Du durchsuchst derzeit das munitionen Archiv von Januar, 2015.

[Konzert] The Afghan Whigs – Gruenspan (11.2.)

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Eigentlich wollte Greg Dulli mit seinen Afghan Whigs um Hamburg in Zukunft einen großen Bogen machen. Zu wenige Besucher seien bei seinen letzten Auftritten mit den Nebenprojekten Twilight Singers und Gutter Twins zugegen gewesen. Jetzt hat er es sich offenbar doch noch einmal anders überlegt und gibt den Hamburger Fans der teuflischen White-Soul-Rocker eine erneute Chance. Dass die Whigs nach all den Jahren überhaupt noch einmal live zu sehen sind, verdanken wir dem Comeback-Album „Do To The Beast“, das im vergangenen Jahr nach sechzehnjähriger Veröffentlichungspause die Rückkehr der Band, die eigentlich größer als Nirvana hätte werden müssen, bedeutete. Alben wie „Gentlemen“, „Congregation“, „Black love“ und „1965“ gehören zu den besten, gewaltigsten und düstersten Rockalben der 90er Jahre, getragen von dem maliziös lächelnden Dulli, der hauchte, sehnsüchtelte und böse um den Finger wickelte wie niemand sonst. Seine Texte waren von großer lyrischer Kraft, Zustandsgemälde, sexuell verschwenderische Alpträume, die wie Widerhaken wirkten. Einmal gehört, hatten sie sich für immer fest gefressen.

Dass die Afghan Whigs trotz der langen Pause keine Wiedergänger der eigenen Geschichte, sondern eine neue Frische in sich tragen, bewiesen sie unter anderem bei ihrem Berliner Konzert im vergangenen Jahr. Mit einer unglaublichen Lautstärke und Spielfreude und einer Setlist, bei der Dulli auch seiner bekannten Lust an ungewöhnlichen Cover-Versionen frönen konnte: Songs von HipHop-Star Drake fanden sich da ebenso wie von Fleetwood Mac und Andrew Lloyd Webber. Dazu die brennend heißen Stücke wie „Parked Outside“ und „The Lottery“ vom aktuellen Album und der – hier darf der Autor auch mal persönlich werden – beste Song aller Zeiten namens „Faded“. Der brennende Junge ist wieder in der Stadt. Endlich.

Wann: Mi, 11.2., 20 Uhr
Wo: Gruenspan
Wieviel: ab 25,- Euro

Erstveröffentlichung des Textes in der Szene Hamburg.

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[Konzert] Gazelle Twin – Uebel & Gefährlich (26.1.)

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Elizabeth Bernholz aka Gazelle Twin geht dorthin, wo es weh tut: In die Industrial-Steinbrüche, in die Zustände unter Tage. Und sie geht dorthin, wo es vibriert, flirrt, lebt: Zum Ambientpop, zum Leben. Aus dieser Reibung, aus diesen Gegensätzen entsteht ein aufregendes Gemisch voller Aggressivität und Dringlichkeit. Gazelle Twin singt dazu kaum, sie beißt, presst, bellt. Surreales Maschinengewitter trifft Synthie-Frühling. Die schwere Kost im Angebot, die dann aber erstaunlich gut runtergeht. „Anti Body“ und „Unflesh“ sind Soundbotschaften aus einer anderen Welt. Einer Welt, die mit uns Kontakt aufnehmen möchte. Gazelle Twin aus dem englischen Brighton macht dabei als Übersetzerin einen superben Job.

Wann: Mo, 26.1., 21 Uhr
Wo: Uebel & Gefährlich
Wieviel: ab 15 Euro

Erstveröffentlichung des Artikels bei Szene Hamburg.

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[Konzert] Jens Friebe – Hafenklang (18.1.)

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„Nackte Angst, zieh dich an, wir gehen aus“ – Beim Titel seines neuen Albums hat Jens Friebe wieder ganz tief in die Kiste mit den ganzen süßen Clevereien gegriffen. Das steht seinem Dandypop natürlich ausgesprochen gut, wenn er zu „Sei einfach nicht du selbst“ auffordert oder bekennt „I’m Not Born For Plot Driven Porn“. Berlins schönster Musiker – keine Diskussion! – ist jedoch kein windiger Händler mit Abfallprodukten aus der Werbeagentur mit den feinen Sprüchen, sondern ein empathischer Chronist des nächtlichen Lebens und der täglichen Zumutungen. Und auf dass wir uns von diesen befreien können, wenn wir uns nur akzeptieren und zusammenstehen. Gerne auch auf der Tanzfläche. Sympathischer wird’s in diesem Leben nicht mehr.

Wann: So, 18.1., 20 Uhr
Wo: Hafenklang
Wieviel: 16 Euro

Erstveröffentlichung des Artikels bei Szene Hamburg.

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