Gonzales – Ivory Tower
4. August 2010Eine „existentialistische Sportkomödie über Schach und Erfolg“ soll der Film werden, den Gonzales gemeinsam mit Celine Sciamma („Waterlillies“) geschrieben hat und der solch illustre Darsteller wie Peaches, Tiga und – natürlich – Chilly Gonzales auf die Leinwand bringt. Was das mit seinem neuen Album zu tun hat? Erstmal nichts außer dem selben Titel „Ivory Tower“. Der Rest wird sich wie so oft in seiner Karriere ergeben bzw. überschneiden, ohne dass man schon im Vorfeld die Leitplanken einzieht. Eine sympathische Herangehensweise, die auch das neue, von Boys Noize produzierte Album zu einem Mosaiksteinchen im Gesamtwerk von Gonzales macht. Isoliert betrachtet wieder einmal eine keineswegs überbordend aufregende Ansammlung von Tracks bzw. Songs bzw. Miniaturen bzw. Unsinn, die aber in Kombination mit seinem sonstigen Output einen bunt schillernden Regenbogen zeichnet. Dieses Mal eben mit der Farbe Europop oder so etwas Ähnlichem. Kann man mögen, darf man auch gerne vernachlässigbar finden. Während man darüber sinniert, ist Gonzales eh schon wieder ganz woanders.
“Ivory Tower” erscheint am 20. August bei Gentle Threat/Edel.
Alben, Musik
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