Beiträge zum Thema Sonstiges

Aus dem Werkzyklus “Deutsche Telefonate” heute: Der Adlige

*rrrrrring*
Ich: Hallo, Marco Fuchs von Prinz.
Sie: Oh, was für ein schöner Name.
Ich: Äh, danke.
Sie: Fuchs von Prinz. Wie schön.
Ich: Eigentlich muss es ja heißen…
Sie: Sind Sie ein Adliger?
Ich: Hä?
Sie: Fuchs von Prinz.
Ich: Nein, Ja, ich meine..äh, ja, ich bin ein Adliger.
Sie: Toll.

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Verhörer des Tages

Siebzig Prozent aller Marokkaner sind Werber.

Falsch verstanden im ARD-Weltspiegel.

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In eigener Sache: Munitionen

Liebe Freunde,

die meisten werden es ja bereits mitbekommen haben: Aufgrund der Verwendung eines Fotos, dessen Rechte wir nicht besaßen, sind wir abgemahnt worden. Unterlassungserklärung, Schadensersatz, Anwaltskosten. Ein ziemlicher Einschlag für uns, doch im Laufe der vergangenen Tage sind zwei positive Dinge passiert: 1. Der Fotograf hat uns über seinen Anwalt ausrichten lassen, dass er auf seine Ansprüche verzichtet, so dass “nur” noch die Anwaltskosten zu begleichen sind (knapp über 500 Euro). 2. Dem Facebook-Aufruf, doch einen solidarischen Beitrag zu leisten, sind dufte Menschen gefolgt. Ihnen gilt ein ganz besonderer Dank. Dank geht auch raus für die Hilfsangebote rechtlicher Natur, ganz besonders an Mark.

Jetzt geht’s weiter. Bestimmt auch bald irgendwie anders. Danke fürs Lesen und die Hilfe.

Marco

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[News] Neues von Tocotronic!

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Hanswurst des Tages: Paul Kalkbrenner

Meine Musik ist nicht für Spinner und Gesellschaftsklempner gemacht. Zu mir kommen die, die eher kurz konzertmäßig raven, die schon mal was schnuppern, aber um drei nach Hause gehen, der staatstragende Teil der Bevölkerung, der, der dafür sorgt, dass alles funktioniert.

(zitiert nach sueddeutsche.de)

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Überschriften aus dem Himmel

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Fleischskandal!

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Induviduelles Wohnen mit Posterbezügen

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[snab] – Fight Global Boring!

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And now for something completely different: [snab] ist nicht dein typisches Online-Spiel für die nächste Prokrastinationsphase, denn gespielt wird nicht auf dem Screen, sondern möglichst weit weg davon.
[snab] rettet leicht angegorene Hipsterkonzepte wie Communities, usergenerierten Content, Konsumkritik und urbane Intervention vor dem Verschimmeln, indem sie gut durchgequirlt in einer Game-Form ausgebacken werden: Nach Registrierung auf der Site nimmt man als “Aktivist” Missionen im Kampf gegen das “Global Boring” im eigenen Alltag an. Für abgelieferte Missionsberichte gibt es Auszeichnungen, die Community verteilt Likes für den Aufstieg in der Hall of Fame und auch sonst wird an Anglizismen nicht gespart.
Das Ganze ist erst vor ein paar Tagen unauffällig online gegangen, aber vielleicht bald ein beliebter Platz für all diejenigen, die vor Mutter und Arbeitskollegen von Facebook flüchten wollen, um lieber dislike-Buttons in ihrer Innenstadt zu verkleben.
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Munitionen zu Besuch: Visite bei der Redaktion von „Schinken Omi“

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Wäre Theofanis Gekas Popjournalist, er hieße Linus Volkmann. Auch nach vielen Jahren in diesem Land spricht er nur gebrochen Deutsch, gilt unter Kollegen als extrem faul, aber wenn er sein Ziel anvisiert, gelingt ihm meist ein Treffer. So auch das wunderbare Fanzine „Schinken Omi“, das der 43-Jährige gemeinsam mit Felix Scharlau (19) herausgibt. Die zweite Ausgabe (mit großem Drogen-Spezial) ist jetzt draußen. Eine gute Gelegenheit, mal in der Redaktion von „Schinken-Omi“ vorbeizuschauen.

Große Fenster, blitzendes Parkett, ein frischer Duft durchzieht die geräumige Kölner Redaktion in bester Lage. Mit prominenten Nachbarn: Stephanie Freifrau zu Guttenbergs Verein „Innocence in Danger“ residiert Tür an Tür mit den Fanzinemachern Volkmann (35) und Scharlau (ÖDP). Reiner Zufall, wie der in Nebentätigkeit als stellvertretender Chefredakteur des Musikmagazins „Intro“ arbeitende Volkmann (4) betont: „Das ist reiner Zufall.“ Vor wenigen Monaten hat sich der umtriebige Medienunternehmer mit „Schinken Omi“ einen langjährigen Traum erfüllt. Seitdem steht das Telefon nicht mehr still. „Ja“, „Nein“, „Vielleicht“, „Keine Ahnung“, „Innocence in Danger hat die Durchwahl 4, hier sind Sie bei der 3“ – Volkmann (51) ist kurz angebunden, wichtige Entscheidungen warten. Der maskuline Felix Scharlau (Quatsch Comedy Club) sitzt ihm gegenüber und schmunzelt. Er kennt sein Gegenüber seit vielen Monaten. Schließlich arbeitet auch er bei „Intro“. „Der Spex für Leute, die Dath nicht verstehen“, wie er mit sanftem Lächeln betont. Die Atmosphäre des Büros unterstreicht ihre Persönlichkeit: Nicht die im Popjournalismus üblichen Titten- und Würstchenbilder, stattdessen tibetanische Gebetsfahnen und warmes Licht. Scharlau (Halle/Saale) bevorzugt ebenso wie sein kurzsichtiger Kompagnon klare Strukturen.

Dabei könnte ihr Lebenslauf nicht unterschiedlicher sein: Scharlau wurde 1984 als Sohn eines Großindustriellen in Hanau geboren, gewann viel Geld beim Glücksspiel und hat wenig Sorgen. Volkmanns Leben verlief weitaus turbulenter: 1947 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, geboren, floh seine Familie 1973 versehentlich in die DDR, bevor sie am 8. November 1989 unter Todesgefahr die Grenze überquerte. Den Mauerfall verschliefen sie erschöpft. Danach ging es nach Hessen. Wieder eine Klammer zwischen dem passionierten Dynamitfischer Volkmann (24) und Scharlau (müde): Beide sind große Anhänger Eintracht Frankfurts. „Ich liebe den FC Frankfurt“, betont Volkmann (85). „Eintracht Frankfurt“, wirft Scharlau (überbezahlt) ein. Bei aller Freundschaft, der Wettbewerb um die besten Ideen treibt die beiden an. „Competition is a must“, da sind sich die gefeierten Edelfedern einig.

Ich will über die Inhalte sprechen. Da wird Linus Volkmann (Alter unbekannt) ernst. „Für die zweite Ausgabe haben wir Drogen als Klammer gewählt. Sex, Heroin, Meskalin. Alles das, was der Business-Punk-Leser erwartet und nicht bekommt. Dazu gibt es tolle Bilder von Katzenshows, hassenswerte Menschen und ganz konkrete Hilfestellungen.“ Zum Beispiel? Scharlau (hä?) erklärt: „Wie erkenne ich einen V-Mann im Freundeskreis. Ein ganz spannendes Thema, für das wir auch im Internet recherchiert haben. Ach ja, eine 20-seitige Kiffer-Sitcom über Jugendliche gibt’s auch noch“. Diese spielt in den 90er Jahren, einer Zeit, in der beiden Autoren noch gar nicht auf der Welt waren. Volkmann (wurde Opfer von Trickbetrügern) wiegelt ab: „Das Hineinversetzen in vergangene Epochen ist simples journalistisches Handwerk.“ Scharlau (muss mal) ergänzt: „Das ist wie bei Bad Men“. Lachend wirft sein Geschäftspartner einen kiloschweren Locher nach ihm und schaut verstohlen auf seine drei Uhren (Zeitzonen Berlin, London, New York). Ich verstehe. Hier wird Zeitungsgeschichte geschrieben und die schreibt sich nicht von alleine.

„Schinken Omi #2“ ist bereits erschienen. Kontakt: facebook.com/schinkenomi, schinkenomi@gmx.de

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