig heißt, hat sich Zeit gelassen mit seinem zweiten Album. Seit dem Debüt „Here Comes Love“ sind gut sechs Jahre vergangen, ohne dass er sich in der Zwischenzeit dem Müßiggang hingegeben hätte. Superpitcher gehörte aber auch nie zu den Künstlern, die Maxis am Fließband produzierten, sobald es mal gut lief. Der verhuschte, akzentbeladene Gesang ist auf „Kilimanjaro“ wieder dominant, und wie schon auf dem Vorgänger „Here Comes Love“ sind es vor allem die melancholischen, verträumten Momente, die zu bezaubern wissen. Stücke wie „Joanna“ oder „Give Me My Heart Back“ sind geradezu episch, was weniger an der lyrischen Qualität der Texte liegt als vielmehr am dramaturgischen Aufbau der Songs, die wie ein gutes Set auf einen emotionalen Höhepunkt zusteuern, wohlgemerkt binnen einer Spieldauer von sieben, acht Minuten.

Seit Beginn der Kompakt-Karriere mit der legendären „Heroin“-Single vor bald zehn Jahren hat der gebürtige Ulmer seine Handschrift immer weiter verfeinert, ein Superpitcher-Stück oder -Remix erkennt man in der Regel nach ein paar Sekunden: der verschleppte Beat, die sanften Pianoloops, dieser Hang zum Pathos im Zusammenspiel mit großen Melodien. Aksel spricht von „Uplifting Drama“, denn im Idealfall lässt sich eben auch durch Schwermut Euphorie erzeugen. Im Techno wird er mit dieser Herangehensweise wohl auf ewig ein angenehmer Sonderling bleiben – passend dazu auch sein kultivierter verhuschter Narzissmus.
Matthew Dear versteht sich dagegen als Chamäleon. Er veröffentlicht unter zahlreichen Pseudonymen zum Teil völlig unterschiedliche Spielarten elektronischer Tanzmusik – wobei mit der Zunahme der Songorientierung auch der Grad der Personifizierung zu steigen scheint. Seine Platten haben den Sound von Ghostly International und Spectral, zwei der wichtigsten Technolabels der USA, in der letzten Dekade entscheidend mitgeprägt. Mit sechzehn zog er zum Studieren ins nahe Detroit gelegene Ann Arbour und ließ sich von der Motorcity infizieren: „Detroit war speziell zu jener Zeit eine mythenumrankte Stadt, und natürlich fanden wir all die Sachen rund um das Underground-Resistance-Label toll. Aber ich glaube, was mich am meisten inspiriert hat, war damals ein Auftritt von Moodymann in so einer Kunstgalerie. Er spielte völlig weirde, abstrakte Disco-Sachen um die hundert bpm, also extrem langsam. Da habe ich erst richtig verstanden, wie viele unterschiedliche Herangehensweisen an Techno es geben kann.“

Die erste unter dem Namen Matthew Dear veröffentlichte 12-Inch-Maxi trug bereits den vielsagenden Namen „Hands Up For Detroit“ und war eine Hommage an den so wirkungsmächtigen Technosound der Stadt. Doch die Produktionen des mittlerweile nach New York übergesiedelten Musikers wurden mit der Zeit immer songorientierter. Höhepunkt war 2007 das gefeierte Album „Asa Breed“, welches ihm das berühmte Cover des Songs „Don & Sherri“ durch Hot Chip einbrachte.

Das neue Album „Black City“ fällt, wie der Graphic-Novel-artige Titel bereits vermuten lässt, wieder eine Spur düsterer und verspielter aus. Mit „Little People“ hat Matthew dabei einen der absonderlichsten Clubhits des Jahres abgeliefert, denn eigentlich besteht das Stück aus drei Songs, die jedoch zu einem konsistenten Ganzen verwoben werden. Eine Herangehensweise, die man eher aus einem Genre wie dem Progrock kennt. Auf den Vergleich angesprochen, lacht Matthew: „Ich wollte den Track trotzdem als Maxi rausbringen und habe auf Teufel komm raus versucht, ein Edit davon anzufertigen. Aber es fiel mir unglaublich schwer. Na ja, jetzt müssen eben die Remixer ran.“ Auf der anderen Atlantikseite wurde auch schon um Remixe angefragt, und einer wird, so muss es in diesen Tagen vermutlich sein, von Superpitcher stammen.

Superpitchers “Kilimanjaro” erscheint am 3. September bei Kompakt/Rough Trade; “Black City” von Matthew Dear ist bereits bei Ghostly International/Al!ve erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Marteria - Zum Glück in die Zukunft

downloadNamedropping kommt immer gut! Erst recht, wenn die beteiligten Personen auf Namen wie Peter Fox oder Jan Delay hören, ist damit doch allen sofort klar: Es geht um die erste Liga deutschen Sprechgesangs. Und in genau die will Marteria mit seinem neuen Album jetzt eindringen. Auf „Zum Glück in die Zukunft“ wabern die Basslines wuchtig zu Marterias monoton-getragenen Raps, die ihn überwiegend als sensiblen Beobachter des Lebens ausweisen und immer wieder vor Wortwitz strotzen; so ist „Louis“ zum Beispiel eine direkt vom Herzen kommende Hymne an seinen 2007 geborenen Sohn, „Sekundenschlaf“ feat. Peter Fox ein herrlicher Abgesang über die Angst vorm Älterwerden, und mit „Amys Weinhaus“ gibt er all denen Kraft, die sich vom Leben regelmäßig, ’tschulding für die Ausdrucksweise, gefickt fühlen. Die aktuelle Single „Verstrahlt“ feat. Yasha, so eine Art Drogen-Eloge, wirkt da fast ein wenig fehl am Platz. Aber egal – zumal er als Produzenten keine Geringeren als The Krauts aka Monk, DJ Illvibe und Berger für sich gewinnen konnte. Die trimmten schon Peter Fox’ Solodebüt „Stadtaffe“ auf Erfolgskurs, und herausgekommen ist ein modernes, clubtaugliches Rapalbum voller Tiefgang.

“Zum Glück in die Zukunft” ist bereits bei Four Music / SonyBMG erschienen.

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DJ Food - Remember The Future?

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Remember The Future by DJ Food

A one hour mix about the golden age of Robotics, recorded to coincide with the release of the first Transformers film (hence the intro)

Tracklist • Artist / Title / Label

Anne Bryant - Transformers theme / Intro [unknown]
Jimmy Green - The Robot [Grand Central]
Lou Singer & Gene Raskin - Gigantor theme [mp3]
Forrest J Ackerman - The Tin Age Story [Science Fiction records]
Pierre Henry / Michael Colombier - Machine Danse [Phillips]
Rufus Thomas - Funky Robot [Stax]
Dave Baby Cortez - Funky Robot Pt.1 [All Platinum]
Robot - Machine Dance [Vogue]
Bruce Haack - School of Robots [Dimension 5]
George Fenton & Ken Freeman - Analogue Dialogue [KPM]
Bent Bolt & The Nuts - Mechanical Man [MGM
Milton & Anne Deluge - Rise Robots, Rise [Mainstream]
Bruce Haack - Electric To Me Turn [Columbia]
Jean Jacques Perrey - The Minuet of the Robots [Vanguard]
Bruce Haack - OK Robot [Dimension 5]
The Earthlings - March of the Robots [RPM]
Devo - Mechanical Man [Elevator records]
George Fenton & Ken Freeman - Analogue Dialogue [KPM]
The Moonbillies - The ‘Lectronic Brain [Republic Records]
Claude Righi - Machin [Riviera]
Manfred Mann - Machines [HMV]
Lothar & The Hand People - Machines [Capital]
Riders of the Mark - The Electric Insides And Metal Complexion That Makeup Herr Dr. Krieg [20th Century Fox]
The Bonzo Dog Band - Humanoid Boogie [Sunset Records]
John Rydgren - Transistor Father [Silhouette]
Alan Parsons Project - I, Robot [Arista]
Meat Beat Manifesto - Electro The Robot [PIAS]
Peggy Serra - Ronnie The Rock & Roll Robot [CDR]
Red Barn Magic Record - Mechanical Man [CDR]
Connie Francis - Robot Man [MGM]
France Gall - Der Computer Nr. 3 [Phillips]

Released by: Solid Steel
Release date: Jul 27, 2007

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Ira Atari & Rampue - Just Fu**in Dance It

23061087Der Siegeszug von Audiolith in den letzten Monaten ist durchaus amtlich zu nennen. Von Feuilleton bis „Tagesschau“ (also die „Tagesschau“ auf arte, heißt dort „Tracks“) berichten mittlerweile alle über das liebenswerte Hamburger Label, und jenes ist trotzdem immer auf dem Boden geblieben. Ein Eindruck, den Artur kürzlich im taz-Interview bestätigte: „Ich wohn in einer Penner-WG, und wir versuchen auch sonst alles günstig zu machen.“ Kennt man von zu Haus, kann man sich mit identifizieren. Viel hinzuzufügen gibt es nicht, die Platten klingen ja immer gleich: sehr offensiv, laut und bratzig. Einziges Manko bisher: Die Platten sind für DJs wie mich, die vorwiegend in der Eisdiele und weniger auf dem Bauwagenplatz auflegen, nur schwer spielbar, da zu viel Testosteron und zu wenig Amore. Nun wird alles anders, denn mit Ira Atari hat es endlich eine dezidiert weibliche Künstlerin auf das Label geschafft. Ach so, Rampue ist auch mit dabei, kennt man, coole Gestalt, sieht gut aus, jetzt also der Giorgio Moroder der autonomen Szene. Und diese Ira, das ist so eine Typin, mit der zusammen würde man auch gerne mal romantisch ‘n Nazi vermöbeln. I feel love.
http://www.vimeo.com/10692545
“Just Fu**in Dance It” ist bereits bei Audiolith/Broken Silence erschienen.

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Early Man - Death Potion

23061101Als größter Feind des Metal gilt gemeinhin die Ironie. Denn wenn man über Blind Guardian lacht, weil sie verkitschtere Themen anfassen als Harry Potter und Mittelaltermärkte zusammen, dann kann man doch einfach nicht mehr vernünftig abmoshen. Dennoch: Mit dem Comeback des Metal letztes Jahrzehnt hat auch seine Travestie Einzug gehalten. Metal ist längst nicht mehr bedrohlich, sondern streng genommen eben konservativ und komisch. Eine Zuschreibung, die natürlich kein Involvierter gern hört. Daher kamen auch Acts wie das Nerd-Duo Early Man ganz recht, da sie Metal ernst nahmen und ihm eine reizvolle Entsprechung des nächsten Jahrtausends zukommen ließen. Das neue Album nun ist allerdings eher nicht mehr reizvoll, sondern die pure Travestie: Thrash Metal wird adaptiert, man hört die Bedeutsamkeit von Kreator, Destruction oder auch Testament raus. Der Rest bleibt allerdings galoppierende Leerstelle. Eine Hommage, ein Gag, beides gleichzeitig? Sorry, zu indifferent – grabt euch wieder ein.

“Death Potion” ist bereits bei The End/Soulfood erschienen.

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Ruff Rhythmz Podcast August 2010

aug2010

Wieder mal feinster Dubstep-Stoff von Mount Kimbie über Burial bis Benga bei den Kennern von Ruff Rhythmz. Zusammen gepackt in der Augustausgabe ihres RR-Podcasts.

Tracklist:
Scuba – Three Sided Shape
Silkie – Planet X
2562 - Channel Two
Applescal - The Curle in Me
Mount Kimbie – Taps
Trentemøller – Metamorphosis
Secede - Outran
l’Usine - Every Disguise
Nautilis – Dyslexik
Trentemøller - Nightwalker
Ronny Ragtroll – Planet in a Box
l’Usine - Two Dots
Burial – Untitled
Jas – In a Heartbeat
Benga - Light Bulb
Benga - E-Trips
Ital Tek – Heliopause
2562 - Narita
Vandera – India Joya
Tribal – White Rain
Simonoff – Trip to Luca
Lojik – White Room
Broken Note – Dubversion (hecq remix)

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Andreya Triana - Lost Where I Belong

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Als Verstärkung von Flying Lotus und Bonobo haben wir die wunderbare Soulstimme von Andreya Triana an dieser Stelle ja schon mehrfach abgefeiert. Jetzt erscheint - produziert von “Bonobo” Simon Green - das Debütalbum von Andreya, das in sympathischer Erhabenheit zu den bisher schönsten Scheiben des Jahres gehört. Selber überzeugen mit dem Video zu “A Town Called Obsolete”.

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“Lost Where I Belong” erscheint am 27. August bei Ninja Tune / Rough Trade.

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Hurts - Happiness

23061083Richtig Relevanz zu erzeugen in Pop wird gelinde gesagt nicht einfacher. Die letzten Jahre reichte es ja schon, öffnete man bloß die richtige Gruft. Doch mittlerweile mussten selbst bei den Mausoleen von Gang Of Four, Harold Faltermeyer und den Stones schon Drehtüren eingebaut werden. Der Andrang auf Retro-Rock bzw. Retro-Wave erzeugte neben der Übersättigung auch richtiggehend Frust über die vermeintliche Innovationsleere kontemporären Pops. Wo ist bloß das Ereignis, die Überraschung geblieben? Nun, in dem Manchester-Duo Hurts mag man auch ein Patchwork an Apropos’ finden, überstrahlt aber von einem einnehmenden Novelty-Effekt. Gerade auch, wenn sie mit die Vocals unterstützendem Opern-Pinguin auf der Bühne auftauchen und eine unglaubliche Spannung zwischen ihrer konzeptionellen Strenge und dem entfesselten Schnösel-Pop halten. Max Raabe, Propaganda, Pet Shop Boys und „Nessun Dorma“ von Paul Potts – wann konnte man zuletzt solche Kontexte aufmachen? In dieser Kombination vielleicht: noch nie. Na, also wenn das nichts ist, dann weiß ich aber auch nicht.

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“Passions” erscheint am 27. August bei Four Music/Sony.

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