Beiträge zum Thema Politik

Britain – The real heart of darkness

_86382_papers300.jpgToday the Kenyan parliament was sitting for the first time since the re-election of President Kibaki in late December. The violence that has resulted in a quarter of a million refugees and over 600 deaths carries on – it has done so since the disputed elections a few weeks sparked off a crisis that seemed so completely at odds with how we in Britain look at this stable African democracy.

As images of mass protests-turned-sour and footage of men being beaten to death in townships hit primetime news, it once again became clear that there exist only two kinds of Africa in the Western imagination. There are the model states with their stable postcolonial democracies (Zimbabwe once was one, remember?), our regional allies in the horn of Africa, our trading partners in the Cape. Africa is not so dark here, not so different. And then there are the basket cases: the criminalised states and their corrupt dictators, countries rife with ethnic violence and tribalism, civil wars, genocides. Societies collapse (or maybe they never really existed?), warlordism and chaos rule.

In the British media, Kenya turned from success story to failed state in just one day. These last few weeks have been dominated by coverage that has highlighted the supposed ‘tribal’ dimension of the crisis over concerns with the complex (ethnic and otherwise) realities of the country. The phrase ‘tribal violence’ itself has become a shorthand for describing any African conflict at all – and only in this context is it ever used. As Madelaine Bunting (one notable exception to the otherwise same stale racist media discourse) asks in the Guardian this week, why don’t we talk of Belgian tribes?

One answer to this question lies in repetitive reduction: by forever reductively repeating a number of attributes – tribalism, archaic violence, famine, disease, poverty – the many and various characteristics of African societies become homogenised into a neat and tidy set of deficiencies. (And incidentally, since African deficiencies are intrinsic, solutions must come from the outside. Development and humanitarian interventions both provide such solutions.)

From here, it is only a small step to comparing Kenya with Rwanda, as was the case in the media last week – a comparison so absurd it beggars belief. All of which leads us nicely to a portrayal of Africa (yes, that would be one whole continent) as primitive, barbaric, never quite civilised.

It is of Africa’s inherent inability for freedom and democracy that we have been told again when what we wanted to understand was the worrying and complex post-election crisis in Kenya. What remains primitive are the racist undertones of the British media’s coverage of the majority world.

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Wahlempfehlung: Die Partei

naumannmad.jpgFür die Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft am 24.02.2008 kann es nur eine Stimme geben: Die Partei! Bitte alle Erstwohnsitzler ihrer staatsbürgerlichen Pflichten auf die einzig angemessene Weise nachgehen!

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“Xenophile Einäugige” also, Ralph Giordano

giordano.jpgDer Schriftsteller Ralph Giordano hat sich in der Diskussion um kriminelle ausländische Jugendliche hinter Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) gestellt, berichtet das Fachblatt für derartige Widerwärtigkeiten, die “Junge Freiheit”.

Die „bundesdeutschen Multikulti-Illusionisten, die xenophilen Einäugigen, die Beschwichtigungs- dogmatiker und Sozialromantiker,“ seien verantwortlich für eine „Gewaltbereitschaft Jugendlicher, die mit einem überproportionalen Anteil von Ausländern Formen angenommen hat, von denen alle bisherigen Vorstellungen von Jugendkriminalität gesprengt, jede bürgerliche Sicherheit zur Wunschvorstellung und die Bedrohung auf unseren Straßen zum Alltag gemacht werden“, schreibt Giordano in einem Beitrag für die Nachrichtenagentur ddp.

„Sie fallen aus allen Wolken ihrer verfehlten Toleranz, wenn endlich Maßnahmen gefordert werden, vor allem aber verfälschen sie die Motive der Kritiker mit der Rassismus-Keule“. Von allen niederträchtigen Totschlagargumenten der Political Correctness sei dieses das Niederträchtigste.

Herr Giordano, schnürt Ihnen das Seidenschälchen mittlerweile die Blutzufuhr ab? Haben “die Wolken verfehlter Toleranz” ihren Blick vernebelt? Oder sitzt die Karadzic-Frisur zu schwer auf der betagten Omme? Behalten Sie die Antwort bitte für sich. Sie haben schon genug dummes Zeug geredet.

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Rauchverbot & Irak-Krieg

smoking iraqi Koran-Exegeten streiten sich wahrscheinlich vortrefflich darüber, ob Rauchen halal oder haram oder makrouh ist (?). In jedem Fall führt US-General David H. Petraeus in einem Interview in der Weltwoche an, dass Al Quaida im Irak an Unterstützung verliert, da sie in einer “Gesellschaft von passionierten Zigarettenkonsumenten” ein rigides Rauchverbot durchzusetzen versuchen. Da hört der Spaß nun wirklich auf.

Wie sich die Zusammenhänge dazu darstellen, dass hierzulande die Kosten des Irakkriegs u.a. mit einer Erhöhung der Tabaksteuer finanziert wurden und wir nun neuerdings ein bundesweites Rauchverbot haben, überleg ich mir mal in Ruhe bei der nächsten Fluppe.

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“Lieber drei Tage Gefängnis als lebenslänglich kriminell!” (Roland Koch)

nazischweinchen_babe.jpgHerr Koch, in Ihrem Beitrag für die – natürlich – BILD-Zeitung des 3. Januars 2008 tropfte oben genannter Satz aus Ihrem Munde. Daneben noch allerlei über “Schächtungen in muslimischen Wohnküchen”, “ungewohnte Müllentsorgungen” usw., aber bleiben wir doch bei dem griffigsten. Nur, Herr Koch, wenn man etwas drüber nachdenkt und brutalstmögliche Lausbubenstreiche wie “Jüdische Vermächtnisse” mit in die Waagschale wirft – Dann, ja dann hat diese Forderung wirklich Charme. Für einen Geistesakrobaten wie Sie dürfte doch irgendwo drei Tage lang ein Zimmerchen in einem Volksgefängnis frei sein – Nehmen Sie sich die Zeit!

(Eine Unterlegung des Textes mit einem Pressefoto von Roland Koch ist leider nicht möglich, da diese von Herrn Koch laut seiner Homepage nicht für satirische und diffamierende Zwecke verwendet werden dürfen. Die jetzt vorliegende Fotomontage ist aber auch schön. )

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NPD-Zwerge im hessischen Wahlkampf

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Im anglophonen Internetsprech nennt man so etwas wohl “self-ownage”: Die NPD hat für die bevorstehende hessische Landtagswahl einen Wahlwerbespot gedreht, den sich die Titanic nur unwesentlich besser hätte ausdenken können. Die Wahlversprechen zum Schluss lassen einem das Lachen allerdings im Hals stecken bleiben. Der Hessische Rundfunk wird den Spot deshalb auch wegen Volksverhetzung nicht ausstrahlen. (Update: Nach Gerichtsbeschluss muss der Spot doch ausgestrahlt werden. Gut, denn dann können sich die Zwerge nicht als Zensuropfer gerieren.)

Zu einem Zeitpunkt, an dem Hassprediger Roland Koch mit fußnägelhochrollendem Populismus die Wählerstimmen bis ganz zum rechten Rand abzugreifen versucht, wirkt das um so hilfloser.

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