Christiane Rösinger – Songs Of L. And Hate

rosingerAh, nach dem Busenballett Bonaparte, bei dem endlich mal alle Indies Tabledance-Atmo schnuppern durften und fleißig verwackelte Tittenhandyfotos machten, nach diesem lukrativen Abgrund auf dem Berliner Label Staatsakt nun wieder mal zu was ganz anderem. Nun mal wieder zu wirklich aufwühlendem Pop und zu tollen Leuten und Ideen. Christiane Rösinger von Britta und einst Flittchen Records sowie den Lassie Singers hier nun also mal solo. Das Wort “Love” scheint dabei so verbrannt, dass es nur noch als Kürzel fungieren darf. “Hate” wird dagegen ausformuliert, genau wie Erschöpfung, Enttäuschung und die gern zu Unrecht geschmähte Bitterkeit. Ein Werk voll charmantem Nihilismus, das bewusst niederdrücken und den Atem nehmen will. Begleitet auf diesem Spaziergang durch das Panoptikum der Verletzungen wird sie von Andreas Spechtl (Ja, Panik). “Desillusion”, “Sinnlos”, “Verloren”, “Es ist so arg” heißen die Stücke. Am Ende geht sich alles nicht aus, und man ist trotzdem einen großen Schritt weiter. Das Untrost-Album des Jahrzehnts. See you at the bitter end klang nie schöner.

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“Songs Of L. And Hate” ist bereits bei Staatsakt/Indigo erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

Eine sehr schöne, überaus ausführliche Rezension zu dem Album gibt’s auch auf Lofideluxe von Martin Hiller. Zum Lesen hier entlang.

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