[Album] Madsen – Wo es beginnt

Madsens „Wo es beginnt” ist durchaus einfallsreich. Auch wenn es nicht unbedingt immer die eigenen Ideen sind: Geigen und Chor in „Lass die Musik an” erinnern verteufelt an Blumfelds „Wir sind frei”, während der Rest an Mando Diao denken lässt, das Intro von „So cool bist du nicht” klingt wie – oh Gott – „One Of Us” von Joan Osbourne. Und so geht das die ganze Zeit! Ständig hat man Déjà-Vu-Erlebnisse von Smashing Pumpkins bis zu Fury In The Slaughterhouse: als hätte das Unterbewusstsein von Alternative Rock im Fieberschlaf ein Album ausgeschwitzt. Dabei gehen die Jungs aus dem Wendland derart humorlos zu Werke, dass man den Begriff Zitatpop schnell wieder wegpackt: „Wo es beginnt” ist so postmodern wie ein Mettbrötchen. Wie die Stulle mag es in manchen Momenten allerdings genau das Richtige sein. Eingängig ist es ja.

“Wo es beginnt” erscheint am 17. August bei Sony.

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