The Bug - London Zoo
23. Juni 2008
Kevin Martin alias The Bug ist vom Bass besessen. Sein musikalisches Schaffen bewegt sich in Grenzregionen von Dub, Dancehall, Grime und Dubstep. In keinem Genre macht er es sich mittels der Reproduktion von Konventionen bequem, sondern geriert sich als unbequem zwickender Käfer, der stets durch seine Herangehensweise musikalische Gewissheiten in Frage stellt.
Auf WordSound, Rephlex, Tigerbeat6, Hyperdub, Soul Jazz u.a. renommierte Labels hat er veröffentlicht, sein neuestes Werk erscheint nun auf Ninja Tune. Nachdem er bereits mit Bill Laswell, John Zorn, DJ Vadim, Anti-Pop Consortium u.a. gearbeitet hat treiben sich im Londoner Zoo vornehmend Vocalisten herum, u.a. Warrior Queen, Flowdan, Ricky Ranking und Spaceape, die allesamt eine hervorragende Arbeit abliefern.
Von den noisigen Produktionen vergangener Tage hat sich The Bug verabschiedet, was chillige Dubtracks wie “You & Me”, “Freak Freak” und “Judgement” unterstreichen, gefällige Kost wird er aber wohl nie liefern. Die Dubstep-Fraktion wird mit “Fuckaz” und “Warning” vor den Kopf gestossen, die schlecht ausgeleuchteten Ecken der Dancehall nehmen “Angry” und “Insane” ins Visier, bei denen der Booty des Rezensenten sofort unruhig auf dem Stuhl herumrutscht und ihm vom unwillkürlichen Kopfnicken die Zeilen vor den Augen verschwimmen.
The Bug klingt häufig grimmig und hoffnungsverloren, dabei aber nicht melancholisch, sondern kämpferisch. Einen ersten Eindruck über das Schaffen des Sonic Warrior liefert die sperrige Vorabauskopplung “Poison Dart”:
Alben, Musik




















23. Juni 2008 um 18:34 Uhr
ElvisHaha sagt,
Man muss wahrscheinlich ein Faible für diese Art von Musik haben, aber ich fand dieses Album ganz ganz ganz schlimm.
23. Juni 2008 um 23:03 Uhr
Marcus sagt,
Wahrscheinlich muss man das für jede Art von Musik, meinst du nicht?