King Of B-Movies

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“Er hat auch einen Sohn?” - “Ja, aber der hat nichts mit dem Filmgeschäft zu tun, ist’n schwieriges Verhältnis. In einem seiner frühen Filme rief Morty auf, einen Namen für sein Baby einzusenden, und er zog dann einen aus den Vorschlägen. In einer Mall vor Tausend Besuchern.” - “Und?” - “Tja, und Rattenfick hat ihm das nie verziehen.” So erfährt man von den Verwandtschaftsverhältnissen von Morty Fineman, dem König der B-Filme, und warum dessen Sohn ein eher gestörtes Verhältnis zum Vater umtreibt.

Handlungsort ist eine fiktionale Doku, die unter dem eher albernen Genre-Neologismus “Mockumedy” verbucht werden soll. Jerry Stiller (”Seinfeld”, “King Of Queens”) spielt einen chronisch erfolglosen Regisseur, der bereits 427 Trash-Filme und auch sonst nur Schulden auf dem Buckel hat. Einer der Streifen handelt von einem siamesischen Zwillingspaar in den 70ern, die sich einen Körper teilen, wobei der eine Kopf überzeugter Patriot ist, der andere aber Hippie. Sie werden in den Vietnamkrieg geschickt, der Hippiekopf wird erschossen, der Redneck sieht sich bekehrt und wird Jahre später Friedensaktivist, während der andere Kopf verwest runterhängt. Lustvoll setzt sich “King Of B-Movies” ins eigene Thema rein, kreiert einen um den anderen Trailer zu grotesken Filmen seiner Hauptfigur und feuert parallel üppig viele Gaststars (Ben Stiller, Johnny Rotten, Andy Dick, Ron Howard etc.) ab. Das Ergebnis ist eine extrem fantasievolle Quatsch-Kolportage auf Spielfilmformat gebracht. Humor kann so lustig sein.

King Of B-Movies (USA 2000; R: Stephen Kessler; D: Jerry Stiller, Janeane Garofalo, Nick Cassavetes, Ben Stiller; Epix / Indigo)

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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