Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von April, 2010.

Rufus Wainwright: All Days Are Nights: Songs For Lulu

23059378Theoretisch ließe sich das neue Album von Rufus Wainwright als sublimierter Wutausbruch lesen: Schon jüngst durchkreuzte er mit einer selbst für seine Verhältnisse opulent geratenen Platte („Rufus Does Judy At Carnegie Hall“) den gerne als „großen Pop“ rezipierten Sound vieler früherer Platten. Jetzt dreht er schon wieder alles auf links: Alleine am Flügel sitzend, vertonte er in einer Art minimalistischen Opulenz Shakespeare-Sonette und eigene Texte. So sehr (wie kolportiert) Franz Schubert oder Alban Berg diese Platte beeinflusst haben mögen, in der gleichen E-Musik-Plattensektion wird Wainwright im Laden wieder nicht landen. Was er vorlegt, ist erneut zu vielsprachig (wenn auch undynamisch) ausgestaltet, als dass es als klassisches Liedgut Anerkennung finden würde. Wainwright kann machen, was er will: Er gilt für die meisten als Inbegriff des Queer-Pop-Stars, der lediglich Ausflüge in vermeintlich entlegene Stilistiken unternimmt; während Klassik-Clowns wie Lang Lang andernorts als Protagonisten ernsthafter Musik gefeiert werden. E und U, ihr seid doch krank.

“All Days Are Nights: Songs For Lulu” erscheint heute bei Decca/Universal.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Hatte der Lektor wieder mal Schaum vor dem Mund, BILD?

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Tegan and Sara – Alligator (Toro Y Moi Remix)

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Sage und schreibe 17 Musiker haben sich “Alligator”, der zweiten Single aus dem Tegan and Sara-Album “Sainthood” angenommen. Unter anderem Four Tet, Holy Fuck und Passion Pit. Zum Release gibt’s den Remix von Toro Y Moi zum freien Download.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download

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Nice Nice – Everything Falling Apart

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“Extra Wow” heißt das Debütalbum von Nice Nice, das seit Mitte April via Warp endlich auch physisches Material der famosen Live-Band liefert. Wie sperrig, sphärisch und plündernd im Retro-Laden die Jungs unterwegs sind, kann man anhand des aktuellen Videos “Everything Fallen Apart” erkennen. Keine drei Minuten lang, genügt aber für veritablen Augenkrebs und summendes Mitgeschrammel.

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The National – High Violet

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Das Konzept Rockband, aus dem sich weite Teile des Indiesektors mittlerweile verabschiedet haben, ist nicht so tot wie diese Landflucht glauben macht. Den Beweis dafür zu liefern, bleibt mal wieder an The National hängen. „High Violet” ist so experimentierfreudig wie zeitlos, und bedient sich dabei kaum eines künstlerischen Mittels, das Bands nicht bereits seit der Erfindung der Achtspuraufnahme zur Verfügung steht. Sorgfältig geschichtete Melodien und Motive errichten schmerzend schöne Klangkathedralen, in denen man seine eigenen Gedanken hallen hört. „Your voice is swallowing my soul, soul, soul” wiederholt Matt Berninger in „Afraid Of Everyone” immer wieder mit ungeahnter Emphase. Spätestens wenn ihm diese Zeile live aus tausend Kehlen zurückschallt, schließt sich ein Kreis: The National essen Seele auf.

“High Violet” erscheint am 7. Mai via 4AD/Beggars/Indigo.

Die Live-Performance des Album-Openers “Terrible Love” in der Jimmy Fallon-Show kann man sich hier anschauen und einen Free Download des Album-Tracks “Bloodbuzz Ohio” gibt’s an dieser Stelle.

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M.I.A. – Born free

Die Provokation ist gelungen, YouTube verweigert sich dem Video zu M.I.A.s neuem Track “Born Free” von ihrem kommenden Album (Juni!). Der von einem Punk-Riff-Sample getragene Track macht keine Gefangenen. Muss das sein? Radikale Pose ist immer noch Pose.

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Marek Hemmann – Left/Right EP

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Heute erscheint via Freude am Tanzen die neue EP von Marek Hemmann. Schön frühlingshaftes Geklöppel mit Gesang. Oder sowas ähnlichem. Vom Track zum Song und wieder zurück.

Marek Hemmann – Left / Right EP by Freude am Tanzen

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Andreya Triana – Far Closer (Mr Scruff Remix)

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Andreya Triana ‘Far Closer’ (Mr Scruff Remix) by Mr Scruff

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Hingehen: Lali Puna

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Irgendwann in den 90er Jahren ergab es sich, dass das beschauliche Städtchen Weilheim zu so etwas wie dem deutschen Seattle wurde. Genauer gesagt, die Acher-Brüder nahmen die ganze Bürde des kreativen Outputs auf ihre schmalen Schultern. Das Mutterschiff hieß The Notwist und die schicken Beiboote Tied & Tickled Trio, Ms John Soda oder auch Lali Puna. Hierzulande nahm man das wohlwollend zur Kenntnis, andernorts flippte die High Society des verqueren Geschmacks gerne mal aus: Radiohead-Schiefauge Thom Yorke kriegte sich vor Lobeshymnen ob des zuckrigen Electropos von Lali Puna gar nicht mehr ein und klebte den Sticker „Meine derzeitige Lieblingsband“ ans Revers der von Markus Achers Lebensgefährtin Valerie Trebeljahr ins Leben gerufenen Band. „Scary World Theory“ war ein Traum als Album, „Faking The Books“ hingegen zu sperrig, zu eintönig, um den Schritt nach Vorne zu machen. Danach kam für lange Zeit nichts.

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Jetzt schreiben wir das Jahr 2010 und nach sechs Jahren Pause sind Lali Puna zurück. „Our Inventions“ klingt, als sei nichts geschehen. Immer noch schwebt Valerie Trebeljahrs lakonisch-entrücktes Organ über den vor sich dahin gleitenden Tracks, zu denen Markus Acher an Bass und Keyboard, Christoph Brandner am Schlagzeug und Christian Heiß am Keyboard ihr Scherflein beitragen. Und auch wenn das Songmaterial auf Platte eher Spaziergänge durch La-Le-Lu-Nebelwände vermuten lässt, live wissen Lali Puna, was Pop auf der Bühne zu sein hat: Ein mitreißendes Versprechen, eine Anmaßung, die über das pure Nachspielen hinaus geht. Es ruckelt, es klackert und bleibt doch catchy. Dafür tragen nicht nur die „alten“ Hits wie „Bi-Pet“ Sorge, sondern auch „Move On“, der schlagkräftigste Song von „Our Inventions“.Für euphorische Konzerte dürfte es auch 2010 reichen. Auch ohne das wohlige Aufquieken von Thom Yorke, auch ohne das Standing von The Notwist.

Tourdaten:
12.05. HEIMAT Regensburg (GER)
13.05. CONNE ISLAND Leipzig (GER)
14.05. LIDO Berlin (GER)
16.05. GEBÄUDE 9 Köln (GER)
17.05. UEBEL & GEFAEHRLICH Hamburg (GER)
18.05. EKKO Utrecht (NL)
19.05. CACTUS Brugge (B)
20.05. BRIGHTON FESTIVAL @ PAVILLION THEATRE Brighton (UK) w/ John Hopkins
21.05. LE GRAND MIX Lille (FR)
22.05. MOUSONTURM Frankfurt (GER)
28.05. AMPERE München (GER)
29.05. IMMERGUT FESTIVAL Neustrelitz (GER)
30.05. SC Zagreb (HR) w/ XIU XIU
31.05. GALA HALA Ljubljana (SLO)
01.06. LOKOMOTIV Bologna (IT)
02.06. SPAZIO 211 Turin (IT)
03.06. EXIL Zürich (CH)
04.06. EXIT 07 Luxemburg (LUX)
05.06. FURIA FESTIVAL Cergy (FR)
24.07. PUCH OPEN AIR Puch (GER)
07.08. OFF FESTIVAL Three Ponds Valley / Katovice (PL)

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Matthew Herbert – One One

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Jetzt singt er auch noch! Zum ersten Mal lässt der britische Elektroniktüftler sein lakonisches Organ über die Tracks seines neuen Albums huschen. Die Songtitel – alles Städtenamen – verraten es bereits: Matthew Herbert geht wieder einmal auf experimentelle Reise. Das komplett in Eigenregie eingespielte und produzierte Album ist kein typischer, aber ein konsequenter Ausdruck des Schaffens von Mr. Herbert. Stücke, die verwehen, unauffällig kunstvolle Songs, denen jeglicher Housegeist abgeht und die präzise im Indie räubern. Störgeräusche inklusive. „One One“ ist der erste Teil einer Trilogie, deren zweiter und dritter Output im Laufe dieses Jahres folgen. Teil 2 benutzt Samples, die im Robert Johnson-Club aufgenommen wurden. Küsse, Klingeltöne, Toilettengespräche des Publikums. Teil 3 wird sich unter dem Titel „One Pig“ dem Leben eines Schweines auf einer Farm in Kent annehmen. Sein Dasein, seine Schlachtung, sein Verzehr. Man kann Herbert wahrlich nicht vorwerfen, dass er das Prinzip der Konzeptalben nicht mit neuen Facetten bereichert.

“One One” erscheint heute bei Accidental Records.

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