Agoria – Impermanence
21. Januar 2011
Der Fluch der guten Tat: Sebastian Devauds alias Agoria erster Albumtrack „Kiss My Soul“ ist von so unausweichlicher Schönheit, dass der Rest der Platte auf später verschoben werden muss. Nur mit Klavierklängen begleitet, schwingt sich die 20-jährige US-Sängerin Kid A zu björkschen Höhen auf und evoziert Tränen, Gänsehaut und Schnappatmung gleichzeitig. Dagegen verblasst selbst der offensichtliche Höhepunkt im wörtlichen Sinne, der von Carl Craig gesungene/gesprochene Track „Speechless“, eine unverblümte pornografische Phantasie mit Satin-Appeal. Dann doch lieber wieder zurück zu Kid A und „Heart Beating“, ein von dieser wunderschönen Soulstimme getragener Engel in Songform. Natürlich blubbert’s im Agoria-Universum auch wieder tüchtig mit Ambient, Downbeat und porentief reinem House, ergänzt durch Streicher, Klavier und Stradivari. Alles ganz nett, alles aber auch verzichtbar bzw. schon durch die bisherigen Alben Agorias abgedeckt. Wenn da nicht diese Stimme von Kid A wäre. Rezensent in love, alles richtig gemacht.
“Impermanence” erscheint am 4. Februar via InFine/Alive.
Alben, Musik
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