Rihanna – Rated R
30. Januar 2010
Die Interpretin aus Barbados präsentiert sich auf “Rated R” martialischer denn je, das Video zu “Hard” hinterlässt sogar einen etwas unappetitlichen Nachgeschmack. Dass sie am Ende im Mickey-Mouse-Kostüm einen Panzer reitet, lässt sich wohl nur als Metapher verstehen. Aber als Metapher für was eigentlich? Okay, “No Short Dick Man” – den will verständlicherweise keiner. Aber einen Panzer? Das Kanonenrohr als Phallus? Himmel hilf! Vergessen wir also schnell das Video.
Rihanna durchläuft gerade ihre Dirty-Phase. Hatten Britney und Xtina auch, überhaupt nichts gegen einzuwenden. Sie ist jung, schön und Single. Im Booklet inszeniert sie sich als kaputter Vamp mit abrasierten Haaren. Auf der Rückseite der CD wird sogar geraucht. Sieht so weit alles gut aus. Nur bleibt die Musik völlig hinter der Figur zurück. Hat absolut keinen Schmiss. Nachdem “Good Girl Gone Bad” noch mit Singles wie “Umbrella”, “Please Don’t Stop The Music” oder “Disturbia” aufwarten konnte, sucht man sich hier die Finger wund nach nur einem guten Refrain. Produktionstechnisch totaler Müll. Das Neunziger-Revival musste ja kommen, aber mit Trancetechno-Effekten à la DJ Tiesto? Dazu ein Gitarrensolo von Slash? Ich bin eigentlich eher ein ruhiger Typ, aber man sollte mit Kanonen auf die Spatzenhirne schießen, die diese Platte zusammenproduziert haben.
“Rated R” ist bereits bei Def Jam/Universal erschienen.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
Alben,Musik
1 Kommentar



















30. Januar 2010 um 10:55 Uhr
Dirk Böhme sagt,
“Die Interpretin aus Barbados”…hahaha. Großartig. Hervorragende Rezension.