[Album] Mouse On Mars – Parastrophics
1. März 2012
Über zehn Alben hinweg dem Götzen der Progressivität zu huldigen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es sei Andi Toma und Jan St Werner zugestanden, seit dem Debüt „Vulvaland“ aus dem Jahr 1994 immer wieder auf Track- und Albumlänge tief Luft geholt zu haben und sich vorsichtig in Randbereiche der elektronischen Stadtteile vorzuwagen. 2012 verbreiten Mouse On Mars vorwiegend gute Laune: „Parastrophics“ ist eine Werkstatt, in der Ideen mit viel Spaß kultiviert werden. Und ist die eine aufgedacht, wird die nächste längs gezogen. So geht das über 13 Tracks hinweg und die Geschwindigkeit wird und wird nicht geringer. Ab und an wäre Luftholen angebracht, denn wer immer nur im fünften Gang fährt, macht den Wagen ja auch kaputt. Aber: Frickelig war gestern, hier und heute bolzen Mouse On Mars eine selbstbewusste Version von „Niun Niggung“ (das 2000er-Album; für Geschichtsinteressierte) raus. Als Band, nicht als Projekt. Den feinen Unterschied gilt es herauszuhören.
“Parastrophics” ist bereits bei Monkeytown/Rough Trade erschienen.
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