Superchunk – Majesty Shredding
7. Oktober 2010
Als wir das letzte Mal von Superchunk hörten, war das mit dem womöglich etwas zu programmatisch betitelten „Here’s To Shutting Up” vor neun Jahren: einem sehr sorgfältig zusammengebastelten Indiepopalbum – was man eben erwartet von einer Band im zwölften Jahr ihres Bestehens. Mit seinem Soloprojekt Portastatic setzte Mac MacCaughan danach nicht unweit der Baustelle zu graben an, wo seine Stammband zuletzt buddelte. Warum würde man also überhaupt noch eine weitere Superchunk-Platte brauchen? „Majesty Shredding”, das neunte Studioalbum, tut erfrischenderweise so, als hätte es die Frage gar nicht verstanden: Von den ersten Takten der Vorabsingle „Digging For Something” an sind die Uhren zurück und alles auf Anschlag gedreht. Neue Tricks haben sie nicht gelernt, aber man weiß noch immer nicht, wie sie es machen. „Majesty Shredding” platzt vor Ideen, Riffs und Selbstbewusstsein und gehört zum Besten, das die Band aus Chapel Hill jemals veröffentlicht hat. Wohlgemerkt: Das ist eine der Bands, die Indierock in den Neunzigern mehr oder weniger miterfunden hat.
“Majesty Shredding” ist bereits bei One Four Seven Records/Soulfood erschienen.
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