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Afrob – Der Letzte seiner Art

bild-1Zehn Jahre nach „Rolle mit HipHop“ und vier Jahre nach dem letzten Album „Hammer“ ist Afrob zurück. Als Vater, als Ex-Knasti, mit ner Menge zu sagen. Mit starken Tracks wie „Spektakulär 2009“  oder „Schnelle Nummer“, überflüssigen Lückenfüllern wie „Allein“ oder „Mein Ding“ und Ärgerlichem wie „Was wollt ihr“ und „Gief Konjunkturpaket VI““. Da begeht das einstige Reimemonster den gleichen Fehler wie Samy Deluxe: Die Text-Kuh aufs dünne Eis zu schieben und sich zu wundern, wenn sie dort einbricht. Den ASD-Buddy nimmt er wortreich in Schutz und empfiehlt, sich doch lieber „über Israelis zu ärgern, die auf schlafende Familien Bomben werfen.“ Ein Sujet, das ihm am Herzen liegt, denn wenig später lässt er verlauten, „dass Israelis immer noch Babys in Gaza töten.“ Und so weiter und so fort. Da hilft auch nicht das Statement „Seine Meinung zu Politik und dem gegenwärtigen Geschehen in der Republik besteht nicht bloß aus realitätsferner Zeitungslektüre, sondern basiert auf eigenen Erfahrungen.“ Schau an. Die Auflösung in eigener Sache gibt’s dann im Track „Mein Kampf“ mit der entlarvenden „Jedem das Seine“-Rhetorik: „Jeder bekommt das, was er verdient. Daran glaube ich fest.“

“Der Letzte seiner Art” erscheint am 4. September bei G-Lette Music/Intergroove.

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A Tribute to Die Fantastischen Vier

41pjiu1nstl_sl500_aa240_Wer tut so etwas? Andreas „Bär“ Läsker, Manager der Fantastischen Vier, tut so etwas. Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Herren Smudo & Co. erscheint eine „Hommage“ an Fanta 4, die in ihrer Künstlerauswahl und Qualität der nachgespielten Songs eine neue Dimension des Schwachsinns einläutet, die man in dieser Art und Weise für nicht möglich gehalten hätte. Fools Garden, Pur, Peter Maffay, Thomas Anders, Sebastian Krumbiegel – Man möchte gar nicht so sehr auf den beteiligten Untoten herumhacken, denn diese tun ja nur das, was sie schon immer getan haben: einfältigen Rumpel-Pop mit verkitschtem Zuckerguss abliefern. Viel schlimmer sind die Interpretationen von Clueso, Juli, Revolverheld, Xavier Naidoo und Konsorten, selbst der „Hoffnungsträger“ Scooter, Fehlfarben und Extrabreit, die den Songs zielsicher und mit hundertprozentiger Treffsicherheit jegliche Relevanz entziehen. Ein schockierendes Dokument absoluter Irrelevanz, dem Mario Barth in der ihm so eigenen, unsympathischen Weise noch das Sahnehäubchen aufsetzt. 36 Songs, die einem mit ostentativer Grausamkeit Lebenszeit entziehen, dass einem die Luft wegbleibt. Wer nach 25 Jahren Musikhören glaubt, er habe schon ins Auge der Belanglosigkeit geblickt, wird hier eines Besseren belehrt. Unglaublich, wahrlich unglaublich.

“A Tribute to Die Fantastischen Vier” erscheint am 7. August bei Columbia/Sony.

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Jan Delay – Wir Kinder vom Bahnhof Soul

61rmhsuavfl_sl500_aa240_Ein neuer Jan, ein neuer Anfang? Diesmal nicht. Jan Delay fühlt sich mit seiner Band Disko No.1 offensichtlich zu wohl, um den Funk von „Mercedes Dance” wieder eintauschen zu wollen. Dabei ist „Wir Kinder vom Bahnhof Soul” nicht so sehr Wiederholung als Ausdifferenzierung des Vorgängers. Es geht tiefer in die Siebziger mit 1A-Blaxploitation-Sounds, und einem kompetent nachgeahmten 80er-Jahre-Falco/Cameo-Track, über den Delay aus lauter Lust am Anachronismus über DVDs singt. Delay ist mal wieder generell nicht einverstanden, allerdings weniger plakativ als zuletzt: gerade soviel, dass es eine gute Partyplatte nicht aus dem Takt bringt.

“Wir Kinder vom Bahnhof Soul” erscheint am 14. August bei Universal.

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Lynx & Kemo – Data Transmission Podcast

lynx-kemo

Lynx wurde als Bugwellenreiter des aktuellen Mini-Trends zu deeperem und minimalistischen Drum&Bass im vergangenen Jahr als next big Thing hochgejubelt und war mit seinem  Track “Disco Dodo” überall anzutreffen. Lynx pflegt die Zusammenarbeit mit dem Wahldeutschen MC Kemo, ihre gemeinsames Album “The Raw Truth”  blieb leider etwas hinter den eifelturmhohen Erwartungen zurück.

Einen großartigen, aktuellen Mix der beiden mit vielen noch zu veröffentlichenden Tracks  liefert der Data Transmission Podcast:

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Podcast

Tracklist:

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