Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Juni, 2009.

Talking Shopcast 04: Efdemin

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Tracklist:
01. Ferdinand Kriwet, “Voice of America” [Edition RZ]
02. Thriller, “Hubble” [Thriller]
03. Loco Dice, “Black Truffles In The Snow” (Mike Huckaby’s The Jazzed Out S Y N T H remix) [Desolat]
04. Vera, “Hooked Up With Da Drums” [Moon Harbour Recordings]
05. The Godson, “Magic Water” (Saint Jean remix) [Still Music]
06. Dplay, “Tschaka” [Running Back]
07. Rennie Foster, “Little Dandelion” [Futago Traxx]
08. Josh Brent, “A Question of Timing” [Schatrax]
09. Boris Horel, “Close To Me [Eklo]
10. Studio 1, “Gelb 2″ [Studio 1]
11. Protectorate Collective, “Nm” [Protectorate Collective]
12. Norm Talley, “The Journey” [Nouveau Riche Entertainment]
13. Protectorate Collective, “Be” [Protectorate Collective]
14. STL, “Silent State” [Smallville Records]
15. Sian, “Red Cloud” (Minilogue remix) [Aus Music]
16. Eliot Orphan, “Twelve” [Ballad Inc.]

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Hochachtung, Dieter Gorny!

Da zerbrezelt es die von Jahr zu Jahr schlechter werdende Musikmesse “Popkomm” endgültig und wer ist Ihrer Meinung nach an der Absage der ursprünglich vom 16. bis 18. September geplanten Veranstaltung ausschließlich Schuld?

„Viele Unternehmen können es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten, an der Popkomm teilzunehmen“

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Aber keine Angst: Ursula, die Sozen und das BKA werden schon dafür sorgen, dass Ihr VIVA-gestähltes Musikerherz bald wieder höher schlagen wird. Und dann auch wieder ein Melting Pot der musikalischen Irrelevanz namens Popkomm stattfindet.

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Sounds like Don Martin

donmartin-soundsSeine Cartoons waren für mich immer das Highlight des MAD-Magazins. Der unumstrittene Meister der Onomatopoetika konnte wie kein anderer Geräusche auf´s Papier bannen, um Komik zu erzeugen.  Eine Sammlung seiner lautmalerischen Schöpfungen findet sich im Don Martin Dictionary.  Wer´s weniger trocken mag: “Sounds like Don Martin” auf Flickr ansehen und die Geräuschworte aussprechen – Spaßgarantie!

Wem die gebundene Werkausgabe für läppische 100€ bei Amazon zu teuer ist, der findet bei Ebay auch immer mal TBs für nen Euro.

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Green Day – 21st Century Breakdown

green-day-21st-century-breakdown-coverDer Überraschungsmoment, wie es ihn noch bei „American Idiot“ (2004) gab, ist flöten: Green Day schreiben keine aus dem Bauch herauskommenden 1-2-3-Melodic Punkrock-Songs mehr, stattdessen ist „21st Century Breakdown“ ein knapp 70-minütiges Gesamtkunstwerk, das die Geschichte der Protagonisten Gloria und Christian am Rande der Gesellschaft in einer heruntergekommenen Industriestadt erzählt; eine Punkrockoper in drei Akten: „Heroes And Cons“, „Charlatans And Saints“ und „Horseshoes And Handgrenades“; Billie Joe Armstrongs, Mike Dirnts und Tré Cools erneute Sicht der Dinge zur Ära Bush und dem ganzen damit verbundenen Rattenschwanz. Ambitioniert, wenngleich man nicht darum herumkommt zu erwähnen, dass Green Day sich auf „21st Century Breakdown“ gelegentlich auch selbst am meisten im Weg stehen. Denn so sehr die Entwicklung des Trios aus Berkley hin zu richtig guten Songwritern mit Hang zu ausufernden Kompositionen auch erfreut, kommt das Album – im Gegensatz zu „American Idiot“ – doch nie so richtig in Gang und ersäuft regelrecht in seiner Genrevielfalt aus Punk, Rock, Glam, Pop und Prog. Bands wie die All-Star-Punks Black President oder die britischen Gallows wirken mit ihrer geradlinigen Wut auf Politik und Gesellschaft einfach authentischer und lassen Green Day eher wie Broadway-Systemkritiker erscheinen.

“21st Century Breakdown” ist bereits bei Reprise/Warner erschienen.

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Nouvelle Vague – 3

51qptf5g5xl_sl500_aa240_Die Zahl der Wave- und Punkklassiker, die es noch durch den Wolf zu drehen gilt, schein unermesslich. Kein Wunder, dass Marc Collin und Olivier Libaux erneut die Maschine in Gang gesetzt haben, um ein gutes Dutzend Songs mit hohem Wiedererkennungswert neu zu bearbeiten. Und doch ist bei Nouvelle Vagues aktuellem Streich etwas anders als zuvor: Mit Martin Gore (Depeche Mode), Ian McCulloch (Echo & The Bunnymen) und Terry Hall (The Specials) sind gleich drei Künstler als Gast-Sänger dabei, deren Werken sich die beiden lauschigen Franzosen angenommen haben. Natürlich dürfen sich auch wieder zahlreiche weibliche Stimmen brünftig, lasziv und schmeichelnd um Songs wie „God Save The Queen“, „Master And Servant“ oder „So Lonely“ winden. Weniger Bossa Nova kommt dabei zum Tragen, dafür etwas mehr Jazz und Country. So ist der Nachgeschmack, dass sich hier zwei ganz Clevere mit gierigen Händen an den Schätzen der Musikgeschichte vergreifen, etwas weniger bitter und es überwiegt die Freude über ein fluffiges Jukebox-Album.

“3″ erscheint am 3. Juli bei PIAS/Rough Trade.

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Resident Advisor #158: Levon Vincent

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There’s something happening in New York at the moment. The funny thing? Only a few of the people involved actually live there. Black Jazz Consortium, DJ Qu, Anthony Parasole, Jus-Ed and Levon Vincent all form a loose scene of DJs and producers gathered around Ed’s Underground Quality imprint—and they’re busy engineering a electronic music renaissance in the city. While Black Jazz, Qu and Parasole live in the city, though, Ed makes his home in Connecticut, and Vincent currently resides in Indiana.

The group all became friends through connections to the city’s Halycon record store in the early ’00s when it was located at Smith Street, but we’ll let Vincent tell that story below. What you need to know now: Ever since his move to the Midwest six months ago, Vincent has been on fire production-wise, receiving praise from DJs such as Marcel Dettmann, DJ Deep and Martin Landsky for his releases on his own Novel Sound imprint and his and Parasole’s Deconstruct Music. The duo will be taking their show on the road this upcoming weekend for a date—their first—at Berlin’s Berghain. This week’s RA podcast is a sampler of what you can expect from Vincent’s set.


Tracklist:

Levon Vincent – Games Dub – Underground Quality
Steve Tang – Lowjack – Emphasis
Levon Vincent – Six Figures – Novel Sound
Housemaster Baldwin Feat. Paris Grey – Don’t Lead Me (Medusa Mix) – Future Sound
M Pittman – Chicago Nights – Unirhythm
Bruce Ivery – B1 – Stilove4music
JC Freaks – Source – Wandering
Marcel Dettmann – Let’s Do It – MDR
DJ QU – Party People Clap They Hands (Levon Vincent RMX) – Deconstruct
House of Gypsies – Sume Sigh – Freeze
Levon Vincent – WKO – Unreleased
DJ Pierre – ??? – Power Music
Round One feat. Andy Caine – I’m Your Brother (Prescription mix) – Main Street
Jus-Ed – Don’t Stop The Da Dah Da! – Underground Quality

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Amon Tobin – Infamous OST

He did it again: Nachdem Amon Tobin nach Montreal, eine Hauptstadt der Spieleindustrie, übergesiedelt hatte, produzierte er 2004 den famosen Soundtrack zu “Splinter Cell: Chaos Theory”. Nach verschiedenen weiteren Soundtrack-Arbeiten im Filmbereich (z.B. Taxidermia) hat er nun wieder ein Videospiel vertont, “Infamous” für die PS3.

Zu haben ist der Soundtrack leider bislang nur via iTunes.  9 der 20 Tracks sind von Amon Tobin und diese nahen sich in seine letzten Werke, wie das Album “Foley Room” ein: Obskure Field Recordings werden mit elektronischen Texturen verwoben und mit orchestraler Klarheit produziert. Auffallend ist eine stärkere Perkussionlastigkeit.

In der obigen Doku kommt der Meister selbst leider nicht zu Wort, sie gibt aber einen Eindruck in die Produktionsweise, die in einem Interview hier noch weiter erläutert wird und Monsieur Tobin gibt hier ein kurzes Statement.

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Zu hören gibt es einige Tracks im Audioplayer auf der Homepage des Spiels. Woher der Player seine Musik bekommt, hat eure Internet savvy munitionen-Crew herausgesucht (nach dem Klick).

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Anti-Pop Consortium – Capricorn One

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Der Herbst wird golden: Das Anti-Pop Consortium wird der Welt nach 6 Jahren endlich wieder ein Album abstrakten HipHops zu Füßen legen. Fluorescent Black wird das gute Stück heissen und seine Heimat wird das Big Dada-Label.

Den Track “Capricorn One” gibt´s als MP3-Teaser zum Download, auf Myspace kann man noch den neuen Track “Ghostlawns” streamen.

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Moby – Wait For Me

cd_mobyDer kleine, langweilige New Yorker hat es einem mit seinem bisherigen Schaffen schwer gemacht, ihn nicht als „Andrew Llloyd Webber der elektronischen Musik“ wahrzunehmen. Mit „Wait For Me“ sollte jetzt alles anders werden, gar ein „Punk- und DIY-Ethos“ das Werk durchziehen. Zu hören ist davon leider nichts. Wieder ranzt einen überkandidelter Pathos von der Seite an und säuseln bedeutungsschwangere Frauenstimmen, teilweise ganze Heerscharen dieser extra für Moby gezüchteten Sangeskünstlerinnen, zu kitschigen Soundflächen. Das Problem: Selbst wenn bei einem Tracks wie „Walk With Me“ die Simulation von Traurigkeit und Sehnsucht perfektioniert wird, man nimmt es Moby einfach nicht ab. Es bleiben doch immer nur die aufgeblasenen Soundtracks des verkitschten Moments, in denen dann auch starke Stücke wie „Mistake“ und „Shot In The Back Of The Head“ gnadenlos zugepampt werden von der meterdicken Zuckerglasur um sie herum, die leider auch „Wait For Me“ in guter alter Moby-Manier umhüllt. DIY hin, Punk her – „Wait For Me“ ist geradezu grotesk unbeholfen in seinem überbordenden Anspruch, etwas Großes zu schaffen.

“Wait For Me” erscheint am 26. Juni bei Ministry Of Sound/Edel.

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Lindstrøm & Prins Thomas – II

23054766Hans-Peter Lindstrøm pflegt einen sehr kreativen Umgang mit dem Format “Album”. Sein letztjähriges Solodebüt setzte sich zusammen aus drei epischen Stücken, von denen alleine der Titeltrack eine Spieldauer von einer knappen halben Stunde erreichte. Der Nachfolger des 2005 in Zusammenarbeit mit Prins Thomas eingespielten Sensationsalbums “I” besteht nun aus 99 Soundeinheiten, aus denen sich aber acht zusammenhängende Tracks herausschälen. Funktionale Discostomper sucht man auch auf dem Nachfolger vergeblich. Lindstrøm & Prins Thomas haben ein Album zusammenimprovisiert, das wieder einmal keine Grenzen kennen bzw. ziehen mag zwischen totalem Kitsch und dem, was DJ XY – nennen wir ihn Wilhelm (er heißt natürlich nicht in echt Wilhelm, sondern Helmut) – unter gutem Geschmack versteht. Neben Afrobeat- und Krautrockeinflüssen stehen Schlagerversatzstücke und Gitarrensoli; verspulte Synthieeffekte und Funkiness spielen hingegen kaum eine Rolle. Der Stilmix scheint diesmal etwas zu wild geraten. Das Resultat klingt leider eher nach Jamsession auf Sedativen als nach einem würdigen Nachfolger zum so großartigen Debüt. Schade.

“II” ist bereits bei Eskimo Rec./Rough Trade erschienen.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

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