[Konzert] Blumfeld – Markthalle/Große Freiheit 36 (12.+14.9.)

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20 Jahre “L’Etat Et Moi”. Blumfeld spielen wieder Konzerte. In Originalbesetzung mit Eike Bohlken, Jochen Distelmeyer and André Rattay. Sätze wie popkulturelle Donnerschläge, deren Echo im September auch zwei Mal in Hamburg zu hören und spüren sein wird. In der Markthalle und in der Großen Freiheit bringen Blumfeld die Songs auf die Bühne, die seit zwei Jahrzehnten eine eigene Sprache, eine Idee von deutschsprachiger Popmusik kultiviert haben. “Draußen auf Kaution”, “Ich – Wie es wirklich war” oder “2 oder 3 Dinge die ich von dir weiß”. Benannt nach einem Bild von Jutta Koether, der Biografie von Franz Beckenbauer und einem Film von Jean-Luc Godard. Referenzhölle, lass mich los. Die immer und gerne kolportierten Unstimmigkeiten zwischen den drei Musikern scheinen ausgeräumt, Distelmeyer hat nach der Fertigstellung seines Buches (“Otis” erscheint im Januar 2015, Querverweis Morrissey bitte mitdenken) wieder die Finger für die Gitarre frei und wir da draußen können von dem geilen Stoff eh nie genug bekommen. Superstarfighterschmetterling, clearance for take off.

(Den Text gibt’s auch in der aktuellen Ausgabe der Szene Hamburg – Ab jetzt am Kiosk.)

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[Festival] Das war das MS Dockville 2014

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25.000 Zuschauer feierten beim MS Dockville an drei Tagen bei wechselhaftem Wetter und abwechslungsreichem musikalischem Programm in Hamburg-Wilhelmsburg. Viel Elektronisches, tolle Headliner wie Warpaint und Hundreds, die irre Show von Die Antwoord, Konsens-Hypes und spannenden Newcomer wie Coely bildeten die Leitplanken bei einem Festival, das von einer weiter optimierten Organisation (besonders lobenswert die Neugestaltung des Eingangsbereiches) und dem stärksten Kunstcamp, das seit diesem Jahr als “Artville” firmiert, profitierte. Die kleinen Extras wie der “Easy Kisi”-Wohnwagen oder die Golem-Burgbar machten das 2014er-Dockville vor allem dür diejenigen attraktiv, die nicht zwingend Dauergast vor der Hauptbühne sein mochten.

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Auch bei den teils neu platzierten Bühnen geht der Daumen nach oben. Das “Vorschot” wirkte zwar etwas rustikal stahlrohrig, dafür ging’s beim “Butterland” etwas luftiger zu (die Drum’n'Bass-Inkludierun sorgte dann auch noch für einen persönlichen Emotionsupdrift). Gewohnt und schön: Der Kunst-Kubus des “Krautzungen”-Kollektivs. Neu und schön: Die Bühne schon vorm Eingang der “Clubkinder”, die jungen Künstlern eine Auftrittschance bot und die Wartezeit stilsicher verkürzte. Das “Dockville” bleibt nicht stehen. Gut so. Wir freuen uns auf 2015.

Fotos: Elise Fritze

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[Festival] MS Dockville – Drei Tipps für den Festivalsonntag!

Wild Beasts

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Die Wild Beasts aus dem Nordwesten Englands waren schon einmal auf dem Dockville-Festival zu Gast, beim legendären Matsch-Open-Air, das heute noch Gänsehaut beim Gedanken daran verursacht. Die Band gab auf der Bühne eine Lektion in Sachen Coolness, vor der Bühne sackte man bis zu den Knien ein. 2014 kommen sie – garantiert schlammfrei – mit dem aktuellen Album „Present Tense“ zurück, das nach wie vor astreinen Wave-Pop zum berührenden Falsettgesang von Hayden Thorpe bietet.

Vorschot, 18.20-19 Uhr

Glass Animals

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Ihr Debütalbum “Zaba” brachte das Quartett aus Oxford katapultartig ins Scheinwerferlicht. Indietronics meets Folk meets TripHop. Alles unter einem Hut, alles direkt unter die Haut. Dabei löst sich die Komplexität ihrer Arrangements in Wohlgefallen auf, berührt leicht und zart und … bleibt. Next Big Thing? Already here in our hearts.

Maschinenraum, 17.40-18.30 Uhr

Sun Glitters

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Luxemburg hat jetzt nicht allzuviel Prominenz anzubieten, die Radfahrerbrüder Schleck, EU-Kommissionspräsident Juncker und einen Ambient-DJ namens Sun Glitters. Victor Ferreira ist dabei ein melancholischer Produzent. Wie von einem Schleier verhangen summen seine Beats durch den Raum, halten den Sommer gefangen und bieten große Momente. Vor allem live, wie sein Album “Everything Could Be Fine” beweist. Schlaflos im Beathimmel: Sun Glitters.

Klüse, 18.30-19.30 Uhr

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[Festival] Pop als Strategie: Internationales Sommerfestival auf Kampnagel (6.-24.8.)

Künstlerinnen von Tokio bis Buenos Aires, spannende Theaterproduktionen und ganz viel Pop: Das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel.

Kritik in zeitgemäßem Gewand zu formulieren. Dafür ist das Kampnagel-Sommerfestival der ideale Platz. Hier versammeln sich Theater, Installation, Popkultur und Diskussion. Reiben sich, verschmelzen miteinander. So wie beim musikalischen Schattenspiel “The Shadow” von Chilly Gonzales und Adam Traynor (ab 6. August), in dem Hans Christian Andersens Märchen in eine Partitur für Kammerorchester, Puppen- und Schauspieler transferiert wird. Radikale Aspekte vermitteln auch die Agit-Sängerinnen Peaches (9. August) und Perfect Pussy (10. August).

Am 11. August besingt die mittlerweile in Berlin lebende österreichische Band Ja, Panik die Schönheit des utopischen Staates und Zustandes Libertatia, bevor am 15. August Andreas Dorau die Beschreibung des Jetzt in feinsinnigen und quatschigen Popsongs zelebriert. Am 19. August widmen sich die Musiker von Phantom Ghost gemeinsam mit der Künstlerin Cosima von Bonin einer “theatralisierte Werkschau ihres musikalischen Œuvres”. Hans Unstern (20. August), Die Sterne (mit neuem Album “Flucht in die Flucht”) und der kanadische Turntable-Magier Kid Koala (beide am 22. August) sowie Die Goldenen Zitronen am musikalischen Abschlussabend (23. August) sind weitere Highlights des ambitionierten und widerhakigen Popprogramms, das den Unmut an den Gegebenheiten tanzbar werden lässt. Dazu: Film-Specials, Tanz, Karaoke und vom 8. bis 10. August eine Konferenz zu dem Thema “Fantasies that matter. Images of Sexwork in Media and Art.”

6. bis 24. August, Kampnagel, www.kampnagel.de

Erstveröffentlichung des Artikels in der August-Ausgabe von Hamburg:Pur.

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[Festival] MS Dockville – Drei Tipps für den Festivalsamstag!

Warpaint

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Ehrlich gesagt hat mich der letztjährige Superhype namens Haim auf dem Dockville böse enttäuscht. 90er-Rock mit viel heißer Luft und exaltiertem Gesang – fürchterlich. Dieses Jahr gelten Warpaint als die große Nummer und da dürften die Chancen besser stehen, mit Klasse statt Gequietsche versorgt zu werden. Zu gut sind die Stücke ihres Albums “The Fool”, das die Kalifornierinnen als Gralshüterinnen des kristallklaren Gitarrensounds in Zeitlupe zelebrierte. Das selbst betitelte “Warpaint” beinhaltet dann die flotte Stücke fürs Live-Set. Bring it on.

Großschot, 19.50-20.50 Uhr

 

Coely

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Wenn man das next big thing des diesjährigen Festivalsommers sucht, dann stößt man unweigerlich auf eine Belgierin namens Coely. Mit ihrem Mix aus Clubsounds, HipHop & Coolness hat die 20-Jährige schon Kendrick Lamar und Kanye West als Support an die Wand gerappt und dürfte das HipHop-Highlight des diesjährigen Dockville-Festivals darstellen. Heute noch ein Geheimtipp – Ab dem 16. August nicht mehr.

Maschinenraum, 18.50-19.40 Uhr

 

Hundreds

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Das Hamburger Elektronik-Pop-Duo der Geschwister Milner ist der derzeit vielleicht internationalste Act mit Kennzeichen D. Ihr aktuelles Album “Aftermath” ist ein Riesenwurf und wer die beiden in den vergangenen 12 Monaten live erleben durfte, weiß was ihn erwartet: Eine große Show mit noch größeren Songs wie “Ten Headed Beast”!

Maschinenraum, 31.10-00.10 Uhr

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[Festival] MS Dockville – Drei Tipps für den Festivalfreitag!

Jungle

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J und T, mehr braucht es nicht. Die beiden Londoner Musiker reduzieren ihre Namen aufs Wesentliche und beherrschen ansonsten das Spiel mit der Uneindeutigkeit perfekt. Gesichter, vermeintliche Bandstärke und Identitäten wechseln sich schneller ab als man gucken kann. Für ihren Erfolg brauchten sie gerade einmal zwei Songs: “The Heat” und “Platoon” schossen direkt in die obersten Regale der Coolnessliga und das selbst betitelte Debütalbum wird den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg nur noch beflügeln. Jungle machen urbane Soulmusik, die sich mit minimalen Beats paart, sensationell zeitlupenhaft und cremig ist, Und mit Dub ebenso umzugehen weiß, wie mit den Soul-Klassikern. “Marvin Gaye auf Rollschuhen” nannte sie ein Kritiker und das Bild ist äußerst zutreffend. Lollis leckend rollen sie durch die verlassenen 70s-Diskotheken und definieren das Genre Psychedelic Pop auch noch nebenher neu. Tanzbar wie La Roux, innovativ wie FKA Twigs, hip wie The Acid. Mit der Kraft von vier Jahrzehnten Disco und Soul im Rücken. (via Artistxite)

Großschot, 17.20-18 Uhr

 

St. Lucia

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Das Debütalbum “When the Night” von St. Lucia hat einen Nerv getroffen. Plätzlich waren alle vernarrt in den glamourösen Disco-Pop des US-Quintetts. Jean-Philip Grobler und Kollegen lassen Eisberge schmilzen und reservieren mit einem weichen Handtuch die besten Plätze am Pool. Emotionen im Dutzend, für immer 1984. Sollte man erlebt haben. Wie praktisch, dass sie schon am Eröffnungstag des Dockville-Festivals die Diskokugel anschrauben.

Vorschot 18.50-19.40 Uhr

 

Lapalux

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Der Mitzwanziger macht laut Presseinfo “elektronische Liebeslieder für das 21. Jahrhundert”. Schöner und passender kann man die Tracks des 25-jährigen Briten Stuart Howard nicht beschreiben. Bei seinem Live-Set wird er einen Zusammenschnitt seines Schaffens präsentieren, atmosphärisch dichte Sounds, die vor Publikum und auf seinem Debütalbum “Nostalchic” gleichermaßen funktionieren und denen die Geschichte der besten Momente des Ninja-Tune-Labels innewohnt.

Klüse 20.30-21.30 Uhr

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[Album] Cold Specks – Neuroplasticity

cold29Eine gewisse Schwüle liegt über den Songs von Cold Specks, eine Stimmung wie kurz vor dem Gewitter. “Doom Soul” ist die griffige Beschreibung dessen, was Sängerin Al Spx und ihren Bandkollegen machen und dem bedrohlichen und gleichzeitig wunderschönen Sound des Erstlings “I Predict A Graceful Expulsion” geben sie auf “Neuroplasticity” eine zweite Plattform, groß und hell zu scheinen, auch wenn die meisten Stücke aus fiebrigen Träumen der Nacht entstanden zu sein scheinen. Noch kraftvoller und eindringlicher wirkt dabei die Gospel-getränkte Stimme der in London lebenden Kanadierin, die in den vergangenen beiden Jahren auf Songs von Moby und den Swans zu hören war. Der catchy Hit des Debüts “Hector” heißt dieses Mal “Bodies At Bay”, die erste Single “Absisto” ist eine verquere Nummer wie unter Wasser kurz nach der Katastrophe aufgenommen. Gegenüber der urwüchsigen Live-Gewalt von Cold Specks klingt “Neuroplasticity” zwar wieder ein wenig zu glatt, die Wucht ihres Sounds hatte aber sichtlich noch Kraft für ein zweites Album.

“Neuroplasticity” erscheint am 22. August bei Mute.

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[Track] Low – I’m On Fire (Bruce Springsteen Cover)

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[Video] Trümmer – Wo ist die Euphorie?

Am 22. August erscheint das selbst betitelte Debütalbum der Hamburger Band Trümmer. Das erste Video “Wo ist die Euphorie?” wurde im u.a. Golden Pudel Club gedreht und macht dann schon ein bisschen feuchte Hände.

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[Live] The Afghan Whigs – When we two parted / Over my dead body (Drake-Cover)

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So, endlich mal noch ein paar Zeilen zum Konzert der Afghan Whigs im Berliner C-Club am 2.Juli: Laut war’s, sehr laut. Jörg Wunder war’s zu laut und auch sonst fand er’s ausgesprochen “nicht gut”. Mir gefiel’s. Starke Setlist, das “Comeback”-Album “Do To The Beast” hat sich ja als unerwartet stark herausgestellt und nach den anfänglichen Unsicherheiten bei den ersten 1-2 Songs kam Dulli dann auch von Song zu Song besser in Form. Von Vorteil ist’s vor der Bühne natürlich auch, wenn 30-40 Polen und Tschechen ihre Idee eines begeisterten Publikums realisieren. Das ist dann schon etwas “offensiver” als der mitwippende Deutsche. Die “Gentleman”-Songs waren erwartungsgemäß das Highlight, “Faded” ein irrer Rausschmeißer und die Bobby-Womack-Hommage für mich eher zu Tränen rührend als doof (vgl. Jörg Wunder). Großer Abend.

Setlist:

Parked Outside
Matamoros
Fountain and Fairfax
Going to Town
I’m Her Slave
When We Two Parted / Dead Body
Debonair
On the Corner
(The Twilight Singers cover)
John the Baptist
Algiers
Royal Cream
I Am Fire
(Lyrics from Tusk by Fleetwood Mac over outro)
Gentlemen
It Kills
Heaven on Their Minds
(Andrew Lloyd Webber & Tim Rice cover)
Somethin’ Hot
My Enemy
Lost in the Woods
Encore:
Bulletproof
Summer’s Kiss
Faded
(1st verse & chorus of Across 110th Street by Bobby Womack over Faded piano intro)

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