[Album] The Magnetic Fields – Love At The Bottom Of The Sea
30. März 2012
Eine Abkehr, vielmehr eine Rückkehr: Nachdem die letzten Alben bewusst auf Keyboards und Synthesizer verzichteten, ist der leicht billige Elektroniksound von Magnetic-Fields-Alben wie „Get Lost” (1994) oder „Holiday” (1995) wieder da. Dafür wird etwas anderes vermisst: ein übergeordnetes Konzept wie auf den vergangenen Platten „i”, „Distortion” und „Realism”. „Love At The Bottom Of The Sea” hat zwar gefühlt in jedem Song unerfüllte Liebe zum Thema, aber das zählt nicht – es ist ja schließlich Popmusik. Merritt findet schöne Bilder, wie das des Schmachtenden, der dem Objekt seiner Begierde gerne so nah wäre wie dessen Mobiltelefon, macht schlechte Wortspiele („I’d Go Anywhere With Hugh”) und ist in jeder Zeile der gewohnt charmante Menschenfeind. Weiterhin ist unfassbar, mit welch nachlässiger Kunstfertigkeit der Mann Melodien und endlos zitierfähige Texte schreibt.
“Love At The Bottom Of The Sea” ist bereits bei Domino erschienen.
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