Cadence Weapon – Afterparty Babies
7. März 2008
Ja, wo will er denn hin, der gute Rollie Pemberton? Die alte Geschichte von Wunderkindern, denen Cleverness und „Sprengen von Genre-Grenzen“ attestiert wird, erfährt eine neue Auflage. Und ähnlich wie bei Dizzee Rascal driftet auch bei Rollie der zweite Longplayer gehörig von der Mutterinsel HipHop ab. A bisserl prollige Synthies und Electro-Schläge en masse verbreiten zwar gerade zum Ende des Albums hin vermehrt gute Laune, verwässern aber auch das wohlgefällige Kopfnicken ob der smarten Lyrics. Typisch langweiliges Rezensentenproblem, das man dem gerade mal Anfang-20er nicht vorwerfen kann, der ja laut Vita bereits mit 18 für Pitchfork Media Artikel verfasste. Eine Garantie für gute Texte ist das ja noch lange nicht; schließlich haben ja wesentlich Unlesenswertere schon „mit 13 für die Spex geschrieben“ und danach musikalisch auch nur noch Unsinn verzapft. Aber zurück zu Kanadas Musterknaben: Spannend ist „Afterparty Babies“, weit spannender als sein krachig unfertiges Debüt „Breaking Kayfabe“, dem als Ausrufezeichen noch ein Lady Sovereign-Remix zur Seite steht. Und die Energie des ersten Dizzee-Albums hat es auch. Weniger verschwurbelt, mehr in der Tradition originärer HipHop-Vorbilder. Wenn auch deutlich zu spaßig-verspielt für ein Album, das länger als der Rest halten soll. Big Dada darf Cadence Weapon in der Kategorie „Hoffnungsvolles Nachwuchstalent“ einordnen, wir ordnen ihn weiterhin nirgendwo ein. Das würde ihm nicht gerecht.
“Afterparty Babies” erscheint am 21.03. über Big Dada/Rough Trade
Alben,Musik
2 Kommentare



















7. März 2008 um 12:10 Uhr
lise sagt,
kein wort zur bloodhound gang? dachte ich mir.
7. März 2008 um 19:06 Uhr
lise sagt,
darf ich hier links posten?
dann den hier:
http://razorbladerunner.blogspot.com/
dem rollie sein blog.