Beiträge zum Thema Alben

Robyn - Body Talk Pt. 2

23061085Bei Robyn erfüllt sich mit diesem Part zwei gerade die abenteuerliche Idee, dem Prinzip Album einen Arschtritt zu verpassen und über sechs Monate stattdessen drei EPs rauszugeben. Dabei verfestigt sich erst mal der Eindruck, dass die schwedische Pop-Chefin hier einfach nur drei Longplayer tröpfchenweise rausrückt. Zweimal neun und diesmal acht Songs rotieren – insgesamt also 26! „Pt. 2“ etabliert in jedem Fall den im Gesamt-Titel angelegten Dance-Aspekt von Robyns sehnsüchtig-bittersüßem Pop-Entwurf. Die trademarkige Melodieseligkeit wird gehalten – trotz aller artifiziellen Sounds aus den verhornten Fingern Klas Ahlunds. Herausragend sicher das Featuring mit Snoop Dogg, in dessen Text es um irgendwas mit „Fuck“ geht – bestimmt irgendwie geil, mal mit einem Logopäden zusammen entschlüsseln. Überdauerkraft findet sich zudem bei „Love Kills“. Sowie die Erkenntnis: Aus diesen drei Halbjahrs-EPs hätte man sogar sechs für zwei Jahre stricken können. Alles irre, aber eben auch irre gut.

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“Body Talk Pt. 2″ erscheint am 10. September bei Ministry Of Sound/Edel.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Superpitcher & Matthew Dear: Techno kämpft für dich

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Matthew Dear und Superpitcher geben Techno seit jeher ein glamouröses Gesicht. Sebastian Ingenhoff begab sich anlässlich der neuen Werke zu den beiden in die Black City und auf den Kilimanjaro.

Nicht erst seit dem Siegeszug von Paul Kalkbrenners „Berlin Calling“-Soundtrack existieren Schnittstellen zwischen Popsong und Technotrack – man denke nur an die Inszenierungen von Acts wie Booka Shade oder Trentemøller –, doch zuletzt häuften sie sich wieder. Im Regelfall haben die kalkulierten Hits aber nur eine geringe Halbwertszeit in der Plattentasche und auf den Tanzflächen. Kalkbrenners „Sky And Sand“ ernsthaft als Musikwunsch hervorgebracht dürfte beim DJ nur mehr für genervtes Augenrollen sorgen, das es mit zehn schwulen Friseuren aufnehmen kann, um einen alten Max-Goldt-Kalauer aus dem Gedächtnis zu zitieren.
Die zwei Künstler, um die es hier gehen soll, arbeiten sich nicht nur seit Jahren schon am Verhältnis Song zu Track ab, sie haben auch die für Techno lange bestimmende Grenze der Unsichtbarkeit aufs Aktivste hinter sich gelassen. Sowohl der New Yorker Dear als auch der Kölner Superpitcher bringen sich als Person expressiv ein, ihre Musik wurde über die Jahre an ihr Erscheinungsbild und ihre Performanz gekoppelt.

Aksel Schaufler, wie Superpitcher richtig heißt, hat sich Zeit gelassen mit seinem zweiten Album. Seit dem Debüt „Here Comes Love“ sind gut sechs Jahre vergangen, ohne dass er sich in der Zwischenzeit dem Müßiggang hingegeben hätte. Superpitcher gehörte aber auch nie zu den Künstlern, die Maxis am Fließband produzierten, sobald es mal gut lief. Der verhuschte, akzentbeladene Gesang ist auf „Kilimanjaro“ wieder dominant, und wie schon auf dem Vorgänger „Here Comes Love“ sind es vor allem die melancholischen, verträumten Momente, die zu bezaubern wissen. Stücke wie „Joanna“ oder „Give Me My Heart Back“ sind geradezu episch, was weniger an der lyrischen Qualität der Texte liegt als vielmehr am dramaturgischen Aufbau der Songs, die wie ein gutes Set auf einen emotionalen Höhepunkt zusteuern, wohlgemerkt binnen einer Spieldauer von sieben, acht Minuten.

Seit Beginn der Kompakt-Karriere mit der legendären „Heroin“-Single vor bald zehn Jahren hat der gebürtige Ulmer seine Handschrift immer weiter verfeinert, ein Superpitcher-Stück oder -Remix erkennt man in der Regel nach ein paar Sekunden: der verschleppte Beat, die sanften Pianoloops, dieser Hang zum Pathos im Zusammenspiel mit großen Melodien. Aksel spricht von „Uplifting Drama“, denn im Idealfall lässt sich eben auch durch Schwermut Euphorie erzeugen. Im Techno wird er mit dieser Herangehensweise wohl auf ewig ein angenehmer Sonderling bleiben – passend dazu auch sein kultivierter verhuschter Narzissmus.
Matthew Dear versteht sich dagegen als Chamäleon. Er veröffentlicht unter zahlreichen Pseudonymen zum Teil völlig unterschiedliche Spielarten elektronischer Tanzmusik – wobei mit der Zunahme der Songorientierung auch der Grad der Personifizierung zu steigen scheint. Seine Platten haben den Sound von Ghostly International und Spectral, zwei der wichtigsten Technolabels der USA, in der letzten Dekade entscheidend mitgeprägt. Mit sechzehn zog er zum Studieren ins nahe Detroit gelegene Ann Arbour und ließ sich von der Motorcity infizieren: „Detroit war speziell zu jener Zeit eine mythenumrankte Stadt, und natürlich fanden wir all die Sachen rund um das Underground-Resistance-Label toll. Aber ich glaube, was mich am meisten inspiriert hat, war damals ein Auftritt von Moodymann in so einer Kunstgalerie. Er spielte völlig weirde, abstrakte Disco-Sachen um die hundert bpm, also extrem langsam. Da habe ich erst richtig verstanden, wie viele unterschiedliche Herangehensweisen an Techno es geben kann.“

Die erste unter dem Namen Matthew Dear veröffentlichte 12-Inch-Maxi trug bereits den vielsagenden Namen „Hands Up For Detroit“ und war eine Hommage an den so wirkungsmächtigen Technosound der Stadt. Doch die Produktionen des mittlerweile nach New York übergesiedelten Musikers wurden mit der Zeit immer songorientierter. Höhepunkt war 2007 das gefeierte Album „Asa Breed“, welches ihm das berühmte Cover des Songs „Don & Sherri“ durch Hot Chip einbrachte.

Das neue Album „Black City“ fällt, wie der Graphic-Novel-artige Titel bereits vermuten lässt, wieder eine Spur düsterer und verspielter aus. Mit „Little People“ hat Matthew dabei einen der absonderlichsten Clubhits des Jahres abgeliefert, denn eigentlich besteht das Stück aus drei Songs, die jedoch zu einem konsistenten Ganzen verwoben werden. Eine Herangehensweise, die man eher aus einem Genre wie dem Progrock kennt. Auf den Vergleich angesprochen, lacht Matthew: „Ich wollte den Track trotzdem als Maxi rausbringen und habe auf Teufel komm raus versucht, ein Edit davon anzufertigen. Aber es fiel mir unglaublich schwer. Na ja, jetzt müssen eben die Remixer ran.“ Auf der anderen Atlantikseite wurde auch schon um Remixe angefragt, und einer wird, so muss es in diesen Tagen vermutlich sein, von Superpitcher stammen.

Superpitchers “Kilimanjaro” erscheint am 3. September bei Kompakt/Rough Trade; “Black City” von Matthew Dear ist bereits bei Ghostly International/Al!ve erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Marteria - Zum Glück in die Zukunft

downloadNamedropping kommt immer gut! Erst recht, wenn die beteiligten Personen auf Namen wie Peter Fox oder Jan Delay hören, ist damit doch allen sofort klar: Es geht um die erste Liga deutschen Sprechgesangs. Und in genau die will Marteria mit seinem neuen Album jetzt eindringen. Auf „Zum Glück in die Zukunft“ wabern die Basslines wuchtig zu Marterias monoton-getragenen Raps, die ihn überwiegend als sensiblen Beobachter des Lebens ausweisen und immer wieder vor Wortwitz strotzen; so ist „Louis“ zum Beispiel eine direkt vom Herzen kommende Hymne an seinen 2007 geborenen Sohn, „Sekundenschlaf“ feat. Peter Fox ein herrlicher Abgesang über die Angst vorm Älterwerden, und mit „Amys Weinhaus“ gibt er all denen Kraft, die sich vom Leben regelmäßig, ’tschulding für die Ausdrucksweise, gefickt fühlen. Die aktuelle Single „Verstrahlt“ feat. Yasha, so eine Art Drogen-Eloge, wirkt da fast ein wenig fehl am Platz. Aber egal – zumal er als Produzenten keine Geringeren als The Krauts aka Monk, DJ Illvibe und Berger für sich gewinnen konnte. Die trimmten schon Peter Fox’ Solodebüt „Stadtaffe“ auf Erfolgskurs, und herausgekommen ist ein modernes, clubtaugliches Rapalbum voller Tiefgang.

“Zum Glück in die Zukunft” ist bereits bei Four Music / SonyBMG erschienen.

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Ira Atari & Rampue - Just Fu**in Dance It

23061087Der Siegeszug von Audiolith in den letzten Monaten ist durchaus amtlich zu nennen. Von Feuilleton bis „Tagesschau“ (also die „Tagesschau“ auf arte, heißt dort „Tracks“) berichten mittlerweile alle über das liebenswerte Hamburger Label, und jenes ist trotzdem immer auf dem Boden geblieben. Ein Eindruck, den Artur kürzlich im taz-Interview bestätigte: „Ich wohn in einer Penner-WG, und wir versuchen auch sonst alles günstig zu machen.“ Kennt man von zu Haus, kann man sich mit identifizieren. Viel hinzuzufügen gibt es nicht, die Platten klingen ja immer gleich: sehr offensiv, laut und bratzig. Einziges Manko bisher: Die Platten sind für DJs wie mich, die vorwiegend in der Eisdiele und weniger auf dem Bauwagenplatz auflegen, nur schwer spielbar, da zu viel Testosteron und zu wenig Amore. Nun wird alles anders, denn mit Ira Atari hat es endlich eine dezidiert weibliche Künstlerin auf das Label geschafft. Ach so, Rampue ist auch mit dabei, kennt man, coole Gestalt, sieht gut aus, jetzt also der Giorgio Moroder der autonomen Szene. Und diese Ira, das ist so eine Typin, mit der zusammen würde man auch gerne mal romantisch ‘n Nazi vermöbeln. I feel love.
http://www.vimeo.com/10692545
“Just Fu**in Dance It” ist bereits bei Audiolith/Broken Silence erschienen.

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Early Man - Death Potion

23061101Als größter Feind des Metal gilt gemeinhin die Ironie. Denn wenn man über Blind Guardian lacht, weil sie verkitschtere Themen anfassen als Harry Potter und Mittelaltermärkte zusammen, dann kann man doch einfach nicht mehr vernünftig abmoshen. Dennoch: Mit dem Comeback des Metal letztes Jahrzehnt hat auch seine Travestie Einzug gehalten. Metal ist längst nicht mehr bedrohlich, sondern streng genommen eben konservativ und komisch. Eine Zuschreibung, die natürlich kein Involvierter gern hört. Daher kamen auch Acts wie das Nerd-Duo Early Man ganz recht, da sie Metal ernst nahmen und ihm eine reizvolle Entsprechung des nächsten Jahrtausends zukommen ließen. Das neue Album nun ist allerdings eher nicht mehr reizvoll, sondern die pure Travestie: Thrash Metal wird adaptiert, man hört die Bedeutsamkeit von Kreator, Destruction oder auch Testament raus. Der Rest bleibt allerdings galoppierende Leerstelle. Eine Hommage, ein Gag, beides gleichzeitig? Sorry, zu indifferent – grabt euch wieder ein.

“Death Potion” ist bereits bei The End/Soulfood erschienen.

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Andreya Triana - Lost Where I Belong

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Als Verstärkung von Flying Lotus und Bonobo haben wir die wunderbare Soulstimme von Andreya Triana an dieser Stelle ja schon mehrfach abgefeiert. Jetzt erscheint - produziert von “Bonobo” Simon Green - das Debütalbum von Andreya, das in sympathischer Erhabenheit zu den bisher schönsten Scheiben des Jahres gehört. Selber überzeugen mit dem Video zu “A Town Called Obsolete”.

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“Lost Where I Belong” erscheint am 27. August bei Ninja Tune / Rough Trade.

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Hurts - Happiness

23061083Richtig Relevanz zu erzeugen in Pop wird gelinde gesagt nicht einfacher. Die letzten Jahre reichte es ja schon, öffnete man bloß die richtige Gruft. Doch mittlerweile mussten selbst bei den Mausoleen von Gang Of Four, Harold Faltermeyer und den Stones schon Drehtüren eingebaut werden. Der Andrang auf Retro-Rock bzw. Retro-Wave erzeugte neben der Übersättigung auch richtiggehend Frust über die vermeintliche Innovationsleere kontemporären Pops. Wo ist bloß das Ereignis, die Überraschung geblieben? Nun, in dem Manchester-Duo Hurts mag man auch ein Patchwork an Apropos’ finden, überstrahlt aber von einem einnehmenden Novelty-Effekt. Gerade auch, wenn sie mit die Vocals unterstützendem Opern-Pinguin auf der Bühne auftauchen und eine unglaubliche Spannung zwischen ihrer konzeptionellen Strenge und dem entfesselten Schnösel-Pop halten. Max Raabe, Propaganda, Pet Shop Boys und „Nessun Dorma“ von Paul Potts – wann konnte man zuletzt solche Kontexte aufmachen? In dieser Kombination vielleicht: noch nie. Na, also wenn das nichts ist, dann weiß ich aber auch nicht.

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“Passions” erscheint am 27. August bei Four Music/Sony.

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Ninja Tune XX - 20 Years Of Beats And Pieces

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Die Coldcuts Matt Black und Jonathan More haben in nunmehr 20 Jahren geschafft, ihr Label als Genre zu etablieren. Ein unausgesprochenes Qualitätsnetz umspannt ihre Veröffentlichungen, so vielfältig und gespreizt sie auch sein mögen: HipHop, weirder Electro, NuJazz, was auch immer. Zum Jubiläum gibt’s die Nachfolger der Nabelschauen „Xen Cuts“ und „Zentertainment“ in diversen Ausführungen: Einmal als reguläre Doppel-CD mit Highlights und unveröffentlichten Remixes und zum Anderen als Limited Editions mit bis zu sechs Tonträgern, Buch, Maxis frei Haus und so weiter. Aufwändig und die Stil prägende Wucht veranschaulichend, die die Ninjas seit 1991 auszeichnet: Von Amon Tobin bis Andreya Triana, Flying Lotus bis Roots Manuva. Unverzichtbar für alle, die Tracks nicht als singuläres Ereignis verstehen, sondern Freude an Weiterentwicklung, Reibungen, Musik als stetig veränderbarer Kunstform haben. Und bei aller Fülle bleibt die Compilation doch nur ein marginaler Blick in dieses Universum aus Solid Steel Radioshow, Sublabels wie Big Dada, Form und Inhalt. Aber einer der sich lohnt.

“Ninja Tune XX - 20 Years Of Beats And Peaces” erscheint am 24. September via Ninja Tune / Rough Trade.

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Allo Darlin’ - Allo Darlin’

230609981Was hat uns von Belle & Sebastian einst noch mal so abhängig gemacht? Am ehesten die wunderschön inszenierte Harmlosigkeit. Liebliche Songs, denen Unvorhergesehenes fremd war. Die nur einlullen wollten, sodass selbst die gar nicht wenigen schnelleren Stücke wie die Superzeitlupe eines Hugh-Grant-Films wirkten. Mit Allo Darlin’ gibt es nun reichlich unverhoffte Erben jenes Kuschel-Gestus’. Schon die nicht auf dem Debütalbum enthaltene Vorab-Single („Henry Rollins Don’t Dance“) öffnete die Assoziations-Tür zu Belle & Sebastian weit. „My Heart Is A Drummer“ oder „Dreaming“ untermauern nun das Kapital des mehrstimmigen, multiinstrumentalen Schmacht-Pop – die britischen Medien haben natürlich eh schon angebissen.

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Und dass es bei und auf „Allo Darlin’“ textlich oft banal zugeht? Etwa kontextlos Verse aus Johnny Cashs „Walk The Line“ oder das offenbar unvermeidliche „Qué Será, Será“ angesungen werden? Nur kleine Schönheitsfehler. Wer herausgefordert werden will, hört sowieso etwas anderes. Hier spielt die Shuffle-Jukebox geschmackvolle Indie-Seifenoper-Soundtracks.

“Allo Darlin’” erscheint am 3. September bei Fortuna Pop/Cargo.

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M.I.A. - Maya

mia-mayaSicherlich am auffälligsten bei dieser Platte ist, dass Mathangi Arulpragasam hier alles noch konsequenter auf der Sollbruchstelle ihrer Kunstfigur M.I.A. verhandelt. M.I.A., die smarte Dancefloorwaffe mit geschmeidigem Ethno-Touch auf treibenden Beats, vs. M.I.A., die Provokationsmaschine, die Aussagen trifft, die jegliches Clubfeeling erstarren lassen könnten. Auf “Maya” ist daher vielleicht folgerichtig nur noch semiotischer Terror. “Born Free”, das Kopfschussporn-Video, ist dabei in letzter Konsequenz ein wenig zu platt, Mathangis Aussagen in Interviews sind dagegen immer etwas zu schwammig, und auf “Maya” wird nun auch noch der Beat unbarmherziger, Industrial-lastiger, verquer dubsteppig. Was soll man jetzt noch mal mit dieser Platte anfangen? Darüber nachdenken, dass Menschen einfach nur wegen roter Haare verfolgt werden könnten? Irgendwie doch noch zu den Beats und paar smoothen Songs hochgehen? Vermutlich alles gleichzeitig. Hey, M.I.A., deine Sollbruchstelle tut mir im Kreuz weh!

“Maya” ist bereits bei XL/Beggars/Indigo erschienen.

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