Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Februar, 2013.

[Album+Video] Eels – Wonderful, Glorious

eelsEs gibt einen Lieblingssound auf „Wonderful, Glorious” – der einer extrem trocken verzerrten E-Gitarre, die heavy Bluesriffs dengelt. Wer so viel veröffentlicht wie Mark Oliver Everett alias E ist vor Wiederholungen halt nicht gefeit. Das zehnte Studioalbum der Eels spielt Mäuschen im Proberaum, nicht alle Ideen sind gut (oder tragen drei Songs), dafür ist aber auch keine davon kaputtgedacht. „Wonderful, Glorious” kann man als lässigen Werkstattbericht verstehen, der die Eigenheiten der Band schön zur Schau stellt ohne ein definitives Statement sein zu wollen. Die geduldigeren, langsameren Stücke sind es hier, die den meisten Eindruck machen. Die Eels als Jam-Band sind zwar nicht uninteressant, aber E als Singer-Songwriter ist interessanter.

“Wonderful, Glorious” ist bereits bei E Works/Cooperative erschienen.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Video] Cold Specks – When The City Lights Dim

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musik, Musikvideo Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Stream] Roots Manuva – Banana Skank EP

BananaSkank

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Album] Neil Young & Crazy Horse – Psychedelic Pill

Der Einsatz, mit dem Neil Young seinen Status als Vater von Grunge, Feedback-Emanzipation und Zwei-Ton-Gitarrensoli in den vergangenen 20 Jahren mal befeuerte, mal einriss, ist erstaunlich. Die letzten Alben, ob mit oder ohne Crazy Horse, ließen wohlgemerkt nie den Eindruck entstehen, als habe er keine Lust mehr auf seinen Beruf. Nur, als habe er regelmäßig Lust auf etwas völlig anderes als seine Fans. Im Ergebnis herrschte meist spürbare Einigkeit bei der interessierten Öffentlichkeit darüber, welche neue Neil-Young-Platte gerade gut geworden und welche gescheitert sei. Allgemeiner Konsens im vorliegenden Fall: »Psychedelic Pill« steht für ein lärmendes Altersmeisterwerk. Tatsächlich stellt die Doppel-CD vieles von dem prominent aus, das Neil Young einst zur Vaterfigur vieler junger Grunge-Bands werden ließ. Etwa den stoffeligen Eigensinn, ein Album einfach mal mit einem 27-minütigen Stück auf vier Akkorden zu beginnen, bei dem sich der Schlagzeuger mehrfach verspielt. Oder das andauernde Unverständnis über den Fast-Food-artigen Medienkonsum der Jetztzeit, wenn Neil Young beteuert: »Don’t want my MP3!« Der 66-Jährige wirkt auf »Psychedelic Pill« mal wie ein kantiger Bote aus längst vergangenen Tagen, der auf einem Pferd in eine Apple-Show geritten kommt und die Aktionäre anbrüllt. Mal wie eine vernarbte Schildkröte, die kopfschüttelnd den Digital-Dschungel aus Studio-Presets, Quantisierung und Overdubs links liegen lässt und es sich im hohen Gras gemütlich macht. Suchen Sie sich ein Bild aus oder machen Sie sich noch besser ein eigenes. Alternativer Untertitel zur Platte auf jeden Fall: »Wenn Konservativismus kurz mal wieder die coolste Sau des Dorfes ist«.

“Psychedelic Pill” ist bereits bei Reprise/Warner erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Album+Video] Jake Bugg – Jake Bugg

jake-bugg2Simon Reynolds, übernehmen Sie! Der Musikjournalist stellte in seinem vielbeachteten Buch „Retromania” die These auf, dass die Menschheit niemals so besessen von ihrer jüngsten Vergangenheit war wie heute – und die Popkultur sich damit in einer Feedbackschleife selbst verschlingt. Der achtzehnjährige Wunderbub Jake Bugg hat das Buch bestimmt nicht gelesen. Ebensowenig wie er Dylan und die Stones gehört hat, wie ihm unterstellt wird. Die Songs seines Debütalbums sind Zitate von Zitaten, sozusagen der Gospel nach YouTube. Die Retro-Fassade und die mumpfigen Mikrophonaufnahmen sind unnötiger Kitsch, wie Fehler und Filter auf Handyfotos: Instagram-Rock’n’Roll. Dabei wären die Bilder doch auch ohne den Quatsch ganz hübsch. Verzeihung: die Songs.

“Jake Bugg” ist bereits bei Universal erschienen.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik, Musikvideo Kommentar-Icon 1 Kommentar

[Album] Leslie Clio – Gladys

leslieclioErster Gedanke: Geschichten aus der Gruft! Zweiter Gedanke: Quatsch, schon zu Lebzeiten wurde Amy Winehouse’ Motown-Pop abgerippt, bis das saudumme Formatradio mit seiner noch dümmeren Playlist kam. Auch Leslie Clios Debüt kann sich nicht freisprechen, auf den abgehangenen Retrosound-Hype des letzten Jahrzehnts abzuzielen. Dennoch wirkt das hinter all der fraglosen Berechnung nicht komplett leer und kalt, wie man es sonst so gewohnt ist. Man erschrickt fast, denn das hier ist konstant gut, stellenweise sogar mehr als das. Der Hit »Told You So« hat den Boden bereitet, jetzt kann mit dicker Hose das nächste Level beschritten werden. Es gibt nichts Richtiges im Falschen, aber immer wieder paar gute neue Künstler, paar gute neue Platten. Diese ist eine davon. Übrigens mehr als eine Hand im Spiel und im Feuer hat hierbei Nicholai Potthoff, seines Zeichens Musiker bei Tomte und Produzent von Muff Potter. Vielleicht ist das genau jener Crossover, der »Gladys« nicht nach Zielgruppenparanoia, sondern nach einem echten Menschen klingen lässt. Wow, echte Menschen in den Single-Charts … Jetzt habe ich wirklich alles gesehen!

“Gladys” ist bereits bei Vertigo/Universal erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Konzert] The Darkness – Gruenspan (26.2.)

YouTube Preview Image

Die Hardrockband aus der britischen Provinz musste man für einen Witz halten: Schlimme Frisuren, schlimme Klamotten, schlimme Plattencover und – hier scheiden sich die Geister – schlimme Songs. Nach zwei Alben war dann auch erst einmal Schluss, bis die Band nach sieben Jahren ein Comeback wagte: 2012 erschien „Hot Cakes”, mit der Einsicht: Die meinen das wirklich immer noch ernst. Gut für sie. Aber mussten sich The Darkness mit dem Cover von „Street Spirit (Fade Out)” wirklich an Radiohead vergreifen?

Wann: 26.2., 20 Uhr
Wo: Gruenspan
Wieviel: ab 27,50 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Album] Patrick Richardt – So, wie nach Kriegen

so wie nach kriegenWenn man ein bisschen gemein wäre, könnte man jubeln: Jetzt hat Grand Hotel Van Cleef seinen eigenen Gisbert zu Knyphausen! Dem jungen Mann fallen die Worte nun einmal mit ähnlichem Drall aus dem Mund, da kann er vielleicht gar nichts für. Da im Dreieck Indierock, Pop und Folk deutschsprachige Lakoniker sich nicht unbedingt gegenseitig auf den Füßen stehen, ist „So, wie nach Kriegen” (was macht das Komma eigentlich da?) durchaus willkommen. Patrick Richardts Debüt ist an den richtigen Stellen zärtlich und zupackend, melodiös, kratzig und in organisch wirkenden Bandarrangements uneitel runtergespielt. Keine Ahnung, wo dieser Gedanke jetzt herkommt, aber: Was für Musik würden wohl Echt mittlerweile machen?

“So, wie nach Kriegen” ist bereits bei GHVC/Indigo erschienen.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Konzert] PeterLicht – Kampnagel (23.2.)

Eine schöne Singstimme hat er nicht. Gutaussehend? Keine Ahnung, er lässt sich ja nur vom Hals abwärts ablichten. Ein Superstar wird man so nicht. Aber zu einem zuverlässigen Chronisten bundesdeutscher Befindlichkeiten, die er in schönstem Wortgedrechsel schildert. PeterLichts surreale Songs gehören seit einem Dutzend Jahren zur deutschsprachigen Popmusik, auch wenn sein erster Hit sein einziger blieb. Wenn sich der Künstler auf Kampnagel quer durch sein gesamtes Repertoire spielt, wird die Müßiggang-Hymne vom „Sonnendeck” kaum fehlen.

Wann: 23.2., 20.30 Uhr
Wo: Kampnagel
Wieviel: 18 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Konzert] Benjamin Biolay – Mojo Club (23.2.)

YouTube Preview Image

Während jede halbehrgeizige Nachwuchsband aus Übersee bald den Weg in hiesige Konzertclubs findet, tut sich der französische Nachbar manchmal schwerer: Benjamin Biolay ist zum ersten Mal auf Deutschland-Tour. Der Sänger, Song- und Auftragsschreiber, der seine Kunst auch gerne von anderen interpretieren lässt, ist ein herausragender Chansonnier und sieht dabei noch so gut aus, als sei er von kettenrauchenden Schwarzweißfilmregisseuren erdacht. Im Mojo Club stellt er sein aktuelles Album „Vengeance” vor, dass sich nicht recht auf ein Genre festlegen möchte: Post-Chanson, wenn man so will. HipHop und Elektronik spielt in seine Songs hinein, frankophile Romantiker, deren Kenntnis gallischer Popmusik bei Charles Aznavour stehengeblieben ist, treibt das in die Depression. Der Rest freut sich über Frankreichs Superstar, der jetzt endlich zum Exportschlager wird.

Wann: 23.2, 19.30 Uhr
Wo: Mojo Club
Wieviel: ab 37 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik, Musikvideo Kommentar-Icon Keine Kommentare