Beiträge zum Stichwort: Andrew Llloyd Webber

Moby - Wait For Me

cd_mobyDer kleine, langweilige New Yorker hat es einem mit seinem bisherigen Schaffen schwer gemacht, ihn nicht als „Andrew Llloyd Webber der elektronischen Musik“ wahrzunehmen. Mit „Wait For Me“ sollte jetzt alles anders werden, gar ein „Punk- und DIY-Ethos“ das Werk durchziehen. Zu hören ist davon leider nichts. Wieder ranzt einen überkandidelter Pathos von der Seite an und säuseln bedeutungsschwangere Frauenstimmen, teilweise ganze Heerscharen dieser extra für Moby gezüchteten Sangeskünstlerinnen, zu kitschigen Soundflächen. Das Problem: Selbst wenn bei einem Tracks wie „Walk With Me“ die Simulation von Traurigkeit und Sehnsucht perfektioniert wird, man nimmt es Moby einfach nicht ab. Es bleiben doch immer nur die aufgeblasenen Soundtracks des verkitschten Moments, in denen dann auch starke Stücke wie „Mistake“ und „Shot In The Back Of The Head“ gnadenlos zugepampt werden von der meterdicken Zuckerglasur um sie herum, die leider auch „Wait For Me“ in guter alter Moby-Manier umhüllt. DIY hin, Punk her – „Wait For Me“ ist geradezu grotesk unbeholfen in seinem überbordenden Anspruch, etwas Großes zu schaffen.

“Wait For Me” erscheint am 26. Juni bei Ministry Of Sound/Edel.

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