Stars – The Five Ghosts

starsEs ist keine freundliche Welt, in der Amy Millan und Torquil Campbell, die beiden Köpfe von Stars, leben. Alles ist eintönig und ziemlich blöd. Die Liebe ist kein Schlachtfeld, sondern ein Bombenkrater. Und wirklich besser scheint es nicht zu werden: Der selbstzerfleischende Witz von Songs wie „Your Ex-Lover Is Dead” oder die Blödelei eines verliebten Fahrstuhls in „Elevator Love Letter” sind den Stars heutzutage eher fremd. Der Tod klopft laut und vernehmlich an auf Songs wie „I Died So I Could Haunt You” oder „Dead Hearts”. Nach dem etwas zerfahren wirkenden letzten Album „In Our Bedrooms After The War”, wirkt „The Five Ghosts” einheitlicher, auch wenn das heißt: ganzheitlich bedrückend. Selbst der Diskostampfer „We Don’t Want Your Body” wirkt antihedonistisch und lebensmüde. Stars’ Geschichten sind monochrom und bitter – aber dennoch schön: Zwar ist alles in grau getaucht, aber eben nicht wie in hingeworfenen Bleistiftzeichnungen, sondern in aufwändigen Schraffuren und Radierungen. Wie es in der ausgezeichneten Doctor-Who-Folge „Blink” heißt: „What’s good about being sad?” – „It’s happy for deep people.”

“The Five Ghosts” ist bereits bei Soft Revolution/Alive erschienen.

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