Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Juni, 2012.

[Album] Best Coast – The Only Place

Der Gegensatz von amerikanischer Ost- und Westküste ist nicht bloß ein vergessenes HipHop-Klischee. Gleich im ersten Song „The Only Place” fragt Bethany Cosentino „Why would you live anywhere else?” Damit ist Los Angeles, Kalifornien gemeint – jene Stadt, gegen die Death Cab For Cutie einst mit dem Song „Why You’d Want To Live Here” ätzten. Mit „We’ve got the oceans, got the babes, got the sun, we’ve got the waves” hat Miss Cosentino, die erneut mit Multi-Instrumentalisten Bobb Bruno als Best Coast zusammenarbeitet, die Argumente allerdings auf ihrer Seite. Für menschenscheue Gummistiefelträger ist das natürlich nichts. „The Only Place” ist ein geradezu unerhört eingängiges Gitarrenpopalbum mit Surf- und Garagenrockanleihen, dem man die fehlende Variation gerne nachsieht. Irgendwie schreibt Beth Cosentino den gleichen Song immer und immer wieder. Aber wenn er doch was taugt? Wenn der Sommer einen Soundtrack braucht, hier ist ein Vorschlag.

“The Only Place” ist bereits bei Wichita/Rough Trade erschienen.

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[Video] Lana Del Rey – National Anthem

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[Album] The Walkmen – Heaven

Hingerotzte, auf ausrangierten Kassettenrekordern aufgenommene Lo-Fi-Platten haben ihren Reiz, na klar. Der elegante, geradezu gediegene Gegenentwurf der Walkmen schockt aber nicht minder. „Heaven” ist – wie bereits seine Vorgänger – High-Fidelity-Kunst. Jedes Instrument sticht klar und laut aus dem Mix, fast hat man das Gefühl, mit im Raum zu stehen: stocksteif den Atem anhaltend um die Aufnahme nicht zu versauen. Dabei ist die New Yorker Band natürlich nicht nur was für audiophile Vinylfreaks. Das gleichsam an Post-Punk und Sechzigerjahre-Balladen geschulte Songwriting kann sehnsüchteln und fordern – und gehört zum stärksten Material, das Hamilton Leithauser mit seinen Mitstreitern überhaupt je aufgenommen hat. Wer The National ein bisschen über hat: Das ist die zweite große US-Rockband dieser Tage.

“Heaven” ist bereits bei Cooperative/Universal erschienen.

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[Video] Bosco Delrey – I Know What I Know

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[Album] The Temper Trap – The Temper Trap

The Temper Trap erlauben sich keine Albernheiten, mit Soundschnipseln der Riots in London wird sogar so etwas wie ein soziales Bewusstsein artikuliert. Daran muss sich der radiofreundliche Indiepop der Australier zwangsläufig verheben. Stellt man das Fettnäpfchen von „London’s Burning” beiseite, ist „The Temper Trap”, das zweite Album der Band, aber ganz passabel. Der Ton macht die Musik, beziehungsweise der Sound. Der ist mit flächigen Keyboards aufgebohrt, dass man beim Hören das gleißende Licht der Bühnenshow gleich mitdenkt. Die Vergleichsgröße ist natürlich Coldplay, und da schlagen sich Temper Trap gar nicht mal schlecht. Und kurz vor Schluss, mit „I’m Gonna Wait”, schaffen sie es sogar für einen Moment wirklich zu rühren. Kalkül mit Herz.

“The Temper Trap” ist bereits bei Pias/Rough Trade erschienen.

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[Video] Policia – Wandering Star

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[Video] Sun Glitters – Feel It

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[Album] Cro – Raop

So ganz ohne Schubladendenken geht’s halt doch nicht. Kaum trudelte das Debütalbum „Raop“ vom Stuttgarter Cro (der mit der Panda-Maske) bei uns in der Redaktion ein, da hatte er auch schon sein Image weg: Cro, der Langnese-Rapper. Die dreizehn Songs auf „Raop“ sind der perfekte Soundtrack für junge Menschen in Bikini und Badehose am Strand, ein Cujamara Split in der linken und in der rechten Hand ein iPod-Touch. Dementsprechend harmlos klingen Songs wie die erste Hitsingle „Easy“, „Du“ oder auch „Meine Zeit“. „Raop“, das ist halb Rap, halb Pop, alles schweine-eingängig und zu großen Teilen so was von undeep, dass man sich fragt, wie Jan Delay Cro jemals als „Die Zukunft des deutschen HipHop“ bezeichnen konnte. Rap like ice in the sunshine – schmeckt süß, macht Spaß, schmilzt aber auch ratzfatz. Was bleibt, ist ein klebrig-zerlaufener Haufen Sauce über der Hand – respektive im Ohr. Aber wahrscheinlich ist es genau das, wonach die Kids sich 2012 sehnen: ein bisschen Unbeschwertheit abseits der alltäglichen Probleme und Schwierigkeiten. 800.000 Facebook-Freunde und weit über 18 Millionen Klicks auf YouTube innerhalb kürzester Zeit sprechen eine deutliche Sprache.

“Raop” erscheint am 6. Juli bei Chimperator/Groove Attack.

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[Video] Taprikk Sweezee – Volt

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[Album+Video] PIL – This is PIL

Es ist wirklich nicht despektierlich, wenn man erst mal skeptisch reagiert bei der Nachricht: John Lydon ist mit einem Klassiker zurück. Zu gut erinnert man sich noch, wie er sich genüsslich und kunstlos als Verräter des Punk-Erbes inszenierte und die Kultband Sex Pistols (die er als Sänger unter dem Kampfnamen Johnny Rotten frontete) in den 90ern für lahme Promo-Gigs einer Biermarke wiedervereinigte. Sein Argument allerdings machte Sinn: Punk bedeutet nichts, und ich mache euch dusseligen Veteranen gern die Nostalgie kaputt. Dann folgte natürlich noch seine Teilnahme am englischen Dschungelcamp, und letztlich blieb von Lydon nur noch folgendes Image hängen: Mitnahme-Mentalität, die den Fan verhöhnt. Ein Christian Wulff des Punk. Denkbar schlechte Voraussetzungen, bei einer neuen PIL-Platte (Lydons Musikprojekt nach den Sex Pistols) nun an eine Herzensentscheidung oder auch nur eine halbwegs gute Platte zu glauben. Und doch überrascht »This Is PIL« erst mal positiv: krude Sounds zu hypnotischen Rhythmen aufgebaut und darüber die verächtliche wie charismatische Erzählstimme des Ursuppen-Punks. Das klingt tatsächlich wie das, was man an PIL einst mochte – und verbleibt nicht ohne einen gewissen Reiz auch abseits von Anachronismus. Erinnert zudem mehrfach an Prodigy auf Ketamin. Noch mehr fragwürdige Informationspflicht zu bedienen? Nein. Außer vielleicht noch: Das abgrundtief hässliche Artwork hat kein Kind, sondern Lydon selbst gestaltet.

“This is PIL” ist bereits bei PIL Official/Cargo erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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