Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von September, 2013.

[Album] Poliça – Shulamith

polica4132b5mOvCL._SY450_Mit “Give You The Ghost” eroberten Poliça die Herzen der Dreampop-Fraktion, “Shulamith” wird sie zusätzlich auf den Dancefloor katapultieren. Sängerin Channy Leaneagh lässt es nämlich nicht nur elegisch und geheimnisvoll wabern, dieses Mal werden auch ab und an die electropoppigen Werkzeuge zum Folter-Plaisier angezogen. Wie zum Beispiel im Video zu Tiff, dem Song, bei dem auch Justin Vernon von Bon Iver seinen Teil zum großen Pop der Band aus Minneapolis beiträgt. Da zeigen Poliça visuell äußerst deutlich, was auf Albumlänge nur im Hintergrund als Bedrohung mitschwingt. So ganz vom Erfolgssound des Erstlings lösen sie sich natürlich nicht. Zu repetitiver Schlagzeugarbeit wenden sich digitale Verzerrungen vom digital verzerrten Gesang ab, um dann märchengleich wieder nach Hause zu kommen. Nur ist zu Hause jetzt nicht mehr My Bloody Auenland, sondern Disco mit Anfassen.

“Shulamith” erscheint am 18. Oktober bei Memphis Industries/Indigo.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon 1 Kommentar

[Album] King Krule – 6 Feet Beneath The Moon

kingkruleWährend früher das für Tonträger verfügbare Taschengeld nahelegte, sich für eine Szene zu entscheiden (wer kann sich schon leisten, Goth und Popper zu sein?), züchtet die Verfügbarkeitskultur im Netz Frankenstein-artige Musikbibliotheken heran: Dubstep, äthiopischer Jazz, Burt Bacharach, alles eins. Nicht falsch verstehen: Das ist toll. Umso toller, wenn ein Achtzehnjähriger wie Archy Marshall alias King Krule aus scheuklappenfreier Musikliebhaberei ein so fokussiertes Album wie „6 Feet Beneath The Moon” destilliert. Seine maulige Stimme singt über geschnipselte Soundkollagen, Bigband-Pastiches oder eine verhallte, einsame Johnny-Marr-Gitarre und stellt dabei unmissverständlich fest, dass er den Blues hat. Authentisch und überraschend wie das erste Streets-Album, wenn auch ganz anders.

“6 Feet Beneath The Moon” ist bereits bei XL/Beggars/Indigo erschienen.

Das Video zu “Easy Easy” haben wir euch bereits hier vorgestellt.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Album] Superchunk – I Hate Music

SuperchunkWir müssen kurz über den Titel sprechen. Die Zeile aus dem Superchunk-Song „Me & You & Jackie Mittoo” lautet weiter „What is it worth? Can’t bring anyone back to this earth.” Die Indierocker aus North Carolina sind in einem Alter, in dem Schallplatten nicht mehr die Antwort auf alles sein können. Wenn Freunde sterben und eine Flasche Rotwein und ein Bright-Eyes-Album nicht als Therapie taugen. „I Hate Music” steht im Zeichen von Tod und Abschied, es ist aber kein schleppendes, trauriges Album. Powerchords, Mac MacCaughans jungenhafte Stimme und resignierte Wut halten die Songs zusammen, in die noch immer genug Sonnenlicht fällt, um der Soundtrack des Spätsommers zu sein. Paradox. Aber nicht paradoxer als der Name einer der besten Platten des Jahres.

“I Hate Music” ist bereits bei Merge Records erschienen.

Dem Song “Foh” kann man sich hier anhören.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Album] Woog Riots – From Lo-Fi To Disco!

woogDen schnittigen Albumtitel hielt ich für ganz normalen Etikettenschwindel, für einen Jutebeutel-Claim. Umso überraschter lässt es mich zurück, dass das Duo Woog Riots jene Ansage tatsächlich wahr gemacht hat. Tja, in Darmstadt ist ein Wort noch ein Wort. Respekt dafür schon mal. Aber vor allem den Schwenk, den die neuen Stücke auf Album beschreiten (A-Seite unterhält neues Material, B-Seite Raritäten), gilt es nicht weniger als zu feiern. These: Bands, die vom Gitarren-Indie kommen, sind die besseren Popper. Genau, wie Tegan And Sara zuletzt mit ihrer Synthie-Platte glänzten, klingen auch die Woog Riots unheimlich beseelt, wenn sie plötzlich Beats statt Rumpeldrums im Rücken haben. Augenzwinkernde, niedliche und hittige Songs, die wirken wie der frühe Adam Green in einer Erasure-Phase. Woog Riots veröffentlichen erstmals auf ihrem eigenen Mini-Label – und dann gleich so eine große Platte. Hallo Jahrescharts!

“From Lo-Fi To Disco!” ist bereits bei From Lo-Fi To Disco/Broken Silence erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Podcast] Pingipung Podcast 36: Mother Perera – A Mix For The Masses

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Track] Cloud Boat – Amber Road (The Haxan Cloak Remix)

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musik, Tracks Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Konzert] The Wedding Present – Molotow (19.9.)

YouTube Preview Image

Letztes Jahr waren The Wedding Present ebenfalls im September in Hamburg: Auf dem Reeperbahn Festival spielten sie ihr klassisches Indierock-Album „Seamonsters” von 1991 komplett durch, wobei Frontmann David Gedge geradezu rührend um das Wohlergehen des Publikums besorgt war: nachfragend, ob man denn noch Spaß habe, die Platte sei ja etwas „unentspannt”. Das ist sie tatsächlich (wie vieles, was Produzentenlegende Steve Albini produziert hat), aber für eine Band, die sich „Hochzeitsgeschenk” nennt, waren Gedges Songs immer reichlich schnodderige Absagen an potentielle und Ex-Liebschaften. Nach einer mehrjährigen Pause, in der Gedge sich mit dem Projekt Cinerama herumtrieb, sind The Wedding seit 2005 wieder als Band aktiv: neue Leute, neue Songs. Lakonisch, böse und eingängig sind sie noch immer, dazu bräuchte es keine Rückschau.

Wann: Do, 19.9., 20.30 Uhr
Wo: Molotow
Wieviel: ab 20,70 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Konzert] Portugal. The Man – Gruenspan (19.9.)

YouTube Preview Image

Nicht nur im Fußball gibt es Glückstreffer und Arbeitssiege. Portugal. The Man sind im Gitarrengewerbe eher von der schuftenden Abteilung: Mit konstanter Moral wurden in den vergangenen Jahren Alben rausgehauen, ganze acht in sieben Jahren (sofern man das akustische Pendant zu „The Satanic Satanist”, „The Majestic Majesty”, dazuzählt). Für „Evil Friends” ließ sich die Indierockband aus Alaska unerhörte zwei Jahre Zeit, und das Ergebnis legt längere Kreativpausen nahe. Nicht weil man das Songwriting der Band mittlerweile über hätte, sondern weil mehr Zeit den Songs gut tut: Im Verbund mit Hitproduzent Danger Mouse entstand das wohl eingängigste und mitreißendste Album von Portugal. The Man, mit einem ganz und gar unschläfrigen Hippie-Vibe: Gutgelaunte, straffe Psychedelik, wenn es so etwas denn gibt. Gute Arbeit.

Wann: Do, 19.9., 20 Uhr
Wo: Gruenspan
Wieviel: ab 23,25 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Konzert] Laura Marling – Gruenspan (17.9.)

YouTube Preview Image

Was an der späten Geburt wohl gnädig sein soll, fragt man sich, sobald Laura Marling anfängt zu singen. Die gerade mal 23-Jährige macht mit leiser Wut Furore: eine hart angeschlagene Akustikgitarre und eine abschätzige Stimme, die keinen Rückschluss auf ihr Alter zuließe. „Once I Was An Eagle” aus diesem Jahr ist ein selbstbewusstes, nicht besonders nettes Folkalbum, das angesprochene „You” darf sich meistenteils gerne gehackt legen. Marling ist eine ebenso großartige Interpretin wie Songschreiberin, was in anderen Händen zu selbstmitleidigem Jammern geriete, wird hier zu scharfzüngigem Liedmaterial. Wer da Bob Dylan denkt, liegt nicht ganz falsch – ähnlich eigen und unverwechselbar klingt die Britin. Wer seine Folksängerinnen süß und naiv mag, darf das Eintrittsgeld gerne stecken lassen. Den anderen bereitet die sperrige, aber sehr humorbegabte Künstlerin einen aufreibenden Abend.

Wann: Di, 17.9., 20 Uhr
Wo: Gruenspan
Wieviel: ab 26 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

[Video] Caged Animals – Too Much Dark

YouTube Preview Image
  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musik, Musikvideo Kommentar-Icon Keine Kommentare