Julian Plenti Is Skyscraper

cd_julian_plentiInterpol-Sänger Paul Banks hat zuviel Zeit. Und zu viele Ideen, als dass er sie alle im Band-Korsett platzieren könnte. Also legt er sich den schönen Namen Julian Plenti zu und veröffentlicht Songs und Skizzen auf eigene Rechnung. Dass sich da Großes und Unerwartetes abseits des Interpol-Universums auftue, ist natürlich maßlos übertrieben. Dennoch setzt Banks/Plenti die schwarzen Segel und schippert dorthin, wo die Düster-Barkasse seiner Kollegen nicht allzu oft gesichtet wird: In Lo-Fi-Gefilde und ruhige See. Weniger martialisch, die übergeschnappten Gesten im Wandschrank lassend. Eine klassische Win-Win-Situation: Die Interpol-Fans bekommen genügend Stoff, der an das gewohnte Werk gemahnt („Fun That We Have“, „Only If You Run“), die bisher vom bedeutungsschwangeren Gefuhrwerke abgeschreckten erhalten feine Nummern ohne Gitarrenwände („Madrid Song“, „On The Esplanade“). Dabei stört keineswegs, dass die präsentierten Songs teilweise schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Das passt. Das berührt. Und die Texte hat man ja schon bei den Interpol-Alben zu Gunsten des Hörgenusses besser geflissentlich überhört. Es gibt nichts zu meckern, nur Schwüles und Vertracktes zu genießen.

“Julian Plenti Is Skyscraper” erscheint am 31. Juli bei Matador.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon

Einen Kommentar schreiben

Die Interwebs sind kein Ponyhof. Bitte höflich und beim Thema bleiben. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder weiterverwertet.

Hinweis für alle Trolle, die hier über einen anonymen Proxy unter falscher Mailadresse ihren Frust abladen wollen: Spart euch einfach die Arbeit.