Beiträge zum Stichwort: Alternative Rock

[Album] Madsen – Wo es beginnt

Madsens „Wo es beginnt” ist durchaus einfallsreich. Auch wenn es nicht unbedingt immer die eigenen Ideen sind: Geigen und Chor in „Lass die Musik an” erinnern verteufelt an Blumfelds „Wir sind frei”, während der Rest an Mando Diao denken lässt, das Intro von „So cool bist du nicht” klingt wie – oh Gott – „One Of Us” von Joan Osbourne. Und so geht das die ganze Zeit! Ständig hat man Déjà-Vu-Erlebnisse von Smashing Pumpkins bis zu Fury In The Slaughterhouse: als hätte das Unterbewusstsein von Alternative Rock im Fieberschlaf ein Album ausgeschwitzt. Dabei gehen die Jungs aus dem Wendland derart humorlos zu Werke, dass man den Begriff Zitatpop schnell wieder wegpackt: „Wo es beginnt” ist so postmodern wie ein Mettbrötchen. Wie die Stulle mag es in manchen Momenten allerdings genau das Richtige sein. Eingängig ist es ja.

“Wo es beginnt” erscheint am 17. August bei Sony.

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[Album+Track] The Mars Volta – Noctourniquet

Dieses Jahr spielen die Emolegenden At The Drive-In überraschenderweise wieder einige Konzerte. Dabei hatte man das Gefühl, ihre Mitglieder würden sich zumindest musikalisch auf “unüberbrückbare Differenzen” berufen: nach dem Split gab es hier die etwas unspektakulären Alternative-Rocker Sparta, dort die hochkomplexen The Mars Volta mit spinnertem Hardrock. Auch “Noctourniquet” macht es niemandem leicht: Die Songs wirken, als würden sie über den eigenen Takt stolpern, Effekte verfremden und zerstören, was das Durcheinander der Instrumente in die Verstärker jagt, und trotzdem wirken die beiden Frontmänner Cedric Bixler-Zavala und Omar Rodriguez-Lopez als hätten sie jederzeit die Herrschaft über ihre Schöpfung: ein bösartiges, kreischendes Biest in Ketten. The Mars Volta wollen nur spielen? Bis am Ende einer heult.

“Noctourniquet” ist bereits bei Warner erschienen.

Zed And Two Naughts by The Mars Volta

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