Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Mai, 2009.

Dinosaur Jr. – I Want You To Know

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Nur die Fakten:

Dinosaur Jr.

Neues Album “Farm”

Release: 23.06.

Erster Track daraus: “I Want You To Know”

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Manic Street Preachers – Journal For Plague Lovers

manics_journalSeit 1995 ist Richey Edwards verschwunden, vor kurzem wurde er offiziell für tot erklärt. Ironie der Geschichte, dass der große kommerzielle Durchbruch („Everything Must Go“) der Waliser erst nach dem Verlust ihres bis dahin uneingeschränkt charismatischsten Bandmitglieds folgte. Auf „Journal For Plague Lovers“ verwenden die drei restlichen Manics ausschließlich Texte von Richey und treten eine Zeitreise in eigener Sache an. Zurück zu den rauen, rohen und ungeschliffenen Tagen ihres Debüts „Generation Terrorists“ und des besten Albums „The Holy Bible“. Produziert vom großen Steve Albini lassen James Dean Bradfield, Nicky Wire und Sean Moore den urwüchsigen Glamrock-Rotz der Anfangszeit wieder aufleben, ohne die umwerfenden Pathos-Gesten zu vergessen. Dafür wurden sie Anfang der 90er heiß und innig geliebt, bevor es in die großen Stadien ging. Ob Anhänger des letzten „Send Away The Tigers“-Albums dies goutieren, mag man getrost bezweifeln. Fans der ersten Stunde werden jedoch mit erhobener Faust und verwischtem Kajal vor der Anlage in den glorreichen, vergangenen und jetzt zurückgekehrten Zeiten schwelgen.

“Journal For Plague Lovers” erscheint am 15. Mai bei Sony.

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Verstärker #376

verstaerker_ratpack.jpg#376 verbeugt sich vor dem – jawohl – genialen Burial und seiner neuen Single mit Four Tet. “Moth” / “Wolf Cub”. Ein Knaller. Dahinter runterfallen allerdings weder Sonic Youth noch die Lemonheads, The Gossip, The Field oder Âme. Mike Skinner macht sowieso nie was falsch, und Bill Callahan, Au Revoir Simone und Daliah Lavi sorgen für Candlelightdinner-Atmo. Horch, Färz! Heute von 14 bis 16 Uhr auf Querfunk!

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Der Tante Renate – Splitter

23054070Instro-Rave, der nicht mit der Pophochkultur flirtet und nicht mal im schicken Club beflissen die Tanzfläche bedient – sondern der unten im Mob sein will. Gewagtes Unterfangen. Ohne Parole keine Party – so sieht es doch bei der Rocker-Mayday aus. Der Tante ist allerdings so gut dabei, dass er tatsächlich anders darf. Selbst wenn zuletzt die Verbindung seiner Beats und Synthie-Melodien mit Stimme und Texten von Clickclickdecker als Bratze ihm den bisher größten Erfolg bescherten. Mit “Splitter” beharrt er dennoch darauf, dass es auch allein geht. Die Stücke wirken dabei weniger flächig, weniger episch als je zuvor. Der Hamburger Bolzenschneider schüttelt nämlich Spannungsbögen aus dem Ärmel, die jedem Dreidreißig-Popsong im Radio gut zu Gesicht stünden. Ein Highlight ist sicher der Remix von den in Deutschland leider immer noch völlig unbekannten Bondage Fairies zum Thema “He-Man”, dessen Schwert und natürlich der ewig besetzten Hütte Castle Grayskull.

“Splitter” ist bereits bei Audiolith erschienen.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

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June Miller – Connex Sessions Volume 3

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June Miller hatte ich ja schon im Februar vorgestellt. Mit der Connex Session für ihre Eventreihe in Utrecht legen sie wieder einen außergewönlich deepen und experimentellen DJ-Mix vor, der zeigt, dass im Drum&Bass noch einiges geht und wie sich schöne Brücken zum Dubstep schlagen lassen.

Download | mirror

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Fischerspooner – Entertainment

23054214Konturlos, nichtssagend, uninteressant – so präsentiert sich überraschend das mit “Entertainment” betitelte neue Album der karnevalistischen Avantgardisten Fischerspooner. Sorry, das Ganze flutscht überhaupt nicht. Also gar nicht, null. Das ist wahrscheinlich die langweiligste Platte, die ich seit Langem gehört habe. Und das will was heißen. Das Debüt “#1″ der New Yorker mit der darauf enthaltenden Single “Emerge” war ja wirklich bahnbrechend. Glamrock mit den Mitteln elektronischer Tanzmusik. Maskerade, Kasperei, Cyborgs, Flashlight-Gewitter, Donner und Glitzer. Auf dem Nachfolger “Odyssey” gab es zumindest noch eine Kollaboration mit Susan Sontag zu bestaunen. Camp traf Camp. Von der Idee her genial. Und nun das. Tanzmusik ohne Drive. Nicht mal interessanter Krach. Avantgarde? Ein paar blöde Trompeten. Kein Pomp, kein Camp. Ein Stück klingt gar nach U2, der Musik gewordenen Zumutung aus der EU-Ratspräsidentschaft. Einzig das technoide “Supply And Demand” hat einen halb funktionierenden Beat, auf dem man aufbauen könnte. Verstehe ich nicht. Ich bin wirklich baff, muss mich jetzt erst mal setzen, ein Glas Wasser trinken.

“Entertainment” erscheint heute.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

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Prefuse 73 – Preparations Kids Choir

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Seit 20. April ist das neue Album von Guillermo Scott Herren draußen; “Everything She Touched Turned Ampexian” ist mir bei aller Liebe dann doch bei weitem nicht so nah rangegangen wie z.B. “One World Extinguisher” oder das “Vocal Studies & Uprock Narratives”-Album. Knapp 30 Tracks, kaum welche länger als 90 Sekunden und bevor es anfängt, ist es meist schon wieder vorbei. Naja. Aber nicht lange grämen: Eine EP soll zeitnah folgen und ein neues Savath&Savals-Album steht auch schon in den Startlöchern.

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Bondage Fairies – Cheap Italian Wine

23054259Jemand hat das großartige schwedische Electro-Duo Bondage Fairies für Deutschland entdeckt und gesignt! Diejenigen sofort an die Wand stellen und ablecken. Besaß doch das Debüt “What You Didn’t Know When You Hired Me” mindestens vier, fünf wirklich kapitale angeberische Hits, die in der Cliquen-eigenen Besoffski-Jukebox bis heute wieder und wieder gedrückt werden. “Cheap Italian Wine” folgt nun drei Jahre drauf. Ist allerdings nicht ganz so outstanding – ein Umstand, der vor allem der Übergröße des Debüts geschuldet sein dürfte. Daher macht auch das aktuelle Ding noch Spaß. Plickerige SID-Sound-Melodien, die auf oder neben drückenden und fetten Billo-Keyboard-Rhythmen liegen. Wirkt dadurch wie eine Mischung aus Baxendale und MGMT – auf vielen Stücken auch noch ergänzt um so Pogo-affinen Synthierock, wie er bei The Sounds immer läuft. Genug Verweise? Nee, zwei müssen noch: Eins der Sprach-Samples stammt aus dem C64er-Game “Impossible Mission”. Und auf der neuen Tante Renate ist ein Remix eines Songs der beiden drauf. Live sicher das bierdosenspritzige Club-Inferno. Muss man mitmachen.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

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Maximo Park – Quicken The Heart

61zklw89evl_sl500_aa240_Was sich schon beim Vorgänger „Our Earthly Pleasures“ andeutete, ist nun bei „Quicken The Heart“ Gewissheit geworden: Die Party ist vorbei. Der alles mitreißende Schwung des Debüts „A Certain Trigger“ und solch’ überwältigender Hymnen wie „The Coast Is Always Changing“ war leider nur die Hybris eines Sommers. Ein unwiederholbarer Moment. So sehr sich die Herren aus Newscastle auch bemühen, es wird nie wieder 2005 werden und so droht der schleichende Bühnen-Tod, wenn die Playmobil-Frisuren im Auditorium doch nur nach den Hits aus vergangener Zeit schreien. Doch en detail: „Wraithlike“ ist ein hilfloses Malen nach Zahlen, „The Penultimate Clinch“ versöhnt zumindest durch den Joy Division-Einstieg. „The Kids Are Sick Again“ beginnt stark und verliert sich dann im Niemandsland des MP-Universums, wo auch das nachfolgende „A Cloud Of Mystery“ sein Zelt aufgeschlagen hat. „Calm“ ist hübsch, ebenso wie „In Another World“, allerdings nur ca. 50 Sekunden lang. Dann wird’s leider wieder ähnlich vorhersehbar wie „Let’s Get Clinical“. Und so weiter und so fort. Hier und da eine gute Idee für ein paar schöne Momente, aber dann wird wieder die alles zukleisternde, künstliche Euphorie-Maschine angeworfen. Für eine starke EP hätte es gereicht, aber auf Albumlänge ist das (leider) schlichtweg zu dünn.

“Quicken The Heart” erscheint am 8. Mai via Warp.

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Pipscast #1 – Ramadanman

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Ramadanman. He takes us on a journey through the finest in future beats…from funky teched-out house to the deepest dubstep, immerse yourself in this exciting producers vision of sound….

Geiles Stück Musik – Hier zu finden.

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