Rex The Dog – The Rex The Dog Show

23050272Der Mythen-umrankte Engländer Jake Williams veröffentlicht unter seinem prominentesten Alias Rex The Dog nun doch noch das länger annoncierte Album. Eigentlich ist “The Rex The Dog Show” eher nur so eine Art Album, kompiliert es doch die zum Teil Jahre alten Maxis und Remixe auf dem modernsten aller Tonträgerformate, der CD.

Mit dabei sind u. a. die Stücke der legendären, damals auf Kompakt erschienenen “Maximise”- und “Frequency”-EPs, der letztjährige Kitsuné-Clou “Circulate” sowie die Bearbeitungen von The Knifes “Heartbeat” und The Sounds “Tony The Beat”. Ergänzt wird dieses “Best of”, für das Williams eigens ein Plattenlabel mit einem sehr seltsamen Namen gegründet hat, durch einige neue Stücke. Sogar die niedliche Angewohnheit, lieber Cartoons zu zeichnen, statt Interviews zu geben, scheint er aufgegeben zu haben. Die Tatsache, dass er sein Album mit altbekanntem Material auffüllt, kann man ihm nicht übel nehmen, denn das gab es bis dahin nun mal größtenteils nur auf Vinyl.

Selten wurden Pop und Techno in den letzten Jahren so schlüssig und konsequent zusammengedacht wie bei Rex The Dog. Alleine, dass er seine Tracks auf so unterschiedlichen Labels wie Kitsuné, Kompakt oder Get Physical unterbringen konnte, spricht Bände. Der Engländer vereint frühen Warp-Rave à la LFO mit verschiedenen Spielarten von House (Italo-, French-, manchmal sogar Acid-) und untermalt das Ganze mit hymnischen, fast Pet-Shop-Boys-artigen Melodien. Damit tritt er nicht nur Acts wie Booka Shade, die zuletzt genau das auch gerne gemacht hätten, letztlich aber irgendwie an ihrem Popverständnis gescheitert sind, in den Arsch, sondern auch allen New Ravern, die glauben, Bratzbass, Frisur und Leuchtstab alleine reichten aus, um die Tanzfläche zum Brodeln zu bringen. Wer die genannten EPs noch nicht kennt, aber daran interessiert ist, wie Daft Punk heute klängen, wenn sie noch gute Platten machen würden, für den ist “The Rex The Dog Show” fast schon zwingend. Das hier ist Großraumdisco in toll.

Mit freundlicher Genehmigung von intro.de

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