Ólafur Arnalds - …And They Have Escaped The Weight Of Darkness

arnaldsEs ist wohl Sigur Rós zu verdanken, dass in zeitgenössischer Popmusik nunmehr so völlig unverstellt dem Schönklang gehuldigt werden darf. Die Soundlandschaften ihres Landsmannes Ólafur Arnalds scheinen gleich hinter dem nächsten Hügel zu liegen: Dass die Musik auf „…And They Have Escaped The Weight Of Darkness” aus Island stammt, ist also erst einmal so überraschend wie der umgefallene sprichwörtliche Sack Reis in Fernost. Nimmt man elegische Streicher und sich sehnsüchtig windende Klaviermotive aber als das Rüstzeug des jungen Komponisten an, findet sich eine durchaus eigene Stimme, die den Vergleich mit etablierten Größen wie Jóhann Jóhannsson und Max Richter nicht zu scheuen braucht. Sein zweites Album ist mal todtraurig und blendet kurz darauf wieder mit hellwachem Optimismus – nicht gerade Achterbahn, aber willkommene Perspektivwechsel.

“…And They Have Escaped The Weight Of Darkness” wird am 8. Juni via Erased Tapes veröffentlicht.

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