Console – Herself
10. Dezember 2010
Seltsam unaufgeregt vollzog sich der Release des neuen Console-Albums. Dabei hat die menschgewordene Superbrille Martin Gretschmann doch mit The Notwist, dem waghalsigen 13 & God-Projekt und den beiden Console-Alben „Rocket In The Pocket“ und „Reset The Preset“ die kollektive DNA der Indie-Elektronik-Hörer hierzulande tüchtig mitdefiniert. Mehr Nachhall als vorfreudiges Rauschen hat „Herself“ verdient, denn nach dem schwierigen, komplexen, fast unhörbaren Vorgängeralbum „Mono“ hissen Gretschmann und Sängerin Miriam Osterrieder wieder die Pop-Fahne, die über knackigen Ambientstücken weht, wie sie der ja auch wieder frisch am Start erschienene Aphex Twin auf seinen teuflischen „Selected Ambient Works Vol. 2“ nicht hätte besser erfinden können. Die Tiefen werden wummernd ausgelotet, die Höhen eingefangen. Willkommen zurück im Club: Schön für uns, dass Martin Gretschmann wieder aus der „Mono“-Höhle rausgekrochen ist, um wild mit den Armen rudernd knallhart schöne Tracks abzuliefern.
“Herself” ist bereits bei Disko B/Indigo erschienen.
Alben,Musik,Musikvideo
1 Kommentar



















10. Dezember 2010 um 05:28 Uhr
Thomas Körner sagt,
Das ist in der Tat ein sehr tolles Album. Leider auch bei mir erst nach Abgabe der Jahrescharts eingeschlagen.