Manic Street Preachers – Journal For Plague Lovers
11. Mai 2009
Seit 1995 ist Richey Edwards verschwunden, vor kurzem wurde er offiziell für tot erklärt. Ironie der Geschichte, dass der große kommerzielle Durchbruch („Everything Must Go“) der Waliser erst nach dem Verlust ihres bis dahin uneingeschränkt charismatischsten Bandmitglieds folgte. Auf „Journal For Plague Lovers“ verwenden die drei restlichen Manics ausschließlich Texte von Richey und treten eine Zeitreise in eigener Sache an. Zurück zu den rauen, rohen und ungeschliffenen Tagen ihres Debüts „Generation Terrorists“ und des besten Albums „The Holy Bible“. Produziert vom großen Steve Albini lassen James Dean Bradfield, Nicky Wire und Sean Moore den urwüchsigen Glamrock-Rotz der Anfangszeit wieder aufleben, ohne die umwerfenden Pathos-Gesten zu vergessen. Dafür wurden sie Anfang der 90er heiß und innig geliebt, bevor es in die großen Stadien ging. Ob Anhänger des letzten „Send Away The Tigers“-Albums dies goutieren, mag man getrost bezweifeln. Fans der ersten Stunde werden jedoch mit erhobener Faust und verwischtem Kajal vor der Anlage in den glorreichen, vergangenen und jetzt zurückgekehrten Zeiten schwelgen.
“Journal For Plague Lovers” erscheint am 15. Mai bei Sony.
Alben,Musik
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