Mando Diao - Give Me Fire
6. März 2009
Ein neues Album von Mando Diao. Immer auch eine Zerreißprobe zwischen irrsinnigem Spektakel und totaler Egalheit. Wobei die Grenzen bei all dem längst verwischt sind: Denn so belanglos eine neue Platte sogar einigen derer erscheint, die sich aber bereits jetzt schon auf das Konzerterlebnis der Schweden dieses Frühjahr freuen, so interessiert ist auch der eine oder andere Mando-Diao-Verächter am nächsten Indie-Tanzflächenhit der durchgefeierten Arrogantis. Das ist eben Blockbuster-TV, der nächste Teil von “Fluch der Karibik” kommt bestimmt. Nur bei Mando Diao ist er halt schon da. Diesmal im Detail etwas weniger Sixties-Beat und dafür mehr Siebziger-Schweden-Soul, mehr Groove und Bläser - weniger Garage. Aber fuck, was braucht ein Blockbuster denn Details? Wichtig ist für ihn eher, dass er nicht zu mechanisch und routiniert rüberkommt. Dann ist nämlich schnell mal emotional “Pearl Harbour” und nicht mehr “Titanic” angesagt. “Give Me Fire” nimmt diese Hürde nur mittelgut. Kunststück, schließlich ist Skandinavien High-End-Checker-Rock nicht gerade dafür bekannt, auch nur einen Funken kühle Perfektion auszulassen. Und an den meisten Stellen hört man das dann auch. Perfekter Blockbuster mit ästhetischer Nuancenverschiebung. Und wenn man in einem Jahr gefragt wird, ob man in dem Film drin war oder doch nur die Ausschnitte gesehen hat, kann man sich kaum noch erinnern.
“Give Me Fire” ist bereits bei Vertigo/Universal erschienen.
Mit freundlicher Genehmigung von Intro.
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