Ja König Ja – Die Seilschaft der Verflixten
1. Mai 2008
Kollege Böhme räumt ihnen in seiner Radio-Show mehr Platz ein als sagenwirmal den Beatles, das Feuilleton hüpft vor Glück dreimal im Kreis und Tocotronic-Weltenbesinger Dirk von Lowtzow hat zu dem neuen Album der Musikgruppe Ja König Ja unter anderem folgendes zu sagen:
“Das erklärte Ziel der Gruppe, Seemannsgarn zu einem Tau zu knüpfen, das sich um alles windet und mit der gesamten Welt verbindet, ihr Geschick, alles in allen Dingen Enthaltene zu beschwören und den Schlüssel dazu gleich mitzuliefern, wird auf diesem neuen Album deutlicher als je zuvor. Die Einsamkeit und der ungeheuerliche Mut, mit dem auf „Ebba“ Unerhörtes ausgesprochen wurde, sind hier zu einer Verflixtheit geworden, die nichts mit der stumpfsinnigen Kumpanei gemein hat, die in der deutschen Rockmusik stets die größten Triumphe feiert. Hier spricht weiterhin eine durch und durch fremde Person, aber sie steigert sich zur Inszenierung einer wütenden Vielfalt, ekstatisch und grausam. Sie wächst über sich hinaus und zerreißt sich in 1000 Stücke, 1000 Stimmen. Ein Kollektiv entsteht, eine Seilschaft, das Mannigfaltige. Die Einsamkeit zerbricht. Die Schlacht kann beginnen!”
Als Hörprobe der Titeltrack des gleichnamigen Albums “Die Seilschaft der Verflixten”:
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Alben,Downloads,Musik
1 Kommentar



















1. Mai 2008 um 12:01 Uhr
Michael sagt,
da ich es immer noch nicht geschafft habe, einen beitrag auf diese seite zu bringen, hier mal copy&paste, was in einem hamburger stadtmagazin zur platte stand:
Es gilt unter Musikschreibern als ausgeprochen schlechter Stil aus dem Infoschreiben zu zitieren. Soll hier auch gar nicht passieren. Aber man wird ja mal erwähnen dürfen, dass Tocotronics Dirk von Lowtzow sich in jenem zur „Seilschaft der Verflixten” derart echauffiert und emotional aufschraubt, wie man es von ihm als Frontmann seiner eigenen Band lange nicht hörte. Um JaKönigKa beizukommen, muss man sich wohl solcher Krücken bedienen: eine einfache Kategorisierung gibt es nicht. Auf Ebba Durstewitz’ und Jakobus Siebels’ Schublade steht „großartig”, kaum lesbar, in Klammern, sicher auch irgendwo „Pop”. Liebevoll instrumentierte Brüche untermalen rätselhaft schöne Texte, die ihresgleichen suchen (sich damit aber nicht viel Mühe geben; schon gut, dass niemand sonst so klingt). Und wenn doch die Vergleichskeule rausgeholt werden soll: Man denke an Stereolab in ihrer tschechischen Zeichentricksoundtrackphase. Oder so.