Yeasayer - Odd Blood
6. Februar 2010
Yeasayer sind angenehm unpuristisch. Whatever works, works. „Odd Blood” ist das Gegenteil von Dogma: Sphärische Elektronik, Postpunkgeklacker, World Music und sich majestätisch emporschraubende Gesangsmelodien haben alle ihren Platz neben- und aufeinander. Das ist das Klang gewordene Informationszeitalter: Die Musikgeschichte stellt sich nicht als Kontinuum dar, sondern als amorpher Songkatalog, in dem alles gleichberechtigt nebeneinander steht und aus dem sich urteilsfrei bedient wird. Das heißt nicht, dass Yeasayer nicht sehr präzise Popsongs schreiben würden. Anything goes, aber alles in eine Richtung: nur nach vorne. Auf „Odd Blood” ist eine Band zu hören, die ihre Ausdrucksmöglichkeiten virtuos beherrscht. Wenn sie sie nur nutzen würden, öfter mal abzuschweifen – das könnte spannend sein.
“Odd Blood” ist bereits bei Mute/EMI erschienen.
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