[Album] The Kings Of Dubrock – Fettuccini
30. Juli 2012
„Der Sommer ist da, der Sommer ist da. Magst du mich auch? Die Waffen sind da, die Waffen sind da. MDMA.” Wer auch da ist: Jacques Palminger und seine Könige des Dubrock, und mit ihnen Songs über Liebe, Drogen und Terrorismus. Musikalisch behandelt „Fettucini” Pop, Kinderlied und elektronischen Minimalismus, Palminger und die stets fabelhafte Rica Blunck besingen dazu höheren Schwachsinn, niedere Instinkte und gelegentlich echte Schönheit. Auf Albumlänge ist das Ganze allerdings gewohnt enervierend an der Grenze zur Verstörung. Nicht nur die Unterscheidung zwischen Genie und Wahnsinn fällt hier schwer, auch die zwischen Inspiration und reiner Beschäftigungstherapie. Wer die Sinnfrage ganz weit hintenan stellt, hat Spaß an „Fettucini”. Unter Umständen hilft auch die ein oder andere bewusstseinserweiternde Maßnahme.
“Fettuccini” erscheint am 3. August bei Staatsakt/Rough Trade.
Alben, Musik
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Can ging es um die Schönheit des Augenblicks: Aus langen Improvisationspassagen kristallisierte die Kölner Band hypnotische Tracks, immer auf der Suche nach Sounds, die sie selbst überraschten. Was eine Handvoll Jazzmusiker, die sich in den Siebzigern auf einmal als Punks begriffen, spannend empfanden, hallt bis heute in der Rockmusik von Radiohead bis Wilco nach. „The Lost Tapes” klingt nach Resterampe und Dienstleistung am hartgesottenen Fan, das Material ist aber faszinierend stark: Die drei CDs mit Filmmusiken, Probeaufnahmen und instrumentalen Miniaturen dienen ebensogut als Einstieg in den Can-Kosmos. Keyboarder Irmin Schmidt übernahm die Auswahl der Stücke und legte eine Reihenfolge fest, die wild durch die Bandgeschichte irrlichtert – eine chronologische Abfolge war eh unmöglich, die Bänder „waren zwar durchummeriert”, so Schmidt, „aber das Ganze war, nun ja, totaler Quatsch. Es gab ein Band 297, aber kein 296.” Der lockere, assoziative Fluss der Platte macht „The Lost Tapes” zu einem waschechten Can-Album – und nicht bloß zur Trophäe für Krautrock-Komplettisten.
Unter dem Namen Super_Collider haben 
Dirk von Lowtzow erklärt seinem Publikum gern den Krieg. Doch stets auf eine so eloquente, zauberhafte Weise, dass nie ein Bruch zwischen ihm und der Hörerschaft zustande kam. Wo die Goldenen Zitronen aufbrausend gegen die (Stupidität der) eigenen Fans ansangen, gelang von Lowtzow das eigentlich unmögliche Kunststück, die Hörer an seinem eigenen Werk mit reifen zu lassen. Kunst als effektives Mittel gegen Barbarei, wo gibt’s denn so was außer in der Theorie? Das elektronische Geister-Projekt 








