Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Januar, 2013.

[Album] Fettes Brot – 3 ist ne Party

brotAuf dem Cover sieht es aus, als würde sich Schnurrbart-Opi Björn Beton von Fettes Brot gerade eine Ladung Schnupftabak reinhauen. Irgendwie passt das auf die gestandenen (fast) Forty-Something-Familienväter auch besser als diese dringliche Betonung auf Konfetti und Party, die das Album in seiner Grundausrichtung vorgibt. Ich bin also eher skeptisch, zumal ich gestehen muss, dass für mich nach steter Sympathie für die sprechgesangigen Pop-Nerds mit »Lass die Finger von Emanuela« die Lichter vor etlichen Jahren ausgegangen waren. So viel Zwangsohrwurm und Charts-Bierzelt haben mir einfach die scheiß Stimmung verhagelt.

Doch die wird diesen Winter tatsächlich besser und besser bei jedem Durchlauf der Platte. Erst hielt ich das für funktionierendes Entertainment-Dienstleistertum. Partymucke als Lehrberuf – und ab geht’s. Doch die Stücke besitzen hinter ihrer zur Schau getragenen guten Laune ein inhaltliches wie textliches Mehrangebot, dass man eben nicht von einer Atzen-Version für in die Jahre gekommene Party-Kids sprechen kann. Im Gegenteil, Songs wie »Wackelige Angelegenheit« und »Kannste kommen« kann man sich mehrfach am Stück geben, sie nerven nicht, sondern fächern immer weiter auf. »3 is ne Party« ist im Endeffekt durchgehend auf dem Niveau von dem guten Die-Ärzte-Humor – und das aber noch mit vielseitigeren musikalischen Mitteln umgesetzt. (Anmerkung zur Güte: Nicht alle aus der Band haben Kinder. Wieder zwanzig Hate-Mails gespart!)

“3 is ne Party” ist bereits bei Fettes Brot Schallplatten/Groove Attack erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Video] Joey Bada$$ Feat. CJ Fly – Hardknock

Knochentrocken, aufgeraut, genial. Und ich hätte ob der Dollarzeichen beinahe weitergeklickt! Irre!

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[Video] Theme Park – Tonight

Theme Park wird auf dieser Seite ja schon seit Ewigkeiten abgefeiert wie Freibier auf der Meisterschaftsfeier, jetzt soll endlichendlichendlich das Debütalbum Ende Februar erscheinen. Erste Duftmarke: Das Video zu “Tonight”.

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[Konzert] Heute, 29.1.: Conor Oberst – Kampnagel

Als Conor Oberst zur Veröffentlichung des letzten Bright-Eyes-Albums „The People’s Key” ankündigte, hernach die Band aufzulösen, war der Aufschrei der Fans vielmehr ein Seufzer: Der beständige Strom neuer Musik des Singer-Songwriters solo oder mit der Mystic Valley Band ist selbst treuesten Anhängern genug. Sogar seine kreischige Emocore-Band Desaparecidos hat Oberst jüngst reaktiviert. Das ehemalige Indiefolk-Wunderkind kommt im Januar alleine nach Kampnagel – dass er alleine mit Akustikgitarre ein Publikum zum Schweigen kriegt (Stichwort Stecknadel), hat er hin und wieder in den vergangenen Jahren bereits bewiesen. Zu erwarten ist eine Reise durch ein Song-Repertoire, das für einen Musiker mit Anfang Dreißig geradezu obszön umfangreich ist: von den schmerzhaft persönlichen Songs eines Heranwachsenden zur ohnmächtigen Wut des politikverdrossenen Erwachsenen. Einen fehlenden Willen zur Weiterentwicklung kann man ihm nicht vorwerfen – auch wenn das heißt, das manche Fans der frühen Bauchnabelschau schon vor den kosmisch-psychedelischen Anklängen auf „The People’s Key” abgesprungen waren. Denen sei gesagt: Sie lassen sich eine aufregende Fahrt entgehen, Conor Oberst ist immer noch einer der wichtigsten US-Songwriter dieser Tage.

Wann: 29.1.
Wo: Kampnagel
Wieviel: 27,25 Euro

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[Album] Yo La Tengo – Fade

yolatengoYo La Tengo sind seit fast dreißig Jahren eine der verlässlichsten Indierockbands der USA. Nun klingt das wie ein etwas vergiftetes Lob: „Verlässlich” ist, wer pünktlich zur Arbeit kommt. Bloß haben Yo La Tengo seit jeher auf derart hohem Niveau veröffentlicht, dass selbst ein offensichtlich im Halbschlaf produziertes Album wie „Summer Sun” (2003) zu den Höhepunkten eines Musikjahres gehörte. „Fade” hingegen ist gewiss hellwach eingespielt worden. John McEntire (Tortoise, The Sea And Cake) löst erstmals den langjährigen Weggefährten Roger Moutenot als Produzent ab und erweitert behutsam dessen liebgewonnenen Proberaumsound: „Fade” zeigt Georgia, Ira und James gleichsam ätherischer als auch zupackender als zuletzt. Der Opener „Ohm” ist ein im Chor vorgetragenes Mission Statement einer verschworenen Gruppe von Freunden, die wehmütigen Bläser in „Cornelia and Jane” brechen das Herz. „Fade” kracht, pulsiert, wummert und flüstert. Nach 13 Alben keine Spur von Routine. Stattdessen gilt: Übung macht den Meister.

“Fade” ist bereits bei Matador/Beggars/Indigo erschienen.

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[Video] Phédre – In Decay

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[Konzert] Bell X1 – Knust (27.1.)

Die Bell X-1 war das erste bemannte Flugzeug, das die Schallmauer durchbrach – als kleine Auffrischung in Sachen Geschichte der Luftfahrt. Assoziativ führt der Bandname Bell X1 ein bisschen in die Irre: Hochgeschwindigkeitsrekorde bricht der elektronisch aufgebohrte Poprock nicht unbedingt. Mit Höhenflügen liegt man schon eher richtig. In ihrem Heimatland gelten die Iren um Sänger Paul Noonan als zweitgrößte Rockband nach U2, auch wenn der Ruf wie Donnerhall hierzulande bislang nur als schwaches Echo zu vernehmen war. Beim Gastspiel im Knust besinnt sich die Band allerdings aufs Wesentliche, sie spielt im Rahmen einer akustischen Tour, begleitet von Klavier, Gitarre und – na gut – einem iPod: Wie das klingt, kann man sich auf dem aktuellen Live-Album „Field Recordings” vorab anhören. Ganz neu ist die Idee demnach nicht, aber nach wie vor ziemlich gut.

Wann: 27.1.
Wo: Knust
Wieviel: 16,75 Euro

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[Konzert] Heute, 25.1.: Mark Eitzel – Knust

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Es gibt nur sehr wenige Menschen, die schlecht über Mark Eitzel reden, der prominenteste heißt Mark Eitzel: Der Kopf des American Music Clubs hält stets einen Witz auf eigene Kosten bereit. Unter anderem den, dass die Demos für sein aktuelles Album „Don’t Be A Stranger” so mies waren, dass sein Label per Mail nachfragte, ob das sein Ernst sei. Glaubt man ihm gar nicht: In polierter Form sind die Lieder, die Jazz und Loungerock in Singer/Songwriter-Form gießen, von melodiöser Klarheit und unvergleichlich beißendem Sarkasmus. Eitzel ist so etwas wie ein schwarzer Schimmel: ein gutgelaunter Griesgram. Es macht ihm einfach zu viel Spaß, für die Jämmerlichkeit der Welt die passenden Worte zu finden. Und wenn er sich unterwegs selber noch eine mitgeben kann, umso mehr. Um es mit Modest Mouse zu sagen: Good news for people who love bad news.

Wann: 25.1.
Wo: Knust
Wieviel: 22 Euro

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[DVD] Mudhoney – Live: Berlin 1988

Als »erweckend!« bezeichnet Zeitzeuge Thomas Venker der Ältere dieses Konzert. Und zweifellos haben die Grunge-Nerds um Mark Arm mit ihrem angefressenen frischen Rumpel-Sound genau zu dieser Zeit ein neues Movement auch nach Deutschland gebracht. Doch fast 25 Jahre später trägt dieser geschichtsträchtige Blumenstrauß eher welke Blüten. Die filmische Bewegung besteht darin, dass von einer statischen Kamera am Hallenende immer mal gezoomt oder geschwenkt wird, und die Ansagen beschränken sich auf Flachsinn wie »Ick bin ein Berliner!«. Unerschrockene Nostalgiker und Chronisten finden als Bonus noch ein 15-minütiges Interview mit Mudhoneys Mark Arm heute. Zu diesem, seinem legendären ersten Deutschland-Gig weiß er leider selbst nicht mehr viel zu sagen und erinnert sich bloß daran, zum ersten Mal »White Beer« (Weißbier) in den großen (»big!«) Gläsern getrunken zu haben. Tja, das hier ist, was von der Revolution übrig bleibt: paar verblichene Bilder, eine Handvoll gute Songs und die Erinnerung an Bier.

“Live: Berlin 1988″ ist bereits bei !K7 erschienen.

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[Video] King Krule – Rock Bottom

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