Four Tet - Ringer
20. April 2008
Vier Tracks, gerademal 32 Minuten – und am Ende die Gewissheit, in der letzten halben Stunde etwas Neues, etwas sehr Wichtiges gehört zu haben. Weg von den durchweg großartigen Alben Kieran Hebdens aka Four Tet und ihren prototypischen jazzy Breaks, stattdessen geprägt von seiner vermehrten DJ-Tätigkeit in den letzten Jahren und einem technoiden Ansatz. Und natürlich der Zusammenarbeit mit dem legendären Jazz-Drummer Steve Reid. Hebden gelingt das Kunststück, den Track zum Song werden zu lassen und den Groove auf die breiten Flächen zu hieven. Ein Konglomerat aus Steve Reich, Krautrock und… Four Tet. Hebden verschiebt sich, erweitert sich in der Reduktion und schiebt der Minimalität Harmonie und Melodiösität unter. Klingt einfach, klingt nicht neu und ist im Ergebnis dennoch durchweg spannend und exemplarisches Anschauungsmaterial, um mit der Pinzette Fläche um Fläche abzutragen und jede für sich und ihren Zusammanhang auf „Ringer“ zu untersuchen und sich an ihr zu verlustieren. Ein Freudenhaus für Nerds, ein Fortbildungsseminar in eigener Sache. Oder einfach nur ein brillantes Stück Musik.
Four Tet - “Ringer” erscheint am 25.04. via Domino/Indigo
Zum Anschauen noch der Alltime-Favourite von Four Tet, das Video zu “She moves she”
Alben, Musik



















