Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von November, 2009.

Green Wing

Mit Comedy-Serien, noch dazu solchen, die in einem Krankenhaus spielen, kann man mich normalerweise jagen. Nicht jedoch mit “Green Wing”, einer formidablen Serie von Channel 4. Die DVD-Box war innerhalb weniger Tage leer geschaut. Auch wenn man mich ansonsten eher als kauzigen Fußball- oder noch kauzigeren Musik-Fanatiker kennt, bitte nehmt diesen DVD-Tipp wohlwollend an. Es soll nicht zu eurem Schaden sein.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Film & Video Kommentar-Icon Keine Kommentare

Dreza – Live @ Sirály Budapest

l_aaa9a4bf3be7ac50b6bab3e16cb9ddc1

Ein kaltes Set des ungarischen DJs Dreza, aufgenommen am 24. Oktober während einer Live-Session im Budapester Sirály Club.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Downloads, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Saul Williams – List Of Demands

Aaaaarghhhh… 200 Sekunden purer Amok. Großartig.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musik, Musikvideo Kommentar-Icon Keine Kommentare

Friska Viljor – For New Beginnings

friska-viljorFür eine Band, die aus Herzschmerz gegründet wurde, sind Friska Viljor von jeher erstaunlich gut auf dem Damm. Der euphorische Krämerladenfolk aus Popsensibilität mit Folkloreschwung funktioniert auf dem dritten Album noch immer: Die mit der Begeisterungsfähigkeit von Vorschulkindern gesegneten beiden Schweden führen auf „For New Beginnings” vor, dass man, wenn sonst niemand da ist, auch ruhig einmal die Welt umarmen darf. (Inklusive einem besonderen Shout-out an Hamburg in dem Song „Wohlwill”.) Mit großen Augen wird in Trompeten geblasen und klimpernder Unfug angestellt, immer in Melodien gebettet, die allerdings so gar nicht Kindergarten sind: Ob die stets  kolportierte Legende stimmt, dass sie ihre Songs nur betrunken schreiben? Wenn dem so sein sollte: nicht nach-, aber bitte das Auto stehen lassen.

“For New Beginnings” ist bereits bei Haldern Pop/Cargo erschienen.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Atlas Sound – Logos

atlas-sound„Atlas Sound” ist natürlich ein großartiger Name für ein Soloprojekt – geborgt von dem, der eine ganze Welt alleine auf den Schultern trägt. Wenn Bradford Cox nicht mit seiner Band Deerhunter verspulten Indierock spielt, macht er in Eigenregie eine Art Ambient-Pop, bei dem in zunehmendem Maße die Betonung auf der letzten Silbe liegt: Motorisch vor sich hin ratternde Rhythmen treffen auf Reverbgitarren, sich ineinander schiebende Synthieflächen auf hüpfende Orgelsounds – in einem leise wummernden, unscharfen Klangkosmos. Ganz allein schultert Cox die Last beim zweiten Album dann allerdings doch nicht: Die prominenten Gastauftritte von Stereolabs Laetitia Sadier und Animal Collectives Noah Lennox aka Panda Bear sind die Höhepunkte einer durchweg starken Songsammlung.

“Logos” ist bereits bei 4AD/Beggars/Indigo erschienen.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

The Flaming Lips – Embryonic

the-flaming-lipsWas auch immer die Flaming Lips unter ihren Sohlen haben, fester Boden war es nie. Die trippige Glückspillenästhetik, die Wayne Coyne und seine Band seit einer Weile fahren, ist auf „Embryonic” abgelöst, hier wird formschön der Verstand verloren. Space is the place, in einer donnernden Krautrocksymphonie rhythmischer Störgeräusche, die nicht eine Handbreit über dem Gehweg schwebt, sondern aus dem Orbit ins All funkt. Mit robotischem Ernst groovt, kratzt, schabt und kracht es über 70 hypnotische Minuten in unwiderstehlichen Songschlaufen, lose um Planeten und Tierkreiszeichen konzipiert. „Embryonic” zeigt die Flaming Lips endlich als Musiker, nicht als Zeremonienmeister eines gigantischen Kindergeburtstags. Keine Luftballons mehr: hier spielt
die Hausband des Restaurants am Ende des Universums.

“Embryonic” ist bereits bei Warner erschienen.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik, Musikvideo Kommentar-Icon 1 Kommentar

Buraka Som Sistema – Restless

YouTube Preview Image

Die neue Single von Buraka Som Sistema, jetzt raus!

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musik, Musikvideo Kommentar-Icon Keine Kommentare

Die Anwälte… der Toten

23057144Die unlängst aufgetauchten Stammheim-Prozesstonbänder bewiesen lautstark, wer die eigentlichen Akteure waren, als vor Gericht um und gegen den Rechtsstaat gefightet wurde: ”Die Anwälte”. Die Doku von Birgit Schulz widmet sich den drei prominentesten Karrieren, die 68 ihren Anfang nahmen: Schily, Ströbele, Mahler. Ein Foto vor Gericht in den frühen 70er-Jahren rückt drei Anwälte auf nächste Nähe zusammen: Hans-Christian Ströbele, Horst Mahler, Otto Schily empören sich gleichermaßen über das empfundene und geteilte Unrecht der Zustände. Schauplatz: die von der jungen Generation, drängenden Fragen nach der Vergangenheit und Terrorismus herausgeforderte BRD. Das Bild setzt mitten im Konflikt an. Schily und Ströbele verteidigen Mahler, der bereits die Robe gegen die Bombe getauscht hatte. So weit, so Guido Knopp. Doch die unaufgeregte Doku von Birgit Schulz hat mehr zu bieten als Chronologie, die immer gleichen schwarz-weißen Straßenkampf-Visuals und den Stones-Soundtrack. Nur provisorisch chronologisch ist der Rahmen und lässt durch Leerstellen bei der sonstigen Ereignisaufsagerei seinen drei Figuren allen Raum. Schonungslos gegenüber sich selbst, respektvoll gegenüber den Kollegen erfährt man, wie alles so auseinandergehen kann, wenn man doch mal dasselbe wollte. Schily entschied sich bekanntermaßen für die Macht und stieß mit seiner Pragmatik, die aus dem ehemaligen RAF-Anwalt einen Innenminister mit Lauschangriff-Visionen machte, viele Weggefährten vor den Kopf. Kein Vergleich natürlich zum pathologischen Drift Horst Mahlers: Der einstige APO-Anwalt fand im Knast zu Hegel und in den 90ern zur NPD. Lediglich Ströbeles Biografie wirkt mit dem ungebrochenen Pazifismus und Gerechtigkeitsfetisch stringent und ließe sich per Fahrrad nachreisen. Das alles verwebt der Film mit ganz entspannter Hand. Und die Tatsache, dass man an vielen Stellen oder Figuren denkt: Die Geschichte, die da noch aufblitzt, möchte ich eigentlich auch haben, diese Tatsache beweist nur, wie einnehmend ”Die Anwälte” funktioniert. Schily entsetzt sich zum Schluss, dass nach seinem Abschluss-Plädoyer seinerzeit noch mal Mahler als Angeklagter zu Wort gekommen sei und geschlossen hätte: ”Mit Richtern spricht man nicht, auf Richter schießt man!” Mahler ist von den dreien und trotz des jetzigen Volkswahns nie ein Mann für die Masse geworden und sitzt dieser Tage eine Gefängnisstrafe wegen Holocaust-Leugnung ab.

Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte (D 2009; R: Birgit Schulz; 19.11.)

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Film & Video, Politik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Kevin Devine – Brother’s Blood

kevin-devineDass seine Songs ohne den Einfluss des verstorbenen Elliott Smith anders klängen, erzählt Kevin Devine auch ungefragt. Aber seine Dämonen sind eher die des Jedermanns: Frauen, Trinken, ein Tod in der Familie – mit den düsteren Beichten des Vorbilds haben seine Lieder auch in ihren wütendsten Momenten nichts zu tun. „Brother’s Blood”, sein inzwischen fünftes Soloalbum, zeigt Devine dafür erneut als versierten Geschichtenerzähler einer ganz eigenen Prägung, der Strophen dichtet wie die Episoden einer Lieblingsserie, etwa im Dreiecksdrama „Yr Husband”. Auch ohne Textzeilen für die Ewigkeit, die man aufs T-Shirt drucken will, fordert Devine Aufmerksamkeit ein: Hier hat jemand was zu sagen, und wer sich darauf einlässt, fühlt bald sehr aufrichtig mit diesem jungen Mann. Ein Rattenfänger, dieser Typ.

“Brother’s Blood” erscheint heute bei Arctic Rodeo.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Fuckpony – Let The Love Flow

23057176Jay Haze ist mit seinem Projekt Fuckpony mittlerweile bei Ellen Alliens Label BPitch Control gelandet und scheint sich von seinem Partner Sanim, der auf dem letzten Album “Children Of Love” noch mit an den Reglern saß, getrennt zu haben. Zumindest taucht der Name in den Credits zu “Let The Love Flow” nicht mehr auf. Die Stücke schielen mehr auf die Afterhour als auf die Peaktime, kranken aber manchmal daran, sich nicht so ganz zwischen Verspultheit und Groove entscheiden zu wollen. Haze verzichtet weitestgehend auf Samples. Das Tempo wird immer wieder gedrosselt, manchmal so lange, bis der Drive komplett weg ist. Die Produktion wirkt trotz der Gastvocals und vielen Instrumente etwas planlos, die zahlreich vorhandenen Reminiszenzen an Chicago klingen im Vergleich zu den Originalen recht lahm. Highlight bleibt das haarsträubend dämlich betitelte Pianohousestück “Orgasm On The Dancefloor Saturday Night”. Insgesamt fehlen die Spannungsbögen, das Album plätschert zu sehr vor sich hin. Als Soundtrack zur verstrahlten Afterhour mag das gut funktionieren, einen bleibenderen Eindruck hinterlässt diese Platte nicht.

“Let The Love Flow” ist bereits bei BPitch Control/Rough Trade erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare