Moby - Wait For Me

cd_mobyDer kleine, langweilige New Yorker hat es einem mit seinem bisherigen Schaffen schwer gemacht, ihn nicht als „Andrew Llloyd Webber der elektronischen Musik“ wahrzunehmen. Mit „Wait For Me“ sollte jetzt alles anders werden, gar ein „Punk- und DIY-Ethos“ das Werk durchziehen. Zu hören ist davon leider nichts. Wieder ranzt einen überkandidelter Pathos von der Seite an und säuseln bedeutungsschwangere Frauenstimmen, teilweise ganze Heerscharen dieser extra für Moby gezüchteten Sangeskünstlerinnen, zu kitschigen Soundflächen. Das Problem: Selbst wenn bei einem Tracks wie „Walk With Me“ die Simulation von Traurigkeit und Sehnsucht perfektioniert wird, man nimmt es Moby einfach nicht ab. Es bleiben doch immer nur die aufgeblasenen Soundtracks des verkitschten Moments, in denen dann auch starke Stücke wie „Mistake“ und „Shot In The Back Of The Head“ gnadenlos zugepampt werden von der meterdicken Zuckerglasur um sie herum, die leider auch „Wait For Me“ in guter alter Moby-Manier umhüllt. DIY hin, Punk her – „Wait For Me“ ist geradezu grotesk unbeholfen in seinem überbordenden Anspruch, etwas Großes zu schaffen.

“Wait For Me” erscheint am 26. Juni bei Ministry Of Sound/Edel.

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1 Kommentar bisher

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  1. 21. Juni 2009 um 11:41 Uhr

    Oli sagt,

    Ich finde solche Reviews nur jämmerlich. Wer sich nicht einmal die Mühe macht richtig hin zu hören und sich in die Musik einzufühlen, der soll es einfach auch lassen Kommentare für eben solche Musik abzugeben.
    Die Antipathie Moby gegenüber ist schon bei den ersten Buchstaben offensichtlich. Der Beginn mit “der kleine, langweilige New Yorker…” zeugt davon wie voreingenommen die Sicht des Verfassers ist.
    Seien wir ehrlich kann ein so aufgeblasen negative Review überhaupt ernst genommen werden? Ich denke in den weiten des Internet gibt es andere Wege seinen Frust loszuwerden. Und wer spricht den vom Anspruch etwas grosses zu schaffen? Dieses Album ist ein wahrer Ausdruck kreativen schaffens ohne kommerziellen Leistungs- und Profitdruck.

    Das Album ist sehr ruhig und melodiös mit vielen mobylike Streichern. Sicherlich ist dieses Album gegenüber den vorhergehenden sehr anders und wer zu sehr an den Erwartungen der letzten Alben klebt, wird womöglich enttäuscht.

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