Oh, dieser Sound – Stars spielen Superpunk
30. April 2011
Vom kleinen Spleen zum massiven Monolith in nur anderthalb Jahrzehnten. So lässt sich das Geschehnis Superpunk verkürzt zusammentwittern. Geblieben scheint vor allem eins: Die ewigen Hamburger mit den vielen Exilanten sind eine Band aus Bock geblieben. Das macht sie neben den markanten Texten und dem utopischen Retro-Sound vermutlich auch so integer, so monolithisch. Und wer hoch steht, den sieht man weit. Daher pilgerten easy andere Styler heran, als es an ein Tribute-Album ging. Eine Panorama-Platte kam raus, die Genres fallen wie Domino-Steine. Wer von den Gefragten hat’s drauf, bei wem reicht einmal checken und vergessen? Typisch Tribute-Album, die Wahrheit liegt auf dem Platz, du Phrasenschwein. Empfehlenswert von meiner Seite: Egotronic (“Die Bismarck”), Anajo (“Ja, ich bereue alles”), Thees Uhlmann (“Ein kleines bisschen Seele”), Neigungsgruppe Gewalt (“Das Feuerwerk ist vorbei”). Eher ungeil, aber trotzdem irgendwie reizend: Ex-Blümchen Jasmin Wagner am titelgebenden Stück “Oh, dieser Sound”.
“Oh, dieser Sound – Stars spielen Superpunk” erscheint am 6. Mai bei Tapete/Indigo.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
Alben, Musik
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