[Album] Cro – Raop

So ganz ohne Schubladendenken geht’s halt doch nicht. Kaum trudelte das Debütalbum „Raop“ vom Stuttgarter Cro (der mit der Panda-Maske) bei uns in der Redaktion ein, da hatte er auch schon sein Image weg: Cro, der Langnese-Rapper. Die dreizehn Songs auf „Raop“ sind der perfekte Soundtrack für junge Menschen in Bikini und Badehose am Strand, ein Cujamara Split in der linken und in der rechten Hand ein iPod-Touch. Dementsprechend harmlos klingen Songs wie die erste Hitsingle „Easy“, „Du“ oder auch „Meine Zeit“. „Raop“, das ist halb Rap, halb Pop, alles schweine-eingängig und zu großen Teilen so was von undeep, dass man sich fragt, wie Jan Delay Cro jemals als „Die Zukunft des deutschen HipHop“ bezeichnen konnte. Rap like ice in the sunshine – schmeckt süß, macht Spaß, schmilzt aber auch ratzfatz. Was bleibt, ist ein klebrig-zerlaufener Haufen Sauce über der Hand – respektive im Ohr. Aber wahrscheinlich ist es genau das, wonach die Kids sich 2012 sehnen: ein bisschen Unbeschwertheit abseits der alltäglichen Probleme und Schwierigkeiten. 800.000 Facebook-Freunde und weit über 18 Millionen Klicks auf YouTube innerhalb kürzester Zeit sprechen eine deutliche Sprache.

“Raop” erscheint am 6. Juli bei Chimperator/Groove Attack.

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