[Album] Dirty Projectors – Swing Lo Magellan

Mit dem letzten Album „Bitte Orca” tat David Longstreth, Kopf der Dirty Projectors, einen Riesenschritt: hin zu Popmusik, weg von teils sehr spannender Experimentalmusik, die manchmal nur dazu da schien, seiner intellektuellen Ennui entgegenzuwirken. (Wer kommt schon auf die Idee, ein Black-Flag-Album nach 15 Jahren aus der Erinnerung nachzuspielen?) „Swing Lo Magellan” steckt voller fantastischer Momente, wie etwa wenn bei „Gun Has No Trigger” endlich der Groschen fällt, dass außer Bass und Schlagzeug nur Stimmen zu hören sind. Dirty Projectors sind virtuos bis zum Anschlag, ob es um Vokalarrangements oder komplizierte Fingerpickings auf der Gitarre geht. Ein Ohr für Popmelodien bewahrt das Ganze vor totalem Angeberkram. Obwohl „Swing Lo Magellan” natürlich totaler Angeberkram ist. Aber hinreißend.

“Swing Lo Magellan” ist bereits bei Domino erschienen.

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