Element of Crime – Immer da wo du bist bin ich nie

element-of-crimeMan hat das Gefühl, dass nach seinen drei Romanen über Frank Lehmann Sven Regeners Sprache auch bei den Elements ein bisschen prosaischer geworden ist. Da wird heute über Pfanni und Cloppenburg gesungen, wo früher der Himmel ihre Augenfarbe trug. Kleiner werden die Lieder dadurch kein Stück. Auch auf „Immer da wo du bist bin ich nie” singt Regener über gebrochene Akkorde Wiegenlieder für die Welt: eine sich selbst genügende, manchmal langweilige, traurige, aber schlussendlich ganz annehmbare. Mit dem ersten Songs „Kopf aus dem Fenster” gibt es allerdings erst einmal eine saftige Schelle: Mit heiserer, verdorbener Stimme blafft Regener den Hörer an, als befände man sich schon bei der Zugabe nach zwei Stunden Konzert; beim Titelsong, einem Blues mit Slidegitarre und Mundharmonika, vermutet man sich kurz beim Kollegen Nils Koppruch und seiner Band Fink. „Immer da wo du bist bin ich nie” riecht nach Zigaretten, schmeckt nach Bier, fühlt sich nach Ellbogen auf Küchentisch an. Und klingt wie Sven Regener. Na, Gott sei Dank.

“Immer da wo du bist bin ich nie”ist bereits bei Vertigo/Universal erschienen.

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