Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von November, 2013.

[Konzert] Villagers – Stage Club (1.12.)

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Auf ihrem zweiten Album „{Awaylands}” klangen Villagers nicht nur anders, auch größer: Aus folkigem Songwriting wurden verspielte Kollagen, denen mit eindeutigen Genrezuweisungen nicht recht beizukommen war, und die sich dennoch nach einer einzigartigen Vision anhörten. Das unterscheidet wohl eine gute von einer herausragenden Band. Der Neuorientierung ging dem Vernehmen nach eine Schaffenskrise von Conor O’Brien voraus, trotz Live-Unterstützern in letzter Konsequenz Kopf und Herz von Villagers. Wenn durch nur jede Inspirationssuche derart erfolgreich verliefe! Was O’Brien fand, waren starke Bilder, eine düster rumorende Grundstimmung und unaufdringliche Melodien mit umso höherer Halbwertzeit – ein frühes Highlight dieses Musikjahres, an das zum Ende hin live noch einmal erinnert werden darf.

Wann: So, 1.12., 20 Uhr
Wo: Stage Club
Wieviel: ab 21,40 Euro

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[Hörbuch] Grimm – Es war einmal und wenn sie nicht

grimmDer Hamburger Songwriter Wolfgang Müller hat dank Startnext-Finanzierung den vielleicht schönsten Beitrag zum Grimm-Jahr 2013 auf den Marktplatz geschoben. Ummantelt von einem bezaubernden Artwork und unterbrochen von entrückten Improvisationen des ehemaligen Fink-Gitarristen Dinesh Ketelsen, legen sich 17 Märchen zu einem ins Bett. Vorgetragen werden sie von Singer/Songwritern, den Grimms nachfolgenden Geschichtenerzählern. Zum smarten Move, Tom Liwa (»Dornröschen«) beginnen zu lassen, darf man gratulieren. Als mehrfacher Vater ist er ein nicht nur Studio-, sondern auch Kinderzimmer-gestählter Vorleser, dem das Reüssieren auf fremdem Terrain ein Leichtes ist. Dass der Weg vom Song-Schreiben zum Märchen-Erzählen ein holpriger sein kann, beweist hingegen der eine oder andere der honorigen Protagonisten (Olli Schulz mit »Rapunzel«, Thees Uhlmann mit »Der Wolf und die sieben Geißlein«, Gisbert zu Knyphausen mit »Der Froschkönig« etc.). Wer von ihnen, sei unter der Decke der Sympathie, die dieses Projekt beschwert, geheim gehalten.

“Es war einmal und wenn sie nicht” ist bereits bei Fressmann/Indigo erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Konzert] Frightened Rabbit – Knust (29.11.)

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Mittlerweile ist der hymnische Indiefolkrock der mit schwerer Zunge geschlagenen Schotten einigermaßen vertraut, vielleicht hat „Pedestrian Verse” zu Beginn des Jahres deswegen kaum Wellen geschlagen – und anbiedernde Schunkeltracks wie von Mumford & Sons sind eben nicht im Angebot. Songwriter Scott Hutchison lenkt seine Frightened Rabbits weiterhin souverän durch Sturm und Drang, den Rücken gerade unter sich ausregnenden Schlechtwetterwolken. So ist das schottische Gemüt: Nichts ist so schlimm, dass es sich nicht unter Alkoholeinfluss wegsingen ließe.

Wann: Fr, 29.11., 20 Uhr
Wo: Knust
Wieviel: ab 22 Euro

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[Konzert] Neko Case – Mojo Club (29.11.)

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Eine gute Stimme haben viele, eine mit Charakter nur wenige: Neko Case ist eine jener wenigen Sängerinnen, die mit hohem Wiedererkennungswert gesegnet sind und trotzdem jedes technisch perfekte Castingshow-Goldkehlchen mühelos gegen die Wand singen. Wenn sie anhebt, gleicht das dem Gefühl als würde in einem PS-schweren Boliden das Gaspedal durchgedrückt. Bei den New Pornographers kommt diese Stimme als Powerpop-Sirene zu Ehren, als Solokünstlerin wird sie im Fach Alternative Country eingeordnet, wobei die Grenzen zu Rock und Folk fließend sind. Ihr aktuelles Album trägt den Fiona-Apple-haften Titel „The Worse Things Get, The Harder I Fight, The Harder I Fight, The More I Love You”, ihre Songs sind romantisch oder wütend (wie das A-Cappella-Stück „Nearly Midnight, Honolulu”). Case ist eine Überlebende des Kampfs mit den eigenen Dämonen: eine starke Stimme, selbst wenn sie nur schwer einen Ton herausbrächte.

Wann: Fr, 29.11., 20 Uhr
Wo: Mojo Club
Wieviel: 25,60 Euro

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[Konzert] Mount Kimbie – Uebel & Gefährlich (26.11.)

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Wenn die offensichtliche Einordnung fehlt, dann sucht man schnell nach einem neuen Begriff, um das Unbekannte zu entmystifizieren. Mount Kimbie ging es so nach dem Release ihres Debüts “Crooks & Lovers”. Was zur Hölle ist das denn? Aufgefrischter Dubstep? Rumpelnde Elektronik? Und was ist denn mit diesen Gitarren und diesen Flächen?! Die Lösung: Macher von “Post-Dubstep” dürfen sich seitdem Dominic Maker und Kai Campos nennen. “Cold Spring Fault Less Youth” heißt ihr zweites Album, auf dem sich die fast ununterbrochene Live-Spielerei (unter anderem als Support von James Blake) niederschlägt: Noch organischer, noch frischer ist der Sound der beiden, dem die Mystik trotz Etikett nicht verloren gegangen ist. Auch und gerade live.

Wann: Di, 26.11., 20.30 Uhr
Wo: Uebel & Gefährlich
Wieviel: ab 16,10 Euro

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[Album+Video] Minor Alps – Get There

MinorAlps-608x608Alles eine Frage der Relation: Matthew Caws von Nada Surf und Juliana Hatfield (Ex-Blake Babies, Ex-Lemonheads) wissen, dass man in gewissen Kreisen durchaus zu ihnen aufschaut. Aber der Ruhm ist dann doch vergleisweise überschaubar. Sie sind eben Minor Alps – ein kleines Hochgebirge. Die erste Zusammenarbeit der beiden ergibt ein wunderbar gelungenes Indiepopalbum, bei dem der Taktgeber oft aus dem Rhythmuscomputer kommt, der Rest von Herzen. Die zwei Stimmen harmonieren oft am Rand der Ununterscheidbarkeit (ganz anders als bei Hatfields bekannterem Duettpartner Evan Dando), was „Get There” eine hübsche Homogenität verpasst. Diese unerwartete kreative Partnerschaft hat hoffentlich Bestand.

“Get There” erscheint am 15. November bei Ye Olde Records/Alive.

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[Konzert] Primal Scream – Knust (23.11.)

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Die schottische Band hatte immer wieder kreative und kommerzielle Durststrecken: Schon das aggressive Knalleralbum „XTRMNTR” hätte man ihnen 1999 fast nicht mehr zugetraut – neun Jahre nach dem Psychedelikbrocken „Screamadelica”. Auf „More Light”, ihrem zehnten Studioalbum, klingen Primal Scream wieder auf gute Art und Weise zerfahrener, nervöser, spannender: Hypnotischer Groove und ein kurioser Flirt mit Free Jazz lässt die Band auch nach über 30 Jahren Geschichte erstaunlich relevant erscheinen. Wieder einmal.

Wann: Sa, 23.11., 21 Uhr
Wo: Knust
Wieviel: ab 29,60 Euro

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[Album] Arcade Fire – Reflektor

arcade fireMit „Reflektor” könnte Arcade Fire etwas gelingen, was in diesem Musikjahr vor ihnen bereits Vampire Weekend geglückt ist: mit einer fantastischen Platte selbst Gegner und Zweifler endlich auf ihre Seite zu kriegen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht (Doppelalbum, Anklänge an griechische Mythologie und haitianischen Mystizismus), „Reflektor” ist Arcade Fires zugänglichstes Album – ohne an irgendeiner Stelle einem Massengeschmack nach dem Mund zu reden. Mit Produzent James Murphy (LCD Soundsystem), der im Grunde wie ein weiteres Bandmitglied auftritt, erschließen sich die Kanadier Rhythmus und Farbe, Songs schreiben konnten sie schon vorher. „Reflektor” ist pulsierende, spannende Rockmusik, die bei aller Studiospielerei angenehm nachvollziehbar bleibt. Schon wieder: ihr bestes Album.

“Reflektor” ist bereits bei Universal erschienen.

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[Konzert] Oddisee – Klubsen (20.11.)

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“Y’all ready to rock, yep we’re ready to roll.” – Mit den Klängen von “Ready To Rock” eröffnete Oddisee sein Set beim diesjährigen Dockville-Festival, das eines der Höhepunkte der drei Tage markierte. Schon wenige Monate später kehrt der aus dem Schoß der Low Budget Crew stammende Rapper nach Hamburg zurück. Mit der Erinnerung an einen umjubelten Festivalauftritt im Nacken und frischen Songs im Gepäck. “The Beauty In All” heißt sein neues Album und behandelt die unperfekten Seiten im Leben, die Kämpfe, die Niederlagen. Und die Schönheit, die daraus entsteht. Oddisees HipHop-Ansatz ist dabei East Coast mit souligem Unter- und Überbau. Seine perfekt eingegroovte Begleitband ist dabei nicht nur Beigeschmack, sondern Sahnehäubchen. Are we ready to rock? Yep, we’re ready to roll.

Wann: Mi, 20.11., 20.30h
Wo: Klubsen
Wieviel: ab 17,20 Euro

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[Album] Dan Le Sac vs. Scroobius Pip – Repent Replenish Repeat

CS2309742-02A-BIGDie Hoffnung, dass es die irren walisischen Rapper Goldie Lookin Chain hierzulande noch schaffen, haben inzwischen auch die größten Optimisten aufgegeben. Aber vielleicht packen es ja Dan Le Sac vs. Scroobius Pip, die beiden HipHop-Headz aus dem britischen Stanford-le-Hope. Deren bisher größter Hit “Thou Shalt Always Kill” liegt zwar auch schon sechs Jahre zurück, “Repent Replenish Repeat” hat jedoch das Potential, den Sprung von der Insel zu schaffen. Dan Le Sac kultiviert dabei wie gewohnt die elektronische Übergeschnapptheit mit hektischen, oft nicht ganz ernst (und dann wieder todernst) gemeinten Sounds, auf denen die bellenden Raps wie Unerschrockene auf Monsterwellen surfen. Und tatsächlich: Mit “Gold Teeth” ist sogar ein würdiger Nachfolger für “Thou Shalt Always Kill” vertreten. Dan Le Sac und Scroobius Pip kleiden sich ihre coole HipHop-Nische kuschelig aus, mit nervösen Samples und dringlichem Storytelling. Diese Texte! Bravourös! The next big thing? Nie im Leben. Aber wer bei ihnen andockt, entdeckt pures HipHop-Gold. El-P aus Essex, nur mit besseren Lyrics!

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