[Album] Antony & The Johnsons – Cut The World

Zu behaupten, dass Antony Hegarty eine Unzufriedenheit umtreibt, wird angesichts vier gequälter Alben barocken Schmerzpops von führenden Küchenpsychologen gestattet. Nummer Fünf entstand offenbar aus einem etwas anderen Gefühl der Unzulänglichkeit: „Cut The World” beinhaltet Liveaufnahmen mit einem dänischen Kammerorchester, Neuinterpretationen von Stücken all seiner bisherigen Platten. Die Anmutung ist ein bisschen schizophren: Einerseits erhebt „Cut The World” Antonys Werk zu einer Art klassischem Song-Kanon, andererseits mindert es die bereits veröffentlichten Versionen, die gewiss keine wurmstichigen Äpfel waren. Dennoch ist das feierlich dargereichte Destillat seiner bisherigen Karriere eine gute Platte, wie könnte sie bei den Liedern nicht sein? Ein neuer Song, der Titeltrack, und das gesprochene Manifest „Future Feminism” ergänzen den Reigen.

“Cut The World” erscheint am 17. August bei Rough Trade.

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