Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Januar, 2011.

[Track] Tennis – Tears In The Typing Pool

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Kaum eine Band hat sich in den vergangenen Jahren so exzessiv so durch die Popgeschichte gevovert wie Tennis. Jüngster Streich: Eine Neubearbeitung des Broadcast-Tracks “Tears In The Typing Pool”.

Tennis – Tears In The Typing Pool by tennisinc

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Ryan Adams & The Cardinals – III/IV

ryan-adamsMan muss achtgeben, in welcher Gesellschaft man die neue Ryan-Adams-Platte auflegt. Schnell wird man als Classic-Rock-Hörer gedisst. Für ein Leben hat der Songwriter genügend Großtaten vollbracht, nämlich exakt zwei Meisterwerke aufgenommen: „Heartbreaker” und „Gold”. Dass er danach noch gefühlte zwanzig gute bis belanglose Alben aufgenommen hat, kümmert ihn selbst am wenigsten. (Immerhin ist das jemand, der begeistert Dutzende Hairmetal-Videos auf seiner Facebook-Seite postet, bis ihm Fans „Go to bed, Ryan!” darunter schreiben.) Aber zurück zum Classic Rock (der gar keiner ist): „III/IV” ist eine Doppelalbumlänge an Outtakes, die bei den Aufnahmen zu „Easy Tiger” entstanden sind. Um auf die stattliche Länge zu kommen, passiert viel Egales, das kleine Perlen wie „Users” oder „Stop Playing With My Heart” etwas komplizenlos in der Gegend rumstehen lässt. Entbehrlich, aber keinesfalls entsetzlich.

“III/IV” ist bereits bei Pax Am erschienen.

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Mount Kimbie – Before I Move Off

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LeeDVD – First I Love

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Sphärischer TripHop von LeeDVD aus Warschau, jüngst erschienen auf dem Birdsong Netlabel.

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Pingipung Podcast 04: Funk Warmbier – Sex, Lies and Blu Ray Discs

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Der vierte Podcast des geschätzten Pingipung-Labels bringt strammen Dub des Flensburger DJs Funk Warmbier. Oder in anderen Worten:

Funk Warmbier is a DJ, MC and producer from Flensburg, a town situated in the most northern part of Germany near the Danish border. But his music is far away from nordish coolness: Funk Warmbier is playing soulful House and Techno tunes for years. Lately he returnd to his Drum’n'Bass roots and is heavily addicted to next level beats and breaks. His delicious vinyl only-podcast for Pingipung therefore takes a fresh look at Dub music appoached from the D’n'B side of life. Turn on, tune in, Dub out!

Pingipung Podcast 04: Funk Warmbier – Sex, Lies and Blu Ray Discs by Pingipung

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Gut für dich, BILD, dass der “irre Amokläufer von Arizona” das nicht mehr lesen kann…

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Quelle: BILD online, 9.1.2011

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The Go! Team – Rolling Blackouts

the-go-teamLos geht’s, ab geht’s: The Go! Team legen eine weitere Verteidungsschrift für die Schönheit der Penetranz vor. Mit „T.O.R.N.A.D.O.“ beginnt der Vollgastrip als Kickstart – The Go! Team sind ein Musik gewordener Rennstreifen, schön, kein Stück subtil und einigermaßen funktionsfrei. Der durchgedrehte Adrenalinpop ist ohne Grund auf 180, wie immer gibt es keine Dramaturgie, die den Zustand permanenter Aufgeregtheit rechtfertigen oder erklären würde. Darum ist The Go! Team eine Singles-Band. Allerdings was für eine: „Buy Nothing Day“, die Kollaboration mit Best Coasts Bethany Cosentino, zeigt, was für eine Band auch in The Go! Team steckt, stellt man dem Kollektiv eine Frontfrau mit Rampensauqualität voran. Der Song, der vertrudelten Neunziger-Mädchenindie von Juliana Hatfield und Liz Phair hinter eine massive Wall Of Sound aus Beatles-Bass und Jangle-Gitarren setzt, mag der bislang beste Song beider Künstler sein. Hier rührt etwas unter der Oberfläche. Dabei geben sie sich solche Mühe, dass man dort nicht hinsehen kann.

“Rolling Blackouts” erscheint am 28. Januar bei Memphis Industries/Rough Trade.

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Diplo presents: Blow Your Head Bonus Mix

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Tracklist:
1 Girl Unit – Wut
2 Passion Pit – Sleepyhead (Boregore Remix)
3 Claire Mcguire – Aint No Body(Breakage Remix)
4 Ryan Red – D.I.R.T.
5 Blue Foundation – Eye On Fire (Zeds Dead Remix)
6 Earz Experiment and DJ Kayper – Engine
7 Diplo FT. Lil Jon – U Don’t Like Me
8 Rusko-Cockny Thug (Caspa Remix VIP)
9 Skream – Raw Dogz
10 Dr P – Big Boss
11 DJ Fresh – Gold Dust(Flux Pavillion Remix)
12 12th Planet – Reasons (Dr P Mix)
13 Ginz and Joker – Re-Up
14 Borgore – Guided Relaxation
15 Bar 9 – Piano Tune
16 Crystal Method – Sine Language (Datsik Remix)
17 DZ and Cokee – Crack VIP
18 Trey Songs- Bottoms Up Acca
19 Alix Perez – Untitled
20 Goth Trad – Smokin’ Water
21 Orbatak – NRG
22 Skream – Love The Way
23 Skrillex- Scary Monsters And Nice Sprites
24 Milanese – the END (Untold Remix)
25 Jamie Woon – Night Air (Ramadanman Remix)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Munitionen zu Besuch: Visite bei der Redaktion von „Schinken Omi“

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Wäre Theofanis Gekas Popjournalist, er hieße Linus Volkmann. Auch nach vielen Jahren in diesem Land spricht er nur gebrochen Deutsch, gilt unter Kollegen als extrem faul, aber wenn er sein Ziel anvisiert, gelingt ihm meist ein Treffer. So auch das wunderbare Fanzine „Schinken Omi“, das der 43-Jährige gemeinsam mit Felix Scharlau (19) herausgibt. Die zweite Ausgabe (mit großem Drogen-Spezial) ist jetzt draußen. Eine gute Gelegenheit, mal in der Redaktion von „Schinken-Omi“ vorbeizuschauen.

Große Fenster, blitzendes Parkett, ein frischer Duft durchzieht die geräumige Kölner Redaktion in bester Lage. Mit prominenten Nachbarn: Stephanie Freifrau zu Guttenbergs Verein „Innocence in Danger“ residiert Tür an Tür mit den Fanzinemachern Volkmann (35) und Scharlau (ÖDP). Reiner Zufall, wie der in Nebentätigkeit als stellvertretender Chefredakteur des Musikmagazins „Intro“ arbeitende Volkmann (4) betont: „Das ist reiner Zufall.“ Vor wenigen Monaten hat sich der umtriebige Medienunternehmer mit „Schinken Omi“ einen langjährigen Traum erfüllt. Seitdem steht das Telefon nicht mehr still. „Ja“, „Nein“, „Vielleicht“, „Keine Ahnung“, „Innocence in Danger hat die Durchwahl 4, hier sind Sie bei der 3“ – Volkmann (51) ist kurz angebunden, wichtige Entscheidungen warten. Der maskuline Felix Scharlau (Quatsch Comedy Club) sitzt ihm gegenüber und schmunzelt. Er kennt sein Gegenüber seit vielen Monaten. Schließlich arbeitet auch er bei „Intro“. „Der Spex für Leute, die Dath nicht verstehen“, wie er mit sanftem Lächeln betont. Die Atmosphäre des Büros unterstreicht ihre Persönlichkeit: Nicht die im Popjournalismus üblichen Titten- und Würstchenbilder, stattdessen tibetanische Gebetsfahnen und warmes Licht. Scharlau (Halle/Saale) bevorzugt ebenso wie sein kurzsichtiger Kompagnon klare Strukturen.

Dabei könnte ihr Lebenslauf nicht unterschiedlicher sein: Scharlau wurde 1984 als Sohn eines Großindustriellen in Hanau geboren, gewann viel Geld beim Glücksspiel und hat wenig Sorgen. Volkmanns Leben verlief weitaus turbulenter: 1947 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, geboren, floh seine Familie 1973 versehentlich in die DDR, bevor sie am 8. November 1989 unter Todesgefahr die Grenze überquerte. Den Mauerfall verschliefen sie erschöpft. Danach ging es nach Hessen. Wieder eine Klammer zwischen dem passionierten Dynamitfischer Volkmann (24) und Scharlau (müde): Beide sind große Anhänger Eintracht Frankfurts. „Ich liebe den FC Frankfurt“, betont Volkmann (85). „Eintracht Frankfurt“, wirft Scharlau (überbezahlt) ein. Bei aller Freundschaft, der Wettbewerb um die besten Ideen treibt die beiden an. „Competition is a must“, da sind sich die gefeierten Edelfedern einig.

Ich will über die Inhalte sprechen. Da wird Linus Volkmann (Alter unbekannt) ernst. „Für die zweite Ausgabe haben wir Drogen als Klammer gewählt. Sex, Heroin, Meskalin. Alles das, was der Business-Punk-Leser erwartet und nicht bekommt. Dazu gibt es tolle Bilder von Katzenshows, hassenswerte Menschen und ganz konkrete Hilfestellungen.“ Zum Beispiel? Scharlau (hä?) erklärt: „Wie erkenne ich einen V-Mann im Freundeskreis. Ein ganz spannendes Thema, für das wir auch im Internet recherchiert haben. Ach ja, eine 20-seitige Kiffer-Sitcom über Jugendliche gibt’s auch noch“. Diese spielt in den 90er Jahren, einer Zeit, in der beiden Autoren noch gar nicht auf der Welt waren. Volkmann (wurde Opfer von Trickbetrügern) wiegelt ab: „Das Hineinversetzen in vergangene Epochen ist simples journalistisches Handwerk.“ Scharlau (muss mal) ergänzt: „Das ist wie bei Bad Men“. Lachend wirft sein Geschäftspartner einen kiloschweren Locher nach ihm und schaut verstohlen auf seine drei Uhren (Zeitzonen Berlin, London, New York). Ich verstehe. Hier wird Zeitungsgeschichte geschrieben und die schreibt sich nicht von alleine.

„Schinken Omi #2“ ist bereits erschienen. Kontakt: facebook.com/schinkenomi, schinkenomi@gmx.de

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Wagon Christ – Manalyze This!

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Ein neuer Track vom Luke-Vibert-Projekt Wagon Christ ist als Vorbote bei Soundcloud eingestellt. Das Album “Toomorrow” erscheint am 14. März bei Ninja Tune.

Den Track anhören kann man hier.

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