Lali Puna - Our Inventions
11. März 2010Im Zuge der pestigen Jahrzehnt-Charts zum Abschluss der ersten Dekade dieses Jahrtausends blieb ein Album dummerweise oft ungenannt: „Scary World Theory“, das 2001er Werk von Lali Puna. Nicht nur Thom Yorke war bekennender Fan dieser schmerzhaften Leichtigkeit, dieser sphärischen Schönheit und entrückter Electropoprock-Wucht. The Notwist mit engelsgleicher Frauenstimme sozusagen. Kein Wunder, schließlich war und ist Markus Acher ein Viertel von Lali Puna, die jetzt, vier Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung, die Wunden wieder schließen. Die Tracks sind knarzende Miniaturen, edel durchgängig in ihrer Pop-Coolness. Alles wie gehabt und geliebt. Bei „Move On“ erwacht die songgewordene Video-Ästhetik des lakonischen Außenseiters sogar zur Hymne und Valerie Trebeljahrs Stimme webt Spinnfäden, pflanzt Rosengärten, reißt Mauern ein. Mindestens bis zum Release des neuen The Notwist-Albums die Platte, die uns durch die kalten Nächte, die verregneten Sonntage und über die einsamen Autobahnen bringt.
“Our Inventions” erscheint am 9. April bei Morr Music.
Alben, Musik
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