Uli Hoeneß, Kurt Beck und gewalttätige Jugendliche mit (oder ohne) Migrationshintergund

hoeness_dpa_400.jpgEines muss man dem vor allem von Sozialneidern oft als „Wurstfabrikant“ übel beschimpften Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, ja wirklich zugute halten: Er trifft meistens die richtigen. Nach seiner betont sachlichen Kritik an den eigenen Fans („Das ist doch eine populistische Scheiße“) bezeichnete der stets unaufgeregt wirkende Fußballexperte den pfälzischen Ministerpräsidenten und SPD-Vorsitzenden Kurt („Bussi“) Beck nun im Fachblatt „Bild“ als „furchtbar“.

Damit hat Hoeneß (ganz unabhängig davon, worauf er sich nun tatsächlich bezog) natürlich nicht nur vollkommen recht, sondern der umtriebige Ulmer unterstrich erneut seinen steten und hehren Anspruch, niemals mit dem Strom zu schwimmen. Schließlich scheinen sich ja im Augenblick alle Interessensverbände mit mindestens drei Mitgliedern, linksextremistische Medien (taz, Spiegel, ARD) und ihre Mütter auf den von (wiederum) Mutter Natur nun wirklich nicht gerade übervorteilten hessischen Kollegen Roland Koch eingeschossen zu haben, der eigentlich nichts anderes tut, als dem hässlichen Deutschland eine angemessene Stimme, ja: ein Gesicht zu geben. Wie kann man das diesem tapferen Mann zum Vorwurf machen? Schließlich brodelt das Thema J.U.G.E.N.D.K.R.I.M.I.N.A.L.I.T.Ä.T. seit Jahren in uns allen, vergleichbar höchstens mit dem heißen Eisen „Rauchverbot in Gaststätten“.

Womit wir den Bogen zu Uli Hoeneß gespannt hätten: Der raucht nämlich weder in Gaststätten noch sonst wo. Und Opfer von gewalttätigen Jugendlichen (mit oder ohne „Migrationshintergrund“) wurde er nach aktueller Quellenlage auch noch nie.

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www.byte.fm

radio_classic.gifSeit heute, Punkt 12.00h, auf Sendung: Das erste deutschlandweite Radioprogramm für Musik; gestaltet und moderiert von Journalisten.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche gibt es nun unter www.byte.fm alles zu hören, was in der modernen Popmusik wichtig ist: neue und alte Platten, Interviews und Hintergrundinformationen über Szenen, Bands, Entwicklungen und Zusammenhänge.

Die Moderatoren und DJs kommen von etablierten Sendern, aus der deutschen Musikszene und aus den kleinen Oasen der Freien Radios.
Ihre Namen sprechen für sich. Dabei sind unter anderem Martin Böttcher, Klaus Fiehe, der Ocean Club mit Gudrun Gut und Thomas Fehlmann, ClickClickDecker, Jonathan Fischer, Götz Steeger, Christoph Twickel, Klaus Walter, Sandra Zettpunkt und Patrick Ziegelmüller.

Bitte reinhören.

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Böhmes Jahresmusikbilanz 2007

Wir können es relativ kurz machen: Es war ein gutes Musikjahr.

Das Anzapfen digitaler Quellen ermöglichte den schnellsten Zugang zu neuer Musik seit meiner ersten eigenen Musikschallplatte (Weihnachten 1980, James Bond Titelsongs). Die Reizüberflutung musste erst mal in geordnete Bahnen gelenkt werden, aber nach und nach und immer selbstbewusster kamen die Gewinner zum Vorschein: LCD Soundsystem war ein früher funky Favorit mit Superalbum und Wahnsinnskonzert. Die von mir eigentlich totgesagten Tocotronic überraschten mit hervorragenden Songs ebenso wie M.I.A. mit sperrigen zum dennoch Arschwackeln. The Fall waren wieder mal in großer Form (Songtext des Jahres: „Brrrrrrr! Brrrrrr!“), und der auf Albumlänge ja selten aufregende Techno bot mit The Field und Justice zwei äußerst unterschiedliche Knüller. Radiohead verkauften ihre tatsächlich guten Songs erstmals exklusiv für wenig bis gar kein Geld (wenn man wollte) im Netz, Feist wurde endlich ein richtiger Star und Robocop Kraus machten eine sehr schöne Talking Heads-Platte. Da Bloc Party und die Editors mit Stadionpathos enttäuschten, blieben nur Maximo Park (souveräne zweite Platte) und Franz Ferdinand (immerhin mit zwei guten Coverversionen) im Gespräch.

Der Abschied von Blumfeld fiel gemäßigt melancholisch aus – es war wirklich alles gesagt und zigfach gesungen; außerdem machten Rocko Schamoni und die Türen ihre bislang besten Platten und füllten die Lücke, so gut es eben ging. Und als dann – wie fast schon erwartet – Burial den Herbst mit seinem wuchtigen, düsteren Großstadttechnosoul füllte, stand der Sieger ganz schnell fest.

Meistgehörter, bewegendster Song (und daher zu Recht an dieser Stelle prämiert) war „Fake Empire“ von The National.

2007 war leider wieder ein schwaches Jahr für Hip Hop; nur der gute, alte Common brachte eine durchgehend schöne Platte zustande; einigermaßen Verlass war auch noch auf Kanye West, Pharoahe Monch und Talib Kweli, aber das muss 2008 wieder besser werden – ich setze auf die Cool Kids. Wie aber mehr als nur ein Vögelchen schon gezwitschert hat, soll die am heißesten ersehnte Platte des kommenden Jahres allerdings von My Bloody Valentine kommen. Hossa!

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Rauchverbot & Irak-Krieg

smoking iraqi Koran-Exegeten streiten sich wahrscheinlich vortrefflich darüber, ob Rauchen halal oder haram oder makrouh ist (?). In jedem Fall führt US-General David H. Petraeus in einem Interview in der Weltwoche an, dass Al Quaida im Irak an Unterstützung verliert, da sie in einer “Gesellschaft von passionierten Zigarettenkonsumenten” ein rigides Rauchverbot durchzusetzen versuchen. Da hört der Spaß nun wirklich auf.

Wie sich die Zusammenhänge dazu darstellen, dass hierzulande die Kosten des Irakkriegs u.a. mit einer Erhöhung der Tabaksteuer finanziert wurden und wir nun neuerdings ein bundesweites Rauchverbot haben, überleg ich mir mal in Ruhe bei der nächsten Fluppe.

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Peaches does the “Wild Thing” with Tone Loc

promo02-peaches.jpgBitte den Funky Cold Medina kalt stellen. Hier kann man sich die Electroclash-Neubearbeitung des wunderbaren 80s-Klassikers durch die kanadische Berlinerin runterladen.

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“Lieber drei Tage Gefängnis als lebenslänglich kriminell!” (Roland Koch)

nazischweinchen_babe.jpgHerr Koch, in Ihrem Beitrag für die – natürlich – BILD-Zeitung des 3. Januars 2008 tropfte oben genannter Satz aus Ihrem Munde. Daneben noch allerlei über “Schächtungen in muslimischen Wohnküchen”, “ungewohnte Müllentsorgungen” usw., aber bleiben wir doch bei dem griffigsten. Nur, Herr Koch, wenn man etwas drüber nachdenkt und brutalstmögliche Lausbubenstreiche wie “Jüdische Vermächtnisse” mit in die Waagschale wirft – Dann, ja dann hat diese Forderung wirklich Charme. Für einen Geistesakrobaten wie Sie dürfte doch irgendwo drei Tage lang ein Zimmerchen in einem Volksgefängnis frei sein – Nehmen Sie sich die Zeit!

(Eine Unterlegung des Textes mit einem Pressefoto von Roland Koch ist leider nicht möglich, da diese von Herrn Koch laut seiner Homepage nicht für satirische und diffamierende Zwecke verwendet werden dürfen. Die jetzt vorliegende Fotomontage ist aber auch schön. )

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zerodB – Heavyweight Gringos

zerodb_album_cov_lg.jpgBasierend auf dem exakt vor zwölf Monaten erschienenen „Bongos, Bleeps And Basslines“ (Ninja Tune / Rough Trade), dem laut Trevor Jackson „besten Ninja Tune-Release aller Zeiten“ voller Jazz-Einflüsse, Bleeps und minimaler Loops, gibt’s ab 01.02.2008 den Remix-Nachschub: „Heavyweight Gringos“ heißt das Album und enthält Arbeiten von Daedelus, Yppah, Peter Kruder u.a. – Anhören kann man sich „Heavyweight Gringos“ als kompletten Stream hier:
Eine Registrierung oder ähnliches ist nicht erforderlich.

Tracklisting:

Sunshine Lazy RAPHAEL SEBBAG remix
Bongos, Bleeps & Basslines RAYMOND IN SPACE remix
Know What I’m Sayin’ NERY BAUER remix
Conga Madness TOSHIO MATSUURA remix
Anything’s Possible XRABIT remix
Sunshine Lazy DAEDELUS remix
Bongos, Bleeps & Basslines DIBABA remix
Te Quiero ATFC remix
Sunshine Lazy TONY NWACHUKWU remix
Know what i’m Sayin’ KIDS IN TRACKSUITS remix
A Pomba Girou DAVE DA GATO remix
Coisa Do Gringo YPPAH remix
Te Queiro PETER KRUDER RUFF MIX
Bongos, Bleeps & Basslines GOETZ B remix

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NPD-Zwerge im hessischen Wahlkampf

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Im anglophonen Internetsprech nennt man so etwas wohl “self-ownage”: Die NPD hat für die bevorstehende hessische Landtagswahl einen Wahlwerbespot gedreht, den sich die Titanic nur unwesentlich besser hätte ausdenken können. Die Wahlversprechen zum Schluss lassen einem das Lachen allerdings im Hals stecken bleiben. Der Hessische Rundfunk wird den Spot deshalb auch wegen Volksverhetzung nicht ausstrahlen. (Update: Nach Gerichtsbeschluss muss der Spot doch ausgestrahlt werden. Gut, denn dann können sich die Zwerge nicht als Zensuropfer gerieren.)

Zu einem Zeitpunkt, an dem Hassprediger Roland Koch mit fußnägelhochrollendem Populismus die Wählerstimmen bis ganz zum rechten Rand abzugreifen versucht, wirkt das um so hilfloser.

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Mad Decent Radio

Mad Descent RadioDiplo ruht sich nicht darauf aus, für M.I.A. produziert, auf Big Dada mit seinem aufregenden Debut-Album Florida das Erbe DJ Shadows angetreten, die Baile Funk-Lawine ins Rollen gebracht und in Folge Remix-Aufträge von Kanye West bis Bart Simpson eingefahren zu haben. Einige der großen Künstleraufgaben bewältigt er offenkundig: Trotz Media-Hype lässt er sich weder stilistisch festnageln, noch verliert er sich in Gefälligkeiten sondern hält das Ohr an die Böden der Welt (where Woytila only kissed them).

Mad Decent heisst sein Label, auf dem produziert, aufgelegt, getourt und einmal im Monat Äther und Netz mit feinsten Radioshows bereichert wird.

Hard to find: Die Radio-Homepage mit Quicktime-Audio-Stream (wtf?) und dem iTunes-Podcast. Non-Fashion-Victims ohne iTunes klicken hier für den Podcast-RSS-Feed.

Im Podcast-Archiv finden sich einige Perlen: Shows in denen der elektronische oder traditionelle Underground von Israel, Paris, Elfenbeinküste, New Orleans oder Buenos Aires vorgestellt oder verstorbenen Größen wie J Dilla oder James Brown Tribut gezollt wird.

Wem die Shows zu kurz geraten, bekommt hier seinen zweistündigen Essential Mix auf BBC Radio1 vom September 2007.

Weitere Infos bietet dieses Video-Interview:
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Startschuss

Zum 3. Januar 2008 starten wir mit unserer simplen Idee. Wir nutzen zwar die Form eines Blogs, damit das Ganze aber kein Ego-Shooter wird, sind eine Menge Autoren/innen dabei. Neben gestalterischen und funktionalen Veränderungen am Webauftritt, dürfen für die kommenden Wochen jede Menge Blindgänger, Querschläger, Rohrkrepierer, Spätzünder und Schnellschüsse erwartet werden.

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