Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Januar, 2014.

[Album] Toxoplasma – Köter

toxoplasmaNach wenig berauschendem Vorab-Material überraschen Toxoplasma mit dem besten »classic« Punk-Album seit Slimes »Sich fügen heißt lügen«. Letztes Jahr wurde aus dem Umfeld der legendären Deutschpunk-Survivor-Band aus Neuwied »Vollzug« gemeldet. Ein nicht wirklich überzeugender Song bereits auf der CD-Beilage unserer Kollegen Plastic Bomb, und los geht’s! Von wegen. Mastermind Wally rief die Pferde beziehungsweise, um im Bild des Albumtitels zu bleiben, Straßenhunde zurück. Noch mal Studio, und für den zweiten Versuch hatte man sich gleich schon weniger erhofft von den Veteranen. Doch die Überraschung ist groß: Der metallische Sound und der Rockdruck werden punkgerecht konterkariert von Wallys angenehm demolierter Stimme, und das Songwriting findet einen Weg zwischen klassischer Stumpfheit und Abwechslungsreichtum. Das beste »classic« Punk-Album seit Slimes »Sich fügen heißt lügen«.

“Köter” ist bereits bei Agressive Punk Produktionen/Edel erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Konzert] Karl Bartos – Gruenspan (31.1.)

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Kraftwerk sind zu sehr kompetenten Verwaltern ihrer eigenen Geschichte geworden. Wobei es wohl gleichermaßen Triumph wie Niederlage ist, als Band im New Yorker Museum Of Modern Art zu spielen, wie sie es taten – die vollständige Anerkennung des musealen Charakters ihrer elektronischen Pionierarbeit, ein schöpferischer Impuls, über den unzweideutig in der Vergangenheitsform gesprochen wird. Karl Bartos hat die Band verlassen, bevor sie zum Ausstellungsstück wurde, von ihr lassen kann er dennoch nicht: Sein Album „Off The Record” remixt Ideen und formuliert Skizzen aus, die der Düsseldorfer während der Zeit bei Kraftwerk festhielt. Wenig überraschend klingt es wie: ein verlorenes Kraftwerk-Album. Seine Bühnenshow, die auch ältere Tracks beinhaltet, ist ein audiovisuelles Erlebnis: 90 Minuten Film, die Bartos live vertont. Eine Legende am Werk.

Wann: Fr, 31.1., 20 Uhr
Wo: Gruenspan
Wieviel: N.N.

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[Konzert] Stephen Malkmus & The Jicks – Knust (30.1.)

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Mittlerweile hat Stephen Malkmus unter seinem eigenen Namen mehr Alben veröffentlicht als mit seiner ehemaligen Band Pavement. Allerdings kann er noch dreimal so viele Platten mit der aktuellen Truppe The Jicks einspielen, den überlangen Schatten der Indierocklegenden wird er nicht los. Nicht dass ein großer emanzipatorischer Ansatz in seinen Soloalben zu finden wäre: Die Musik ist nachlässig verspulter Gitarrenrock, gar nicht unähnlich dem, der ihn berühmt machte. Nicht nur weil der teilzeitige Wahl-Berliner mit seiner charakteristischen Stimme singt (himmelhochjauchzend und zu Tode gelangweilt), sind seine Songs letztlich bloß Pavement weitergedacht: ein bisschen erwachsener und zurückgelehnter. Das neue Album „Wig Out At Jagbag” gibt sich wieder einmal von so ziemlich allem unbeeindruckt, in einer nicht unsympathischen Schroffheit.

Wann: Do, 30.1., 21 Uhr
Wo: Knust
Wieviel: ab 23,- Euro

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[Konzert] Babyshambles – Docks (29.1.)

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Pete Dohertys nicht gerade sehr fröhliche Biographie widersetzt sich einigen dramatischen Regeln von Absturzgeschichten. Die Story vom Rock’n’Roll-Star, der drogensüchtig und ausgebrannt von der einstigen Prominenz zehrt, zieht irgendwie nicht: Ein wirklich schlechtes Album hat der ehemalige Co-Songwriter der Libertines noch nie gemacht, selbst als Wrack haut der Mann so mühelos Songs raus wie andere Butterbrote schmieren. Die Skandale wurden allerdings seit ein par Jahren weniger, und wenn man heute ein Konzert seiner Band Babyshambles ankündigt, besteht eine durchaus reelle Chance, dass ihr Frontmann auch zum Gig aufkreuzt. Das aktuelle Album „Sequel To The Prequel” ist fast ein bisschen langweilig, so solide ist es – handfester Britrock mit Melodien eben. Vielleicht ist das Konzert ja ein bisschen unberechenbarer. Aber bitte nicht zu sehr, die Gesundheit geht schließlich vor.

Wann: Mi, 29.1., 20 Uhr
Wo: Docks
Wieviel: N.N.

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[Konzert] To Kill A King – Prinzenbar (28.1.)

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Irgendwo zwischen Mumford & Sons und The National müssen sich die britischen Folk-Rocker To Kill A King stets verorten lassen und diese Bezugspunkte sind keine Faulheit der Beurteilenden, sondern Ausdruck dessen, dass sich die Mannen um Ralph Pelleymounter mit den ganz Großen messen lassen können. Ihre Songs bleiben dabei auch bei flottem Tempo immer Balladen, die von den tiefgründigen Texten Pelleymounters getragen werden. “Cannibals With Cutlery” heißt übrigens das vor wenigen Monaten erschienene Debütalbum des Indie-Fünfers und hungrig sind sie vor allem nach menschlichen Emotionen. Im großen Pathos wie in kleinen Gesten…

Wann: Di, 28.1., 20 Uhr
Wo: Prinzenbar
Wieviel: ab 13 Euro

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[Konzert] Passion Victim Vol. 5 – Knust (25.1.)

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Die Hamburger Konzertreihe sammelt regelmäßig ein paar Bands ein, die gemeinsam einen Abend bestreiten. Bei dieser Ausgabe heißt die Hauptattraktion sicherlich Kevin Devine: Der Singer-Songwriter aus Brooklyn machte früher mit seiner Band Miracle Of 86 Emo-Rock, als Solokünstler geht er eher folkig zu Werke. Seine beiden jüngsten, gleichzeitig veröffentlichten Alben „Bubblegum” und „Bulldozer” können beides: eines ist laut, das andere sanft. Außerdem dabei: Striving Vines aus Dänemark und We Invented Paris aus der Schweiz.

Wann: Sa, 25.1., 21 Uhr
Wo: Knust
Wieviel: 17,80 Euro

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[Konzert] Poliça – Uebel & Gefährlich (25.1.)

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Keine Poliça-Ankündigung ohne Justin Vernon (Bon Iver): “Sie sind die beste Band, die ich je gehört habe.” Dieses Zitat adelt und verfolgt die Band aus Minneapolis seitdem, doch von Belastung keine Spur. Dem Debüt “Give You The Ghost” ließen sie bereits einen Jahreskreis später “Shulamith” folgen, das im Segment Dreampop & Shoegaze deutliche Abstriche hinnehmen musste, den Bereich Indie & Elektronik aber verstärkte. Ein Nullsummenspiel? Diese Frage muss man sich live jedenfalls nicht stellen, denn da greifen die Songs von Album #1 und Album #2 wie gut geölte Rädchen ineinander, die beiden Schlagzeuge bilden den Herzschlag der Band und Channy Leaneaghs Stimme schlängelt sich um die Melodien und Strophen wie ein grooviger Schlangenmensch. Ihr Sound ist betörend, aber nicht sexuell, wie das Porträt eines begehrenswerten Geschöpfes. Größte Überraschung live: Es gibt diese Fabelwesen namens Poliça wirklich!

Wann: Sa, 25.1., 20 Uhr
Wo: Uebel & Gefährlich
Wieviel: ab 19,40 Euro

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[Konzert] Eric Pfeil – Astra Stube (23.1.)

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Notorischen Nörglern hält man gerne ein „Mach’s doch besser!” entgegen – zum Glück bleiben einem die Werke von Restaurantkritikern, Filmrezensenten und Musikjournalisten meistens erspart. Ein paar Glückstreffer bringt der Seitenwechsel allerdings doch hervor: zum Beispiel die Filme von François Truffaut oder das Debütalbum von Eric Pfeil. Der Kölner Schreiber war Produzent von Charlotte Roches hervorragender Musiksendung „Fast Forward” und fiel in den letzten Jahren vor allem als Verfasser eines klugen und schreiend lustigen Pop-Tagebuchs auf. Sein Album „Ich hab mir noch nie viel aus dem Tag gemacht” ist seine Reminiszenz an Italo-Pop in Form einer sommerlichen Urlaubsplatte, wobei der geneigte Hörer möglicherweise eher Erdmöbel als Inspiration erkennt. Als charmanter Conférencier und schlechtester Gitarrenstimmer Deutschlands ist Pfeil auch live überaus amüsant.

Wann: Do, 23.1., 21 Uhr
Wo: Astra-Stube
Wieviel: 10,60 Euro

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[Konzert] Elliphant – Prinzenbar (23.1.)

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Als Westentaschen-Santigold darf man Ellinor Olovsdotter aka Elliphant apostrophieren, ohne gleich in die Lavamassen der Musikkritik gestoßen zu werden. Die 27-jährige Schwedin rührt Dancehall, Dubstep und Electro zu einer poppigen Soße, die süß und klebrig den geilen Zuckerschock garantiert. Tollerweise ist Elliphant dabei staubtrocken selbstironisch, wie ihre tollen Videos zu “Live Till I Die” oder “Down On Life” beweisen. Beides übrigens astreine sexy (nicht sexistische) Electropop-Hits, die von einer der hervorstechendsten Entdeckungen des letztjährigen Reeperbahn-Festivals im Dutzend aus dem Ärmel geschüttelt werden.

Wann: Do, 23.1., 20 Uhr
Wo: Prinzenbar
Wieviel: ab 16 Euro

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[Album] Toy – Join The Dots

toyEs liegt ein Zauber in der Wiederholung. Darum dengeln Toy gerne endlos auf einer Akkordfolge herum, darum klingt ihr zweites Album „Join The Dots” nicht deutlich anders als ihr Debüt. Den Sound von Shoegazer-Helden wie Ride darf man ebenfalls gerne mal zweitverwerten. Deren Mischung aus janglenden und schwirrenden Gitarren mit eingängigen Gesangsmelodien ahmen die fünf Londoner am erkennbarsten nach, ein bisschen gezähmte My Bloody Valentine schwingen auch mit. Man kann das ein bisschen retro finden, aber in den alten Schläuchen steckt neuer Wein: „Join The Dots” besitzt eben jenes mitreißende Songwriting, dass Toys Musik nicht in ehrfürchtiger Rekonstruktion verkantet, sondern eigenes Land absteckt.

“Join The Dots” ist bereits bei Heavenly/Pias erschienen.

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