Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Juni, 2008.

Burial kickt nicht

Das vom !K7-Label für Ende Juni angekündigte und von Presseorganen fleissig weitergeplapperte DJ Kicks-Album von Burial erscheint wohl überhaupt nicht. Wer das Ding schon bei Amazon & Co vorbestellt hat, darf sich wohl besonders ärgern. In seinem Myspace-Blog schreibt Burial als Antwort auf ein aktuell kursierendes Tracklisting:

fake djkicks tracklist got put up somewhere i got messages from people & producers thinking it was real
if i do djkicks it will be mostly old jungle tunes & new tunes

Vor ein paar Tagen hieß es im Blogeintrag wohl noch eindeutiger “not sure im going to do djkicks ...”

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Amon Tobin – Taxidermia EP & Live-Sets

Amon Tobin veröffentlicht den von ihm komponierten Soundtrack des  ungarischen Arthouse-Spielfilms “Taxidermia” von György Pálfi, der laut Rezensionen seinem Publikum ähnlich viel zumutet, wie Tobin mit seinem musikalischen Oeuvre. Der Trailer gibt einen Vorgeschmack auf einen bizarren und surrealen Film “zwischen dem Wahnsinn Kusturicas und dem Delirium von Terry Gilliam”, der in Deutschland gerade auf DVD erschienen ist.

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Den 4 längeren Stücke und 5 einminütigen Sequenzen ist anzuhören, dass sie zur selben Zeit wie Tobin´s letztes Album “Foley Room” entstanden sind. Wer sich für Tobin ´s Schaffen interessiert, kann hier bedenkenlos zugreifen und sich den Soundtrack exklusiv im Onlineshop herunterladen.

Im nagelneuen Shop gibt es auch einiges umsonst: Neben Wallpapers sind insbesondere die Mixe interessant, von denen Fans bereits den  Breezeblock-Mix von 2005 oder den nur aus Versionen des Jazz-Klassikers Caravan (Ellington) zusammengesetzten Drumin´ Caravan-Mix kennen dürften. Nagelneu ist der Live-Mitschnitt vom Donau-Festival vom April diesen Jahres, der die aktuelle Live-Show Tobin´s dokumentiert.

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Verstärker #351

Nach dem Jubiläum ist vor dem Jubiläum. Den ersten Schritt macht Verstärker #351 und zappelt zum seltsamen Pop der Wild Beasts, Born Ruffians, Tapes `n Tapes oder No Age. Für Tiefbassanhänger wie uns brummen The Bug und Kode 9 ein bisschen vor sich hin. Die Sendung des badischen John Peel alias Dirk Böhme gibt’s heute zwischen 14 und 16 Uhr bei Querfunk.

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DIN 5008, meine Mitmenschen und ich

Telekommunikation liefert ja reichen Stoff für Metakommunikation: Mit Erzählungen über verlogen anklingelnde Lottofeen und bizarre Roboterstimmen lässt sich ja manch unangenehme Konversationslücke füllen. Derartiges Gejammer würdige ich nicht mal mehr mit verzogenen Mundwinkeln. Denn ICH bin gestraft. Mit einer Telefonnummer, die in Kombination mit der Deutschen Industrienorm DIN 5008 und einfältigen Mitmenschen richtig Nerven kostet:

Die internationale Landesvorwahl für Deutschland ist ja bekanntlich 0049 (sollten Ihnen das nicht bekannt sein, brechen Sie das Lesen bitte ab, Sie könnten vom folgenden Text emotional verletzt werden). Nach DIN ist diese Landesvorwahl im internationalen Schriftverkehr mit “+49″ abzuk. Und damit fangen die Probleme an.

Meine Teilnehmerrufnummer beginnt auch mit 49. Darauf folgen einige Zahlen, die mit der Vorwahl einer deutschen Landeshauptstadt übereinstimmen. Wenn Sie mir bis hierhin folgen konnten, antizipieren Sie sicher, was passiert (ansonsten schauen Sie sich mal unten die Grafik mit dem hypothetischen Beispiel an): In meiner Stadt lebende Vertreter der Minder(bemittelt)heit, die DIN 5008 nicht kennt, habe ich regelmäßig an der Strippe. Eigentlich wollen sie jemanden in der erwähnten Hauptstadt anrufen. Das scheitert am Unwissen darüber, dass sie die 49 weg lassen, bzw. mit einer 0 ersetzen müssen.

Es werden immer mehr! Denn auf modernen Telefonapparillos werden die Rufnummern gerne standardmäßig nach DIN angezeigt. Außerdem umgibt man sich scheinbar in der Hauptstadt gerne mit dem Flair des Internationalen und stellt auf Drucksachen, Webseiten und KFZ-Beklebungen stolz die 49, statt der drögen 0 voran. Wohl selbst ein Metzger, dessen Kundenkreis wohl eigentlich kaum weiter als 5 km reicht. Aber es könnte ja einen Brasilianer nach einem Landeshauptstadtschnitzel verlangen. Und die rufen dann bei mir an – einem Vegetarier!

Vom Geist der Aufklärung durchdrungen, möchte ich diese verirrten Menschen in ihrem Leben voranbringen. Zumindest, indem ich Sie mit DIN 5008 bekannt mache. Leider erweisen sich diese Menschen als erstaunlich erklärungsresistent. Die Mehrzahl ruft mich keine Minute nach meinen mit “ah ja”, “ach so” und dreist gelogenem “ich verstehe” kommentierten Erklärungen gleich nochmal zurück. Oder halten mich für den allmächtigen Nummernsager: “Ok. Dann also 49221 … und dann weiter?” Hätte ich noch ein Telefon mit klassischem Knochenhörer, hätte ich ihn sicher schon abgenagt.

Vermutlich gibt es in ganz Deutschland einige mit einer 49-Nummer Geplagte wie mich. Lasst uns zusammen streiten! Und wenn sich mein Verdacht erhärtet, dass eure Nummern, wie auch meine, die Quersumme 23 haben, können wir vielleicht die ganz große Verschwörung aufdecken!!! Eine erste politische Forderung kann sein, eine Frage nach DIN 5008 in den ohnehin notwendigen Deutschen-Test für alle Inländer aufzunehmen oder zumindest eine Aufklärungskampagne zu starten:

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250 Schuss – Danke und nachladen

Dies ist der 250. Artikel seit dem Startschuss von munitionen.de zum 3. Januar 2008. Ein großes Danke an alle Muntionslieferant/innen und die kontinuierlich wachsende Leserschaft!

Als Soll haben wir uns einen Artikel pro Tag gesetzt und diesen Plan sogar um gut 27% übererfüllt (Wir sind sozusagen der Inbegriff des Westerwellschen “DDR ohne Mauer” – in gut!). Der Löwenanteil entfällt auf Musik, auf dem zweiten Platz rangieren “bissige und satirische Kommentare” (Kai Diekmann) zum Zeitgeschehen. Eine unlängst vernommene Lobhudelei lautete dann auch “Titanic mit Musik”.

Das kleine Jubiläum nehmen wir gerne zum Anlass, zu Feedback und Kritik aufzurufen. Dabei darf es natürlich neben Inhaltlichem auch um Funktionalitäten und Design gehen.

Wir sind gespannt und bedanken uns artig für die bislang entgegengebrachte Aufmerksamkeit.

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Bundeszentrale für Politische Bildung!

Absurd genug, dass eine “Didaktische Konzeption” zum Thema “Nationalbewußtsein und Fußball-EM 2008″ für den bundesweiten Schulunterricht auf den Lehrer-Markt geworfen werden muss.

“Mit aktualisierten Materialien zur Fußball-EM 2008 können Lehrerinnen und Lehrer auch in diesem Jahr die Frage der nationalen Identität und der Rolle des Fußballs in unserer Gesellschaft in den Unterricht einbringen.”

Da wird dann gerne auf “das Wunder von Bern 1954, den Sieg bei der WM im eigenen Land 1974 oder den Gewinn der Weltmeisterschaft in Rom 1990 nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten” hingewiesen.

Bundeszentrale, mal ganz im Ernst: Wenn du schon unbedingt “nationale Euphorie” in den Lehrplan kloppen willst, dann mach das doch bittte auf eine Art, dass nicht schon Viertklässler lachen müssen. Das WM-Finale 1990 war nämlich wann? Genau, am 8. Juli. Und “die Vereinigung der beiden deutschen Staaten” war wann? Eben, exakt 87 Tage später.

Ach und übrigens, gerade als Bollwerk der “Politischen Bildung” solltest du nicht ganz so schwammig bzw. falsch mit Begrifflichkeiten umgehen: Eine “Vereinigung der beiden deutschen Staaten” gab es nicht. Völkerrechtlich wurden nicht die beiden deutschen Staaten vereint, sondern das “Deutsche Volk” und die “Territorien” als Teil “Gesamtdeutschlands”. Staatsrechtlich wird vom „Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik“ gesprochen. Das hättest du aber auch über einen Praktikanten bei Wikipedia rauskriegen können. Nicht, dass am Ende deine informierten Lehrer den Kindern dummes Zeug erzählen…

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The BPA – Toe Jam

Norman Cook aka Fatboy Slim hat ja schon jeher ein Händchen für ausgefallene Musikvideos bewiesen. Auf seinem Label Southern Fried Records veröffentlicht er nun einen klugen Clip von The BPA (The Brighton Port Authority), zu dessen viraler Verbreitung wir in Post-MTV-Zeiten gerne beitragen.

Die BPA ist eine angebliche Brightoner Supergroup aus den 70ern, deren lange verschollene Aufnahmen nun gefunden wurden. Die Story stört es nicht, dass auf den Tracks durchaus jüngere Künstler zu finden sind, wie z.B. die ungewöhnliche Paarung von David Byrne und Dizzee Rascal in “Toe Jam” belegt, dessen Video sich geschickt in die Fake-Kampagne eingliedert:

Gut ein Dutzend scheinbar den 70ern entsprungene nackte Damen und Herren vollführen Gymnastik. Der Clou ist die Abstimmung der Choreographie auf die sie partiell verdeckenden schwarzen Zensurbalken. Die Aufmerksamkeit auf diese zu konzentrieren, ist gar nicht so leicht. Nicht nur der ansehnlichen Körper, sondern auch der Konditionierung wegen, um die Zensurbalken herum zu sehen. Man könnte hinein deuten, dass der Clip anregt, nicht über Zensur hinweg zu sehen, da sie in ihrer Gesamtheit ebenfalls ein Bild liefert.

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Coldplay – Viva La Vida Or Death And All His Friends

Soldaten, Priester, Bibel, Himmel, Hölle. Coldplay entziehen sich dem Alltäglichen, um mit Brian Eno den Status des Epischen und Perfekten zu erreichen. Inhaltliche Auffüllung des gewohnten Falsetto-Pathos zu einem Pop-Album, das die aristotelische Mitte auf Biegen und Brechen auf die oft bemühte Spitze treibt. Jede Note sitzt, jede Gitarren-Hybris bestätigt nur mehr die Norm und am Ende könnten alle von einem schmeichlerischen und großen Album sprechen. Wenn, ja wenn die Vorhersehbarkeit von Note zu Note nicht so ermüdend konservativ wäre. Jedes Stück für sich genommen vier bis sechs Minuten unterhaltsamer Qualitäts-Pop; zusammengefügt ein Konzept des brutal herausgeputzten Status Quo. So angenehm und ärgerlich wie U2 in ihren Hochzeiten, strahlend schön wie ein Diamant, dessen Licht sich nirgendwo bricht. Soldaten, Priestern, Bibel, Himmel und Hölle zum Trotz. Schlagwörter haben den härtesten Punch und keiner zelebriert die Kunst des So-Singens-Als-Ob kunstfertiger als Chris Martin und seine Spießgesellen. Hören sie hin, wir tun so, als gebe es was zu verstehen.

“Viva La Vida…” ist am 13. Juni via Parlophone/EMI erschienen.

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The Bug – London Zoo

Kevin Martin alias The Bug ist vom Bass besessen. Sein musikalisches Schaffen bewegt sich in Grenzregionen von Dub, Dancehall, Grime und Dubstep. In keinem Genre macht er es sich mittels der Reproduktion von Konventionen bequem, sondern geriert sich als unbequem zwickender Käfer, der stets durch seine Herangehensweise musikalische Gewissheiten in Frage stellt.

Auf WordSound, Rephlex, Tigerbeat6, Hyperdub, Soul Jazz u.a. renommierte Labels hat er veröffentlicht, sein neuestes Werk erscheint nun auf Ninja Tune. Nachdem er bereits mit Bill Laswell, John Zorn, DJ Vadim, Anti-Pop Consortium u.a. gearbeitet hat treiben sich im Londoner Zoo vornehmend Vocalisten herum, u.a. Warrior Queen, Flowdan, Ricky Ranking und Spaceape, die allesamt eine hervorragende Arbeit abliefern.

Von den noisigen Produktionen vergangener Tage hat sich The Bug verabschiedet, was chillige Dubtracks wie “You & Me”, “Freak Freak” und “Judgement” unterstreichen, gefällige Kost wird er aber wohl nie liefern. Die Dubstep-Fraktion wird mit “Fuckaz” und “Warning” vor den Kopf gestossen, die schlecht ausgeleuchteten Ecken der Dancehall nehmen “Angry” und “Insane” ins Visier, bei denen der Booty des Rezensenten sofort unruhig auf dem Stuhl herumrutscht und ihm vom unwillkürlichen Kopfnicken die Zeilen vor den Augen verschwimmen.

The Bug klingt häufig grimmig und hoffnungsverloren, dabei aber nicht melancholisch, sondern kämpferisch. Einen ersten Eindruck über das Schaffen des Sonic Warrior liefert die sperrige Vorabauskopplung “Poison Dart”:

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Verstärker #350 – Jubiläumsausgabe!

Liebe(r) geschmackssichere(r) Musikfreund(in), Verstärker, das antinationale Sexpopmagazin bei Querfunk, dem Freien Radio Karlsruhe, feiert heute seine 350. Ausgabe! Der Schlafmasken-Fan und munitionen-Autor Dirk Böhme erfüllt Musikwünsche seines reputationsreichen Publikums und Freundeskreises. Einschalten! Heute von 14 bis 16 Uhr auf Querfunk!

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