Vampire Weekend – Contra

51iqpiwzqyl_ss500_Jeder Band sieht man es nach, wenn das zweite Album nicht zum mutigen künstlerischen Statement gerät. Man kann dem auch einiges abgewinnen: Fehlte den zweiten Alben von Interpol und den Strokes zwar das Überraschungsmoment, ist der unveränderte, aber gereifte Sound den jeweiligen Debüts vorzuziehen. Vampire Weekend haben mit „Contra” stattdessen das Kunststück geschafft, sich hörbar weiterzuentwickeln – und das Ganze dabei dennoch verflucht zwangsläufig klingen zu lassen. Die erste Single „Cousins” lullt noch in Sicherheit – dabei ist der Track „Horchata”, der vorab im Netz zu hören war, viel repräsentativer für das Album: Pluckernde, punchy Elektronik ist mal mehr, mal weniger prominent in den Songs vertreten. Die Eins-Zwei-Schlagkombination der Eröffnung mit „Horchata” und Ezra Koenigs größtmöglicher Paul-Simon-Annäherung „White Sky” lässt kurz melodieselig taumeln, aber nicht straucheln: Das engmaschige Gerüst aus Afrobeat, hellen Gitarrenplings und gebrochenen Synthieakkorden hat einen dann bereits fest im Griff. Mit „Taxi Cab” und „I Think Ur A Contra” hat Koenig dabei gleich zwei berührende Schmerzepisoden geschrieben, für die es auf dem Debüt keine Entsprechung gibt. So jung und schon so gut. Dabei sollte doch erst das dritte Album das schwierige sein.

“Contra” ist bereits bei XL Beggars/Indigo erschienen.

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  1. [...] Ihr drittes Album muss hinter der Frische von „Vampire Weekend” und der Melodiedichte von „Contra” zurückstecken, ein Ausfall ist es deswegen noch nicht. Was sich bereits auf „Contra” [...]

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